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Frankreich: Sparkurs verursacht 200.000 Arbeitslose zusätzlich

Statt bisher geplanten 30 Milliarden Euro muss die französische Regierung ingsgesamt 52 Milliarden Euro einsparen, um sein Sparziel zu erreichen. Sollte Präsident François Hollande diesen Plan tatsächich durchführen, würde dies 200.000 Menschen den Arbeitsplatz kosten.

Francois Hollandes Regierung hatte auf Steuererhöhungen gesetzt, um die Finanzlücke im Staatshaushalt in Höhe von 30 Milliarden Euro zu schließen. Doch nun steht sie vor einer weiteren Herausforderung, für die Steuererhebungen allein nicht ausreichen werden. Um 2013 die vorgegebene Defizitgrenze von 3 Prozent zu erreichen muss er weitere 22 Milliarden Euro ein sparen, so das Französische Wirtschafts-Konjunktur-Institut (OFCE).

Ohne wirklich harte Einsparungen werde es der französischen Regierung nicht gelingen, so das Institut. Da die Wirtschaft in diesem Jahr wohl nur um 0,1 Prozent wachsen und im nächsten Jahr eine Stagnation folgen wird, werden die Steuereinnahmen geringer ausfallen. Damit würde das Defizit im kommenden Jahr bei 3,5 Prozent liegen und damit die Defizitgrenze sprengen.

Sollte die Regierung aber auf das Defizit von 3 Prozent drängen, müsste es die 22 Milliarden Euro zusätzlich einsparen. Das wiederum könnte dem Institut zufolge „die wirtschaftliche Aktivität um 1,2 Prozent schrumpfen lassen und würde fast 200.000 Arbeitsplätze zerstören“ so ein Ökonom des OFCE zur Les Echos.

Kommentare

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  1. Loreley sagt:

    Natürlich kann man auch hier schon wieder erkennen das: Der T-euro Wohlstand und Frieden bringt!

  2. georg sagt:

    200 000 arbeitslose mehr ? wo kommen die zahlen her und wie kommen sie zustande ?
    gruss georg

  3. Alfons sagt:

    Würden diese 200.000 „Arbeitsplätze“ in der Bürokratie wegfallen, so wäre es immerhin ein Anfang und würde etwas von dem sozialistischen Mehltau, der über Frankreich liegt wegnehmen.
    Aber der Sozialismus französischer Prägung geht natürlich genau den umgekehrten Weg:
    die Verbeamtung des gesamten Volkes soll die Arbeitslosigkeit eliminieren und den Zustand der sozialistischen Glückseligkeit herbeiführen.

    • DK_Jule sagt:

      ich befürchte eher, das fällt in Bereichen wie Krankenhäusern und Schulen mit an, ggf. bei Baumaßnahmen, da Staaten weniger in Infrastruktur investieren können – folglich gehen im Bausektor dann Stellen verloren.

      die EU soll 4,5 Billionen für die Finanzkrise und Bankenrettung ausgegeben haben, 1/3 des EU Budgets. Damit wurden die Banken gerettet, die uns gerade munter weiterhin finanziell strangulieren. Kein Land wird unter diesen Voraussetzungen sich jemals wieder entschulden können.

      ist das nicht herrlich wenn Stamokap und Finanzmafia regieren?