Einkaufsmanager-Index: Konjunktur in Europa stürzt ab

Der Einkaufsmanager-Index in der Eurozone steht nun so tief wie seit über drei Jahren nicht mehr. Im vierten Quartal sinkt der Index noch weiter, dabei fällt er so schnell wie zuletzt im Juni 2009. Eine Erholung für Europas Wirtschaft ist nicht in Sicht.

 

Es gibt weiterhin keine Erholung für die europäische Wirtschaft. Diese Annahme zeichnet sich im vorläufigen Flash Einkaufsmanager-Index Bericht der Eurozone ab. Insbesondere die Fertigprodukte sanken den dritten Monat in Folge. Durch die schwache Nachfrage werden weniger Güter produziert. Der freie Fall der Geschäftsaktivitäten und der Aufträge im Dienstleistungssektor konnte indes leicht gebremst werden, berichtet das Forschungsinstitut Markit.

Die Börsen reagierten mit roten Zahlen auf den neuen Bericht, nach Angaben des Business Insider. Für Deutschland fiel die Zahl der Fertigprodukte nur gering, jedoch gilt dies nicht für den Rest Europas. Der negative Trend setzt sich fort, die Rückgangsrate des Einkaufsmanagerindex ist unverändert hoch.

Grund für den Rückgang sind die Sparmaßnahmen innerhalb der Unternehmen. Aufgrund der schwachen Nachfrage sehen sich europäische Firmen dazu gezwungen, Gehälter zu kürzen und Beschäftigte zu entlassen, berichtet Markit.

In Die Beschäftigungsentwicklung in Deutschland liegt zwar noch über dem EU-Durchschnitt, aber die wirtschaftliche Entwicklung Deutschland nähert sich der Situation in Europa an. Dies wird von dem IFO-Geschäftsklima-Index reflektiert. Die Tendenz ist weiterhin negativ, der Index hat den tiefsten Stand seit zwei Jahren.

Kommentare

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  1. malocher: sagt:

    Eine einmalige Gelegenheit 17 Länder auf einen Schlag in
    den Bankrott zu führen.

  2. DCWorld sagt:

    Hatte nicht vor kurzem der Herr Schäuible etwas von einem Krisenende geredet? Jedenfalls sei man über den Berg und auf einem guten Weg. Ich glaube mich ansowas erinnern zu könnnen.

    Man braucht kein Prophet zu sein, dass wenn die Schuldenkrise wütet die Verbaucher kein Geld haben und die Unternehmen nichts verkaufen können. Warum man in der Politik immer noch vesucht ein X für ein U vorzumachen ist mit ein Rätsel.

    Die Krise enfaltet sich: http://www.krisenblick.de/

  3. Autofokus sagt:

    Markit :……Grund für den Rückgang sind die Sparmaßnahmen innerhalb der Unternehmen. Aufgrund der schwachen Nachfrage sehen sich europäische Firmen dazu gezwungen, Gehälter zu kürzen und Beschäftigte zu entlassen…….

    Das ist nicht der Grund, das sind die FOLGEN der „Rettungsschirme“ für die seit Jahren andauernde Bailouts, die ausschliesslich der Refinanzierung der Banken zu Lasten der Steuerzahler dienen.
    Es ist auch der Grund, dass nicht einmal mehr Schäuble einen ausgeglichenen Haushalt hinkriegt und das trotz sprudelnden Steuereinnahmen.

    Es dauert nicht mehr lange, bis auch die gesunden Wirtschaften der Eurozone nicht mehr in der Lage sein werden, allein die Schuldzinsen bedienen zu können, an Schuldenabbau schon gar nicht zu denken.

    Alle sind in der Zins-und Zinseszins-Falle gefangen, Schulden werden weiterhin mit Krediten finanziert. Da wundert sich nun wirklich niemand mehr, wenn die Wirtschaften sich nicht erholen können.

    Diese Politik ist so gewollt, um Europa gefügig zu machen, sich dem Nobelpreisträger EUdSSR zu unterwerfen, der sich als Retter Europa’s aufspielt.