Schuldenkrise gefährdet Arbeitsplätze in Deutschland

Die schwache wirtschaftliche Entwicklung infolge der Schuldenkrise zieht auch den Arbeitsmarkt in Mitleidenschaft. Die Bundesagentur für Arbeit meldet den niedrigsten Stand offener Stellen seit Januar 2011. Damit sinken die Beschäftigungschancen für Arbeitslose den siebten Monat in Folge.

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Die Auswirkungen der Schuldenkrise ziehen immer weitere Kreise: Durch die schwache konjunkturelle Entwicklung in Deutschland ist die Zahl der offenen Stellen zum siebten Mal in Folge gesunken. Damit verschlechtern sich auch die Jobaussichten der Arbeitslosen. Nach Information der Bundesagentur für Arbeit wurden im Vergleich zum Vorjahr 17.000 Stellen weniger gemeldet.

Der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Frank-J. Weise, sprach auf einer Pressekonferenz davon, dass „mit Beginn der Herbstbelebung die Zahl der arbeitslosen Menschen im September zurückgegangen“ sei. „Die schwächere wirtschaftliche Entwicklung wirkt sich auf den Arbeitsmarkt aus, allerdings zeigt sich der Arbeitsmarkt insgesamt robust“. Nach Angaben der BA seien insgesamt 2,7 Millionen Menschen Arbeitslos. Die Zahl der ALG I und ALG II Empfänger beläuft sich im Gegensatz dazu allerdings auf über fünf Millionen.

Im Zuge der Arbeitsmarktreform Hartz IV wurden auch die Regeln für die Erfassung der Arbeitslosen reformiert. Seitdem hat Deutschland offiziell sehr niedrige Arbeitslosenzahlen vorzuweisen, obwohl der Bedarf an Lohnersatzleistungen unverändert hoch ausfallen dürfte.  Auch die Meldung, dass die Anzahl der offenen Stellen rückläufig ist, stellt die Robustheit des deutschen Arbeitsmarktes in Frage: Unternehmen bauen zurzeit verstärkt Arbeitsplätze ab, weil die Auftragslage rückläufig und die Aussichten für 2013 negativ sind. Die europaweite Spardoktrin vernichtet Arbeitsplätze und spielt der Schattenwirtschaft in die Hände.

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Kommentare

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  1. Sozialkritiker sagt:

    Die Dinge passieren kaum einfach so. Wenn sich die Schattenwirtschaft derart ausdehnt hat die Politik bereits die Loesung parat: Abschaffung des Bargeldes und Einstieg in digitale Euros. Das kann man angesichts der aktuellen Lage besser verkaufen als in guten Zeiten.

    Ausserdem steht uns der Winter erst bevor, das bedeutet zusaetzliche Arbeitslose. Ich hoffe Herr Schaeuble hat noch ein paar Milliarden fuer die eigene Bevoelkerung ueberig, sonst seh ich ihn in die Versenkung rollen…

  2. ratlos sagt:

    Der Autor Heiko Schrang hat den Bilderberger Wahlkampf 2013 näher beleuchtet: http://www.macht-steuert-wissen.de/artikel/147/bilderberger-steinbrueck-gegen-bilderberger-merkel-die-show-.php Lesens- und nachdenkenswert!

  3. www.makrointelligenz.blogspot.de sagt:

    Bislang war die Eurozone was die Entwicklung der Arbeitslosigkeit noch als einigermaßen vernünftig zu bewerten, zumindest wenn man offiziellen Statistiken glauben darf. Die Tendenz ist allerdings stark negativ, daher wird sich in den kommenden Jahren zeigen, ob das Europrojekt als ganzes eine gute Idee war. Gelingt es nicht eine Neuordnung der Wirtschaften in eine nachhaltige Richtung ohne großen Leistungsbilanzunterschiede zu erreichen, ohne dabei eine explodierende Arbeitslosigkeit zu erzeugen, so muss man den Euro wohl als einen historischen Fehler konstatieren.
    Näheres dazu hier: http://makrointelligenz.blogspot.de/2012/10/war-die-einfuhrung-des-euro-ein-fehler.html

  4. marcus regenberg, Krefeld sagt:

    wahlalternative2013.de
    wahlalternative2013.de
    wahlalternative2013.de

  5. marcus regenberg, Krefeld sagt:

    Noch ein Hilfsprogramm für Griechenland? Noch mehr Milliarden für Spanien?
    Haben wir nicht genug geholfen?
    _______________________________

    *Endlich gründet sich eine ernstzunehmende Initiative gegen den
    Euro-Rettungswahn:* Die Wahlalternative
    2013 !

    Alle wichtigen Gegner der Euro-Rettungspolitik machen mit, z. B.

    – die Kläger vor dem Bundesverfassungsgericht: Joachim Starbatty, Dieter
    Spethmann, Karl-Albrecht Schachtschneider, Hans-Olaf Henkel

    – viele angesehene Wirtschaftsprofessoren, darunter Ulrich Blum, Charles
    Blankart, Bernd Lucke, Stefan Homburg, Gernot Gutmann, Jörn Kruse, Peter
    Oberender …

    – Journalisten, Ärzte, Mittelständler, frühere Politiker und schon über
    5000 weitere Bürger!

    Diese Gruppe muss jetzt schnell wachsen, damit die Politik in Bewegung
    kommt! *Tragen auch Sie sich als Unterstützer/in der Wahlalternative
    2013
    ein!*

    Das kostet nichts, das verpflichtet zu nichts. Aber Sie sagen laut und
    deutlich:

    *Schluss mit den Milliardenzahlungen! Schluss mit dem Gelddrucken
    durch die
    EZB! Keine Inflation und keine Haftung für fremde Schulden! Keine
    Euro-Rettung um jeden Preis!**

    Beste Grüße, marreg

  6. Agatha Christie sagt:

    ha ha ……Plan erfüllt !