Biosprit in der Luftfahrt noch unrentabel

Biokraftstoffe sind in ihrer Produktion derzeit noch zu teuer, als dass sie im täglichen Luftverkehr kurzfristig Verwendung finden könnten.

Biosprit wird auch in den kommenden Jahrzehnten eine untergeordnete Rolle in der Luftfahrt spielen, schließt das Imperial College London in einer gemeinsamen Studie mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltschutz (UFZ)und dem Deutschen Biomasseforschungszentrums (DBFZ) im Auftrag der Internationalen Energieagentur IEA. Größter Haken sind die Produktionskosten. „In naher Zukunft rechnen wir nicht mit einem Durchbruch beim Einsatz in der Luftfahrt“, erläutert Prof. Daniela Thrän vom UFZ und DBFZ .“ Dazu sind die klassischen Treibstoffe zu billig beziehungsweise die Biokraftstoffe noch zu teuer, als dass die Umrüstung für die Airlines wirtschaftlich infrage kommen würde”. Noch kosten Biokraftstoffe doppelt so viel wie fossiles Kerosin. Mit dieser Prämisse hätten die Biokraftstoffe im Jahr 2050 einen Anteil von 10 Prozent.

Die Internationalen Flug-Transport-Vereinigung (IATA) geht davon aus, dass der internationale Luftverkehr auch in den kommenden Jahren weiter wachsen wird, Schätzungen zufolge jährlich 5 Prozent. Ab dem Jahr 2020 hat sich die internationale Luftfahrt zum CO2-neutralen Wachstum verpflichtet. Ab dem Jahr 2050 sollen die Emissionen halbiert werden. Hoffnungen bietet die Forschung nach Biokraftstoffen, die auf hydrierten Ölen und Fetten basieren sowie Fischer-Tropsch-Treibstoffe. Ebenfalls aussichtsreich sind Kurzumtriebsplantagen, schnellwachsende Rohstoffe, bei denen die Biokraftstoffe auf Holzresten und Leindotter, langfristig auch Algen, basieren.

 

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