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Merkel kündigt Erleichterungen für Griechenland an

In der Kontroverse um einen weiteren Haircut für Griechenland hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel überraschend für mehr Flexibilität ausgesprochen. Falls das griechische Wirtschaftswachstum schwächer ausfällt als erwartet, müsse man „auf die neuen Gegebenheiten angemessen reagieren.“

Die Forderungen der europäischen Gemeinschaft zur Umsetzung der Reformen müssten weiterhin bestehen bleiben, so die Kanzlerin, „aber wenn das Wirtschaftswachstum dann geringer ist als gedacht, obwohl die Reformmaßnahmen umgesetzt werden, dann muss man auf die geänderten Gegebenheiten reagieren können“. Diese Aussage kommt im Hinblick auf die Forderung des IWF, einen weiteren Schuldenschnitt in Griechenland durchzuführen, durchaus überraschend.

Merkel äußerte sich zudem in einem Bericht von Reuters über ihre Vision eines starken Europas, in dem die Europäische Kommission zunehmend die Aufgaben einer Regierung übernehmen müsse. Der EU-Rat solle sich zu einer zweiten Kammer neben der Kommission entwickeln. Die Länder müssten bereit sein, mehr Souveränität abzugeben, beispielsweise bei der Einhaltung der Maastricht-Kriterien: „Es wird eine europäische Kompetenz geben müssen zu der Frage: Was passiert, wenn sich ein Land wieder nicht an den Stabilitätspakt hält?” Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble hatte zuvor bereits die Ermächtigung des EU-Währungskommissars gefordert, der die Möglichkeit haben solle, nationale Haushalte abzulehnen.

 

Kommentare

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  1. Sorbas sagt:

    Wen wunderts? Sie plappert n ur nach was ackermann vor 3 tagen grsagt hat…die politiker sind ja nur marionetten, die es dem volke vekuenden duerfren…oder hat da jemand was anderes erwartet?

  2. otto936 sagt:

    Sie springt wieder auf den laufenden Zug auf. Führung a la Merkel.

  3. BernhardundBianca sagt:

    Siehe auch auf telebörse: Friedhelm Busch zum Schuldenschnitt „Griechen werden Hartz-IV-Empfänger von Europa und können sich entspannt zurücklehnen.“. So wie Herr Busch es beschrieben hat, wird es auch kommen. Frau Merkel bzw. unsere Volksvertreter werden bald (nach der US Wahl) einen weiteren Schuldenschnitt zustimmen. Das wird nach deren Worten dann „alternativlos“ (wie so oft anderes auch) sein. Der Schnitt wird sehr zügig sein, damit das deutsche Wählervolk bis zum Herbst 2013 wieder alles vergessen hat und brav zur Wahlurne geht.
    Griechenland wird noch Jahrzehnte am „finanziellen Tropf“ von Resteuropa hängen – niemand hat Lust dort zu investieren, denn das ist alles viel zu unsicher (Griechenland kommt in der Investitionsattraktivität gleich nach Syrien…).

  4. Unrechts-Populist Nr.1 sagt:

    ich bin auch veblüfft, das gibt´s doch nicht, die Volkskammerzofe hat mich nun echt
    aber sowas von überrascht.
    Wo doch jedem Nicht-Glatzkopf klar ist , daß es einen Haircut nur einmal im Leben gibt.
    Aber der Aufseher Kauder wird´s den Volkskammertölpeln schon reinsingen.

  5. Friedensbomber sagt:

    Ja, noch lächelt sie. Fragt sich nur, wie lange die hartnäckigsten Betonwähler ihr noch die Stange halten werden. Viele werden verständlicherweise ihre Stimme gar nicht mehr abgeben, da sie keinerlei Vertrauen mehr zu dem Berufsstand Politiker haben. Wahlalternative/Freie Wähler, Piraten, Linke, BüSo, PdV etc. stehen schon in den Startlöchern. Ich bin mal gespannt, ob diese lachhaften Mainstream-Medien es noch einmal schaffen, den Michel von den vier Dumpf-Parteien zu überzeugen, oder werden die Wahlen getürkt. In der BRD 2012 unter Merkel, ist nun alles vorstellbar. Diese Frau hat mit demokratischen Strukturen, nichts ansatzweise im Sinne. Sie ist von klein auf, auf Machterhalt und Opportunismus gezüchtet worden. Ihr Ziel ist eine europäische, zentralisierte DDR, der Hochfinanz!

  6. bendix sagt:

    Ein Wirtschaftswachstum in GR ist vergleichbar mit der Ernte von Orangen auf dem Mars. Eine Wirtschaft ist im Sprachgebrauch eine Kneipe. In einer griechischen Kneipe wurde generell ohne Beleg kassiert und der Wirt hatte ein Wachstum an Hand seiner Ersparnisse zu verzeichnen. OK, selbst wenn es einen Beleg gab dann verschwand er halt. Da der Wirt nun seid geraumer Zeit mal von einem Finanzamt oder so was ähnlichen Besuch oder Post hatte und jetzt der Arsch auf Grundeis geht, meldet er schlechte Zahlen an irgend eine beschissene Wirtschaftsumfrage. Die meldet es an Brüssel und fertig ist die Rezession. Und unsere Reagierungschefin hat sofort einen neuen Plan, sie ist nämlich nicht dumm. Nicht dumm bedeutet nicht, dass man nicht saudumm sein kann.