Arbeitslosigkeit in der Eurozone auf Rekordhöhe

Im September hat die Arbeitslosigkeit in der Eurozone mit 11,6 Prozent und in der Europäischen Union mit 10,6 Prozent Rekordhöhen erreicht. Allein in Spanien ist die Arbeitslosenrate um fast drei Prozent innerhalb nur eines Monats gestiegen. Hier und in Griechenland bleibt vor allem auch die Jugendarbeitslosigkeit ein Problem.

Im September hat die Arbeitslosigkeit in der Eurozone mit 11,6 Prozent und in der Europäischen Union mit 10,6 Prozent Rekordhöhen erreicht. Allein in Spanien ist die Arbeitslosenrate um fast drei Prozent innerhalb nur eines Monats gestiegen. Hier und in Griechenland bleibt vor allem auch die Jugendarbeitslosigkeit ein Problem.

Die Arbeitslosigkeit in den 17 Ländern der Eurozone hat im September mit 11,6 Prozent ein Allzeithoch erreicht, berichtet Eurostat. In der Eurozone liegt die Zahl der Arbeitslosen nun bei 18,49 Millionen. Das sind 146.000 mehr als noch im August, als die Quote bei 11,5 Prozent lag. Aber auch in der EU insgesamt ist die Arbeitslosenquote sehr hoch. In den 27 Ländern der Europäischen Union beträgt sie 10,6 Prozent, was 25,751 Millionen Menschen entspricht, 169.000 mehr als im August.

Die höchsten Arbeitslosenzahlen finden sich weiter in Spanien (von 22,4% auf 25,8%), Portugal (von 13,1% auf 15,7%) und Griechenland. Allerdings gibt Eurostat für Griechenland lediglich die Zahlen vom Juli an (25,1 %). Die Zahlen für September seien nicht verfügbar – warum, wurde nicht angegeben. Die niedrigsten Arbeitslosenzahlen verzeichneten Österreich (4,4 %), Luxemburg (5,2 %), die Niederlande  (5,4%) und Deutschland (5,4 %). Wobei in Deutschland die tatsächliche Arbeitslosigkeit nach Berechnungen der Deutschen Wirtschafts Nachrichten bei 11,9 Prozent liegt.

Ebenfalls besorgniserregend ist die Jugendarbeitslosigkeit. Diese lag im September in der Eurozone bei 23,3 Prozent und in der gesamten Europäischen Union bei 22,8 Prozent. Im September 2011 hatten die Quoten 21,0 % bzw. 21,7 % betragen. Die höchsten Quoten meldeten auch hier Griechenland (55,6 %, Juli 2012) und Spanien (54,2 %).

„Die Arbeitslosenzahlen der Eurozone für September sind sowohl enttäuschend als auch Grund zur Sorge“, sagte Howard Archer von IHS Global Insight dem Guardian. Sie zeigen, „dass der Arbeitsmarkt in der Eurozone unter dem gravierendem Druck schwächelnder wirtschaftlicher Aktivität und geringem Konjunkturoptimismus steht”.

Kommentare

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  1. hugin sagt:

    ARBEIRTSLOSIGKEIT – UNZUFRIEDENHEIT – MASSENUNRUHEN – BÜRGERKRIEG
    So wird die Kausalkette aussehen, dann möchte ich nicht Politiker sein!

  2. Gregor Schock sagt:

    Verehrte Leser.
    Da die spanische Regierung lernfähig ist, haben sie mit Sicherheit ihre Arbeitslosenzahlen genauso manipuliert wie Deutschland.

    Die realen Zahlen müssen deshalb katastrophal sein. Es fehlt nicht viel und das ganze Land ist arbeitslos.

    Da absolut keine Lösung dieses Problems in Sicht ist, ist es kaum unrealistisch wenn man dort mit einer Revolution rechnet. Besonders dann wenn eine Stützung durch andere EU-Staaten ausbliebe. Denn bereits jetzt wird der spanische Staat kaum noch in der Lage sein die Sozialleistungen aus eigenen Mitteln aufzubringen.

    MfG. Gregor Schock Hamburg…http://www.polithammer.de

    PS. Und die Banken zocken lustig weiter.

    • marko sagt:

      ja, und die banken zocken lustig weiter-weil jetzt ist eine gute zeit für
      credit default swaps.
      ein paradies für investmentbanken,gegen ganze länder und währungen wetten statt gegen ein paar überschuldete amerikanische hausbesitzer.
      derivate werden voraussichtlich von einer finanztraktionssteuer ausgenommen-so diese kommen sollte.
      falls etwas schiefgeht gibts halt noch ein banken refinanzierungspaket.
      bin immer wieder überrascht wenn wieder ein jahr rum ist ohne den grossen
      knall zu spüren( zumindest in österreich und deutschland)

  3. Chris sagt:

    Seit der Einführung des Euros befassen sich mehr Menschen als vorher mit dem Thema Geldpolitik. Vor kurzem wurde von der EZB 1 Billionen Euro aus dem Hut gezaubert. Genau daran darf man den Wert einer jeden Währung messen, vielleicht Geld ohne nichts dafür zu tun, reproduziert werden kann.
    Dieses erschaffene Geld wird wegen der Wirtschaftskrise für 0% an Banken verliehen, diese verleihen es wiederum für 4 – 8% an Bürgern und Firmen. Im Klartext erschaffen wir Bürger Geld damit die Banken uns abzocken dürfen. Die Geldhoheit muss zurück an den Staat und weg von den Banken.

  4. fan sagt:

    Sehr geehrte DMN,

    über die Kommentar-Löscherei bzw. -Unterdrückung bin ich langsam mehr als irritiert.

    Können Sie Ironie, etwas Sarkasmus und Wahrheit nicht vertragen..?

    Wollen auch Sie dieser Frau alles durchgehen lassen..?

    Ist bei Ihnen eine gewissen PRO-Wende bereits angezeigt..?

    MfG., Fan

    • redakteur sagt:

      Sarkasmus wird nicht automatisch von jedem verstanden und nur weil etwas sarkastischgemeint ist, können wir Bemerkungen, die zu Gewalt etc. aufrufen oder jemanden beleidigen bzw. rassistisch sind, nicht einfach stehen lassen. Bitte haben Sie dafür Verständnis.

      Die Redaktion

      • fan sagt:

        Ich habe nicht beleidigt, nicht zu Rassismus und Gewalt aufgerufen.

        Wenn die Bezeichnungen „EU-Verbrecher“, „Lügner“, „Betrüger“ usw. stehen gelassen werden, so sind das Beleidigungen, die jedoch nur allzu berechtigt treffend sind, oder..?

        Und was Frau Merkel Herrn Farade gegenüber geäußert hat, ist so Menschen-verachtend und „1000-mal“ schlimmer als jede hier bisher geschriebene Beleidigung.

        Da müssten wir uns doch eigentlich gut verstehen, nicht wahr..?

  5. wooddragon sagt:

    Alles egal, der Eurotraum von Merkel & Co soll weitergehen. Eine Währung ist ein Maßanzug für das jeweilige Land. Einen Standardanzug für alle zu machen, und zu sagen, dass da jetzt jeder reinpassen muss ist grotesk. Und die Auswirkungen werden täglich deutlicher.

  6. fan sagt:

    Frau Merkel hatte im letzten Jahr dem britischen Abgeordneten Nigel Farade gegenüber geäußert, dass ihr z.B. 60 % Jugend-Arbeitslosigkeit vollkommen egal sind und ebenso egal, wenn 25 % der Unternehmen ihre Existenz aufgeben müssen – und noch schlimmere weitere Ansichten hatte sie ihm zu erkennen gegeben..!

    Da so viele dieser Frau hinterher laufen und die Medien schweigen oder sich nicht erinnern wollen, scheint das doch alles kein Problem zu sein, oder..?

  7. markuss sagt:

    an die redaktion
    arbeitslosigkeit liegt in europa mehr als 50 Millionen
    wieso lügen diese EU verbr.. das blaue vom himmel
    Deutschland
    3 millionen
    +++
    7 millionen Hartz4
    was sind das
    arbeitslose
    weiter
    inder ganzen Eurozone die nichts bekommen wie im Ostbock
    neue Eu länder
    bitte schrieben
    es reicht
    diese verlogenen dreckpolitker
    sich bereichern auf kosten des volkes
    suafen fressen reisen hotels dienstwagen
    renten erhõhung wie wulf 200.000 jetzt 220.000 euro
    DM Diestahl
    ESM betrug
    lügen betrügen
    Nürnberg 2 muss her
    weg mit der EU Diktatur

  8. Tom Wim sagt:

    Und dabei sind schon diese Zahlen massiv gefälscht.

    Beispiel Deutschland:
    Offiziell nicht als arbeitssuchend (=arbeitslos) ist, wer in einer „arbeitsmarktpolitischen Maßnahme“ steckt.
    Also alle die gerade Bewerbungstraining etc. machen sind nicht arbeitslos.

    oder:

    58-jährige die mehr als 12 Monate keinen Job angeboten bekommen haben sind auch nicht arbeitslos.

    Religion ist Opium fürs Volk und wir glauben doch jeden Schmarrn, wenn er nur von einem „Experten“ vorgetragen und der Bildzeitung abgedruckt wird.

  9. Tacheles sagt:

    Bevor Spanien den Euro bekam, der die dortige Immobilienblase möglich machte, lag die Arbeitslosigkeit dort auch schon bei um die 20 %.

    • fan sagt:

      @ Tacheles,

      das war eine „natürliche“ Arbeitslosigkeit und keine €uro-Politik-bedingte und gewollte Arbeitslosigkeit..!

      Das ist nun mal der große Unterschied..!

      • Tacheles sagt:

        Was bedeutet „gewollte Arbeitslosigkeit“? Niemand will das irgendwer arbeitslos ist!

        • fan sagt:

          @ Tacheles,

          haben Sie immer noch nicht mitbekommen, was Frau Merkel im letzten Jahr dem britischen Abgeordneten Nigel Farade gegenüber geäußert hatte – dass ihr 60 % Jugend-Arbeitslosigkeit vollkommen egal sind..?

          Wo informieren Sie sich eigentlich bzw. was lesen Sie und wo..?

        • georg sagt:

          mit einem grundsockel an arbeitslosikeit kann ich prima druck ausüben, je höher der grundsockel je größer die druckmöglichkeiten..tacheles geredet

  10. www.makrointelligenz.blogspot.de sagt:

    Die Auswirkungen der Austeritätspolitik werden immer dramatischer. Mittlerweile muss die Frage gestellt und erörtert werden, ob die Einführung des Euro damals ein schwerer historischer Fehler war. Die Nachteile einer Einheitswährung, das war vorher bekannt, sind die Schwächen bei der Anpassung auf regionale Schocks, damit zusammenhängend die undifferenzierte Geldpolitik. Die Eurozone startete scheinbar positive, nur wie sich jetzt herrausstellt, war diese vermeintlich positive Entwicklung zu einem großen Teil durch nicht nachhaltige Investitionen und Strukturen getrieben. Nun steht die Arbeitslosigkeit auf einem Rekordhoch, Staaten stehen vor der Pleite und die Wirtschaft in der Eurozone schrumpft weiter.
    Warum das Fazit über die Eurozone besser ist als nach diesen Hiobsbotschaften zu erwarten wäre können sie hier sehen:
    http://makrointelligenz.blogspot.de/2012/10/war-die-einfuhrung-des-euro-ein-fehler.html