Künstliche Intelligenz: Roboter imitiert Menschen

In Zukunft könnten Roboter unterschiedlichste Bewegungs- oder Produktionsabläufe direkt von menschlichen Vorbildern übernehmen. Ein Einsatz dieser Technologie könnte Kosten sparen und bei Fertigungsprozessen zum Tragen kommen.

Wissenschaftler der TU Darmstadt und des Max-Planck-Instituts haben einen Roboter entwickelt, der Bewegungsabläufe direkt vom Menschen übernehmen und durch dauerhafte Ausführung selbstständig perfektionieren kann. Bisher konnte der Roboter sein Potential zwar nur beim Tischtennis unter Beweis stellen, doch betont der leitende Entwickler Jan Peters das Potential seiner Entwicklung: „Zunächst imitiert er eine komplizierte Bewegung und übt diese so lange, bis er sie wirklich beherrscht.“ Damit werden Roboter dem Menschen zunehmend ähnlicher.

Die Bewegungsentwicklung verbessert sich dabei von Versuch zu Versuch. „Dabei erhält der Roboter nach jeder Bewegung eine Rückmeldung zu seinem Erfolg und kann seine Reaktion entsprechend anpassen, bis er sich stets zur richtigen Zeit für die richtige Bewegung entscheidet”, so Peters über seine Entwicklung. Was der Roboterarm einmal gelernt hat, das vergisst er nie wieder und macht auch keine Fehler.

Nicht nur, dass dadurch die für die Programmierung herkömmlicher Automaten nötige Zeit und Kosten eingespart werden können. Peters Roboter könnte auch bei Fertigungsprozessen zum Einsatz kommen, für die Roboter bisher als zu unflexibel oder zu teuer galten. So zum Beispiel bei Fertigungsreihen mit geringer Stückzahl. Beim Tischtennis spielenden Roboter lag die Erfolgsquote der returnierten Bälle nach kürzester Zeit bei über 90 Prozent. „Eine entsprechende Programmierung des Roboterarms würde wohl Jahre dauern und immer noch deutlich schlechtere Ergebnisse erzielen“, betont Peters.

Kommentare

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  1. Dankmar sagt:

    Die Roboter müssen erstmals konstruiert, geferdigt, eingerichtet und mit elektronischen Steuerelementen ausgerüstet werden. Dadurch sind Ingenieure, Techniker und Facharbeiter erforderlich. Alte Berufe sterben aus und neue entstehen.
    Deshalb müssen wir immer wieder neu lernen und weiterbilden. Denn ohne Fleiss kein Preis. Ist doch logisch oder?

  2. QuoVadis sagt:

    „Künstliche Intelligenz: Roboter imitiert Menschen“

    Anders herum können Menschen auch wie Roboter funktionieren. Dazu wird ihnen lediglich das gewünschte Programm einprogrammiert (s. unsere Politdarsteller). Das genaue Abspulen des Programms ist nicht vom Intelligenzgrad abhängig, sehr häufig funktioniert es sogar absolut intelligenzfrei.

  3. Werner sagt:

    Alter Hut : Haben die Japaner bereits seit über 10 Jahren .
    Und wer kennt hier in Deutschland z.B. Asimo oder Watson ? Fehlanzeige .

    mfg. Werner

    • buerger sagt:

      Genau so ist es! Da wollen welche an Fördermittel ran, die sie sonst an der in der Fördermittelindustrie herrschenden Mafia vorbei nicht bekommen. Wenn seit Jahren die Fördermittel vor den Antragsdeadlines schon vergeben sind, wird man kreativ, wenn man leer ausgeht! Was liegt näher, als mit alten Hüten Effekthascherei zu betreiben!

  4. Gautier Irgendwo sagt:

    Die Wissenschafter können sich, mit dem Ziel die Natur zu kopieren, noch so bemühen sie werden es in der selben Vollkommenheit nie erreichen.

  5. nicht von Bedeutung sagt:

    Ganz schön dick aufgetragen – „Künstliche Intelligenz“…
    Tss, da analysiert ein Computer Bewegungsabläufe und imitiert diese dann, was hat das bitte mit „Intelligenz“ zu tun?
    „Inter lines“ = zwischen den Zeilen, jemand der intelligent ist, ist also fähis zwischen den Zeilen zu lesen…

    • nicht von Bedeutung sagt:

      Hoppla, und ich sollte wohl besser auf Rechtschreibung achten…

    • Werner sagt:

      Das Gebiet heisst aber schon seit 20 oder 30 Jahren so . Das Endziel ist noch nicht ereicht , aber man ist auf dem Wege dahin .
      Ich hoffe du hast bemerkt dass das ein amerikanischer Begriff ist . Und die europäische Kompetenz auf diesem Gebiet ist etwa die gleiche wie die Schwarz-Afrikas !!

      mfg. Werner

  6. Thomas Klesenius sagt:

    „Was der Roboterarm einmal gelernt hat, das vergisst er nie wieder und macht auch keine Fehler.“
    „Peters Roboter könnte auch bei Fertigungsprozessen zum Einsatz kommen, für die Roboter bisher als zu unflexibel oder zu teuer galten.“

    „In Spanien hat sich die Zahl der Arbeitslosen allein in den vergangenen 12 Monaten um 10,8 Prozent erhöht.“

    „In Folge der anhaltenden Rezession ist die Zahl der spanischen Arbeitslosen im Vergleich zum September um 2,7 Prozent gestiegen. Damit sind nun 4,8 Millionen Spanier ohne Arbeit.“

    Ich sehe die Entwicklung deutlich vor mir: In den Industrien fahren Roboterheere Geisterschichten. Vor dem Tor stehen aus dem Prekariat angeworbene Werksschützer, die die Maschinenstürmer abwehren sollen. Die Kosten für den Werkschutz und für die politische Protektion steigen stetig an. Es wird deshalb überlegt, auf Kosten des Steuerzahlers den Werkschutz durch die Bundeswehr zu verstärken. Dazu wird die Bewaffnung des Werkschutzes paramilitärisch verstärkt und der gezielte Todesschuß auch für Maschinenstürmer durch das Bundesverfassungsgericht legitimiert. Was für eine schöne neue Welt!

    • Nebenerwerbskanzler sagt:

      wie soll denn das BVG etwas legitimieren können, nach dem ja nun nicht mal ein
      mehrfacher, dauerhafter Bruch des GG und etlicher EU-Verträge dieses Politik-Derivat juckt.Die sind doch staatsrechtlich bereits im Abseits.
      Außerdem kann man nur was legitimieren was per se auf legalen Füßen steht.
      Aber die Ämter der BVG-Ernenner selbst basieren ja auf ungültigen Wahlgesetzen und folglich sind deren gesetzliche etc. Absonderungen rechtlich ohnehin fragwürdig.
      Aber um zum „Todesschuß“ zu kommen:
      Laut Prof. Schachtschneider wurde durch den Lissabonn Vertrag die Todesstrafe ohnehin wieder eingeführt. Wenn dem tatsächlich so ist, dann müssen zu gegebener Zeit die Roten Roben ausnahmsweise einfach nur mal auf die Einhaltung von Verträgen bestehen oder feststellen, daß sie eingehalten werrden.
      Das wäre doch mal ein neuer Glanzpunkt der europathischen Rechtsordnung.

  7. wkolberg sagt:

    Naja, wenn er Menschen imitiert, kann es so intelligent nicht sein. 😉