Spanische Regierung plant Steuersenkungen

Der spanische Regierungschef Mariano Rajoy will bereits ab 2014 auf Gehaltskürzungen bei den Staatsbediensteten verzichten und die Steuern im Land senken. Einen Widerspruch zu den Staatsfinanzen Spaniens sieht er dabei nicht – notfalls könne man ja noch Finanzhilfen in Anspruch nehmen.

Zur Sanierung des Staatshaushalts wurden in Spanien die Steuern erhöht, doch der gute Wille hält nicht lang an. Spaniens Regierungschef Mariano Rajoy will die Steuern wieder senken. Er hoffe, dass dies bereits im Jahr 2014 möglich sei, sagte Rajoy dem Radiosender Cadena Cope. Dass diese Ankündigung die internationalen Gläubiger hinsichtlich des 100 Milliarden Euro schweren Bankenbailouts nicht gutheißen könnten, scheint keine Rolle zu spielen. Der spanische Regierungschef ist hinsichtlich weiterer ausländischer Finanzhilfen zuversichtlich. Wenn dies nötig sein wird, werde Spanien internationale Finanzhilfen in Anspruch nehmen, zitiert ihn AFP. Allerdings müsste Spanien in diesem Fall Auflagen erfüllen und weitere Reformen umsetzen – eine Strategie, der der Wunsch der Steuersenkung klar entgegen läuft.

Spanien steckt tief in der Rezession. Die Arbeitslosenzahl ist auf eine absolute Rekordhöhe gestiegen. Die Staatsschulden liegen 2012 bei über 90 Prozent des BIP, so der IWF. Mariano Rajoy reagiert mit den in Aussicht gestellten Steuersenkungen auf die wütende Bevölkerung, die zusammen mit Menschen in anderen europäischen Ländern für den 14. November zu einem Generalstreik aufgerufen wurde.

Kommentare

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  1. Maria del Mar sagt:

    Spanien braucht den dummen Michel nicht und den Schrott Euro schon gar nicht. Unqualifizierte Ratschläge von ex Kommunisten schon gar nicht! Die Lebensqualität in DDR 2 fällt rapide, in Spanien nicht, nur in der Aktuellen Kamera. Der Spanier braucht keine neue Diktatur von Stasi-Berlin und wendet sich vom System immer weiter ab.

  2. Motzer sagt:

    Und die EU würde diese Steuersenkung sicher auch finanzieren. Wäre ja nur Geld der Deutschen, das hier verbrannt wird. Diese Denke beweist wieder, wie niedrig die Schwellen für Rettungsaktivitäten liegen und wie hoch der Missbrauch dabei ist! Leider alles zu unseren Lasten!

  3. Matthes sagt:

    Der Sinn der EU-Gemeinschaft war einmal auf anderes ausgerichtet. Inzwischen wir die EU von einigen Staaten nur noch als Beschaffer billigen Geldes angesehen. Entweder diese Staaten sind falsch in der EU oder die jetzt ausgebeuteten Staaten sind noch in der falschen Gemeinschaft. Die EU hat ihre Ziele verfehlt und man sollte neu aufsetzen. Und erst die neuen Ziele definieren und die Völker dazu auch fragen!

  4. Carmen Fischer sagt:

    Nun sollten wir mal auf die Straße gehen um unsere Steuergelder zu schützen, die in ausländische Banken versenkt werden.
    Auf die Straße fertig los !

  5. Etienne Charbonier sagt:

    MwSt senken!

    Wer die CH-VWL analysiert findet, dass die Einführung der MwSt mit mathematischer Genauigkeit das Wachstum abwürgt hat, … man sieht sogar den Einschwing-Vorgang !

    Also, an alle Länder mit Wachstums-Problemen:
    Sofort die UNSOZIALE MwSt senken!, denn diese Massnahme wird genauso direkt umgesetzt wie die oben erwähnte Erhöhung, weil die grosse Masse das Geld sowieso gleich wieder ausgeben muss und damit die Geschwindigkeit der Geldkette und das BIP steigert.

    Dass die Idee von Angela Merkel mit der MwSt-Erhöhung das BIP schrumpft, sollte jetzt hoffentlich jeder eingesehen & begriffen haben!

    NB: Die Progression in der EkSt soll doch die zu Effektiven zunehmend ausbrensen, um sozialen Frieden zu wahren, und diese nicht noch mehr fördern! – Mit „dem kleinen 1×1 vom Peer Steinbrück“ ist das halt nicht zu verstehen !

  6. Matthes sagt:

    Ist doch klar. Spanien verteilt Steuergeschenke und Deutschland zahlt. Dabei zahnren wir schon bei den Steuergeschenken unserer Regierung!

  7. wütender wutbürger sagt:

    Mir kommts wie vor wie ein Experiment, erst Griechenland das Sparextrem der normalen nichtschuldigen Menschen inkl. Steuererhöhungen und in Spanien wird nun wahrscheinlich das Gegenteil erprobt…
    Das Schlimme ist nur, dass es die unschuldigen Menschen betrifft, die von jeglichen Rettungsgeldern nie einen Cent gesehen haben und sehen werden und vorsätzlich auf unwürdigste Weise ausgehungert werden.
    Tja mal schaun, was als nächstes Experiment noch kommen wird und wieviel Menschleben dafür hinhalten müssen, wenn es wenigstens was Gutes hätte…
    Steuersenkungen hören sich erstmal gut an… aber Spanien hat über 25 % Arbeitslose, die haben sowieso kein Geld mehr, also woran sollen die Menschen dort noch Steuern zahlen, wenn sie nichts mehr haben und kaufen können?
    EU und Euro ist der grösste kriminelle Verein des Jahrtausends!

  8. Tacheles sagt:

    Was soll man da noch sagen?

    Danke €DU und €SU für das Esperantogeld, das ihr uns aufgezwängt habt.

  9. Franke sagt:

    Solange die EU so großzügig mit unserem Geld umgeht wird sich keine Regierung zu einschneidenden Massnahmen durchringem. Warum auch? Deutschland zahlt eh alles!

  10. Svenna sagt:

    Ach kein Problem Spanien…..wir Deutschen machen das schon .Wir haben schließlich auch auch zwei Weltkriege angezettelt.Und sind natürlich für Eure finanziellen Probleme verantwortlich.DEUTSCHLAND gleich Zahlemann und Söhne .
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