Deutsche Industrie-Produktion im September rückläufig

Schlechte Nachrichten für die Konjunktur: Die deutsche Industrie produziert weniger. Nun das Bauhauptgewerbe zeigt sich leicht erholt.

Die erbrachte Leistung im produzierenden Gewerbe ging im September gegenüber dem Vormonat um 1,8 Prozent zurück, teilte das Bundeswirtschaftsministerium am Mittwoch mit. Die Leistung hatte schon im August um 0,4 Prozent abgenommen. Ausschlaggebend dafür sei der Rückgang der Industrieproduktion um 2,3 Prozent. Vor allem die Hersteller von Vorleistungs- und Investitionsgütern hätten Produktionsrückgänge gemeldet. Die Erzeugung im Bauhauptgewerbe habe sich hingegen um 2,7 Prozent erhöht, so das Ministerium.

Im Vergleich zum Vorjahr habe die Leistung des produzierenden Gewerbes im Zeitraum August/September um 1,2 Prozent abgenommen. In der Industrie sei der Vorjahresstand dabei sogar um 1,8 Prozent unterschritten worden. Schwindende Auftragseingänge in der Industrie hätten den Rückgang angekündigt. Auch die Industrieproduktion für das letzte Quartal 2012 sei durch die schwache Bestelltätigkeit vorbelastet, so das Wirtschaftsministerium. Die aktuellen Berichte der Europäischen Kommission und des Rates der Wirtschaftsweisen zur Situation der deutschen Wirtschaft sind ebenfalls negativ.

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Kommentare

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  1. Hans-Peter sagt:

    Es gibt keinen Grund zur Sorge.Laut fast allen Parteien (auch der Grünen),Medien und Industrie ist Deutschland bestens aufgestellt.Dank den Hartz-IV-Reformen!Und solange sich unsere Medien auch nur um die Probleme der Anderen „im Süden“ kümmern gibt es bei uns keine Krise.Trotz aller Einbrüche im Export und Binnenmarkt.Die alten Menschen die Ich Nachts in den Mülleimern kramen sehe existieren nicht.Auch nicht die 1,5 Millionen Deutsche die täglich zu den Suppenküchen der Tafel gehen.Genau so wie alle die Millionen von Menschen die zwar arbeiten aber trotzdem nicht genug verdienen um vernünftig zu leben geschweige denn um die Wirtschaft am laufen zu halten.Die sind alle bestens für die Zukunft aufgestellt wenn die Mieten und die Preise für Lebensmittel noch weiter steigen.

    Von all den anderen Millionen die komplett arbeitslos sind,in der Umschulung stecken oder nur von einem Mini-Job leben rede Ich erst gar nicht.Sind ja auch nur 20% unserer arbeitenden Bevölkerung.

    Ach so noch was:

    Laut Spiegel und den anderen neoliberalen Hetzmedien sind Menschen die zwar arbeitslos sind aber im eigenen Haus leben nicht arm!

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/studie-wer-als-arm-gilt-kann-trotzdem-vermoegen-haben-a-828175.html

    Damit sind dann komischerweise die (laut Spiegel,RTL und natürlich BILD-) „Pleite-Griechen“ und Italiener „reich“ oder zumindest sehr viel reicher als wir weil sie fast alle (zu über 90%) in ihren eigenen vier Wänden wohnen und zudem noch massig Land ihr Eigen nennen können.Plus das die auch kaum Privatschulden haben.

    Was denn nun?Wer ist denn jetzt „besser aufgestellt“ für das was kommt?Ich bin durcheinander.

  2. flonic sagt:

    lt. Bundesregierung kann man in einer Wirtschaftskrise auch sparken das die Schwarte kracht ohne die „sprudelnden“ Steuereinnahmen zu gefährden. Am Ende wird sich zeigen ob der gesunde Menschenverstand oder die Bundesregierung recht behalten hat.

    Wie kann die Steuereinnahmenkurfe nach oben zeigen, wenn die Gewinne der Unternehmen auf breiter front nach unten zeigen. Irgend etwas passt da überhaupt nicht zusammen.

    Die Propaganda hämmert auch verdächtig laut: Vollbeschäftigung, Fachkräftemangel, Exportweltmeister, Haushaltsüberschuss, Niedrigzins, Krisenresistent usw.

    Ob das alles so stimmt?

  3. www.makrointelligenz.blogspot.de sagt:

    Ein weiterer Grund, um von einer Sparpolitik im Inland abzusehen. Deutschland kann sich am Kapitalmarkt über 10 Jahre zu negativen Realzinsen finanzieren, wieso sollte man dies nicht nutzen, um einen Einbruch der Nachfrage im Rest des Euroraums abzufangen?
    Ganz abgesehen davon, dass es den Schuldnerstaaten so ermöglicht werden würde ihre Schulden zurückzuzahlen. Wenn Deutschland sich den Sparpolitiken der anderen Länder auch noch anschließt ist, da der sichere Zins von der Zentralbank nicht mehr zu senken ist, damit zu rechnen das diese nach mehr den Krisenstaaten unter die Arme greifen muss. Tut sie dies auch nicht, ist bestenfalls mit einer Stagnation, schlmmstenfalls mit einer Depression, wahrscheinlich mit einer mittelschweren Rezession zu rechnen. Hier wird noch einmal ausführlich dargestellt, warum Sparen in der jetzigen Situation für Deutschland der falsche Weg ist: http://makrointelligenz.blogspot.de/2012/11/warum-deutschland-nicht-sparen-sollte.html

    • Saila sagt:

      Ja, das wäre ein Ansatz. Allerdings hat Deutschland selbst in Phasen von hohen Steuereinnahmen noch nicht einmal gespart! Vielmehr stieg die Verschuldung kontinuierlich.
      Es ist interessant zu verfolgen, dass die Stimmen zum Sparen immer erst dann auftauchen, wenn es um Ausgaben sich handelt, um die Wirtschaft im Gang zu halten. In Zeiten, in welchen gespart werden könnte, tauchen diese Stimmen nicht auf!

      Also was soll das ganze getue um Sparen, wenn es ein Staat oder Regierungen wie Deutschland oder von Deutschland in keinster Weise einsehen wollen! Mitunter ein Grund mehr, die koppelung des Geldes wieder an Werte zu hängen. Den dieses bedruckte Papier ist in keinster Weise das Wert, was darauf gedruckt ist! Im übrigen funktioiert das ganze nur noch, weil die Bürger der Staaten (ob USA oder Europa) noch zur Arbeit gehen. Würde das aufhören, wäre das Geldsystem am Ende. Den durch diese Werteschaffung ist zumindest noch ein Bruchteil des bedruckten Papieres existent.

      Es ist alles ein gespielter Witz – dieses Geldsystem! Verdummung von vorne und hinten als auch von den Seiten. Welche Berechtigung steht z.B. den Banken zu, Risiken in mehreren 100 Mrd. EUR aufzuhäufen ohne eine Gegensicherung?! Richtig – keine. Dennoch wird es zugelassen und warum? Weil keine/r von Politköpfen überhaupt im Ansatz das gesamte Geldsystem versteht und schon gar nicht, wie das Bankgeschäft funktioniert. Hauptsache schlau und z.T. auch dumm daher gelabert!