Spanien: Rajoy will säumigen Schuldnern helfen

Eine Frau hat sich in Baracaldo aus dem Fenster ihrer Wohnung gestürzt, als sie Männer von der Caxia-Bank kommen sah, die die Wohnung zwangsräumen wollten. Nun will Premier Rajoy säumigen Schuldnern helfen.

Der spanische Premier Mariano Rajoy will vorübergehend die Zwangsräumungen bei säumigen Hypothekenschuldnern stoppen. Dies teilte der Premier in Katalonien mit, nachdem der Fall des spektakulären Selbstmords der 53jährigen Amaya Egana Chopitea in Baracaldo bekanntgeworden war.

Die Frau hatte gesehen, wie Mitarbeiter der Caxia Bank und ein Schlosser zu ihrer Wohnung gekommen waren. Sie hätte die Wohnung zwangsräumen müssen, weil sie der Bank 213.000 Euro schuldet. Die Wohnung war zwangsversteigert worden, dabei wurden nach einem Bericht von El Mundo 190.000 erlöst. Die Frau stürzte sich aus dem Fenster und verstarb.

Rajoy sagte, dass die Regierung nun verhindern wolle, dass die Spanier solche „schreckliche und unmenschliche“ Erfahrungen machen müssten. Die Regierung wolle die am meisten verletzbaren Familien verteidigen.

Kommentare

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  1. wolfbier sagt:

    Er wird ein Luftkissen unter seine „Jumping Citizens“ legen!

  2. cathy sagt:

    Die Spanier haben mehr Ehre und Stolz, weil Südländer. Daher meint der Rajoy das auch.

  3. Carmen Fischer sagt:

    Ja, Ja Politikergeschwätz, dessen Wahrheitsgehalt liegt gewöhnlich im Promillebereich.
    Er hat Angst seine Stelle zu verlieren, da muss er die Massen belügen, ähhh beruhigen wollte ich sagen 😉

    • cathy sagt:

      Spanier haben eine andere Mentalität. Hier geht es darum, dass „sogar“ eine Frau diesen Schritt aus Verzweiflung ging. Der Rajoy meint das, was er hier sagt, wirklich.

  4. B. B. sagt:

    Wie denn bitte Herr Rajoy ?
    Sollen dann andere EU- Bürger dafür aufkommen ?

  5. tomorrow sagt:

    Die Angst geht um

    Um Himmels willen! Jetzt wird der Bock zum Gärtner.
    Da kommt einer um die Ecke geschlenzt und verspricht vollmundig Verbesserung um seine groben Verfehlungen abzumildern. Daran kann man genau ablesen, wie die Dummschwätzer ticken. Jeder Arbeitnehmer der Betriebsblind wird, hat seine Entlassung vor Augen. In gewisser Weise kann das eine Erlösung sein. Politiker die rotzfrech Lügen verbreiten und vorsätzlichen Betrug begehen, werden belobigt und zu noch weiteren Schandtaten animiert. Apropos animiert: Es gibt Hinweise darauf, dass gewisse Leute sich ihre Animierdamen von öffentlichen Kassen bezahlen lassen.

    Im Grunde ist Politik ein groß angelegter Betrug, von dem man sich fern halten sollte.
    Das Äußere Umfeld welches man sieht, ist nur die Spitze des Eisberges der Unverschämtheit. Dass bedeutet immer das Maximum für die Parasiten.

    Vielleicht geht es auf der Erde deshalb nicht existentiell weiter?
    Das Loslassen von diesem üblen Quatsch, beginnt im eigenen Kopf.

    Dazu gehört die Freiheit, alles andere alt aussehen zu lassen und über seinen Schatten zu springen.
    Good Luck!

  6. threin sagt:

    Da sieht man,wohin die Rettungspolitik führt. Sämtliche Reierungen insbesondere die deutsche, da Leithammel, sollte ins Gewissen (natürlich nur wenn vorhanden), inwieweit sie an diesen Schicksalen mit schuldig ist.

  7. 123 sagt:

    „Die Regierung wolle die am meisten verletzbaren Familien verteidigen.“

    auf kosten deutschlands?
    und deutscher rentner?
    die sich dann aus dem fenster stürzen?

  8. ratlos sagt:

    Wie soll sich was verändern, wenn immer die gleichen alten Seilschaften am Ruder stehen? Der Autor Heiko Schrang hat den Bilderberger Wahlkampf 2013 näher beleuchtet: http://www.macht-steuert-wissen.de/artikel/147/bilderberger-steinbrueck-gegen-bilderberger-merkel-die-show-.php Super Artikel!

  9. Alfons sagt:

    So ist es richtig. Damit der spanische Hausbesitzer, der seine Schulden nicht bezahlen kann, weiter in seinem Haus leben kann, wird das eben der deutsche Rentner übernehmen.
    Der kann sich zwar dann seinen Strom oder sein Essen nicht mehr leisten und wird auf der Straße verrecken, aber was tut unsere Regierung nicht alles aus Solidarität mit unseren „Freunden“ aus dem Süden.

  10. winfried trautsich sagt:

    In den zwanziger Jahren haben sich die Banker aus
    dem Fenster gestürzt, da sie mit dieser Schande nicht
    mehr leben konnten.

    Verkehrte Welt. Mein Beileid den Angehörigen. Und
    mein Mitgefühl dem spanischen Volk solch eine
    Regierung zu haben.