Katalonien will bei Unabhängigkeit die EU verlassen

Die größte Region Spaniens will nicht nur unabhängig werden, sondern schließt auch einen Austritt aus der EU nicht aus. Nach der Regionalwahl am 25. November soll über die Fortführung des Freiheitsprozesses entschieden werden.

Katalonien hat die größte Wirtschaft aller spanischen Regionen und scheut sich daher nicht vor einem Unabhängigkeitskampf mit Spanien oder einem Austritt aus der EU. Spanien will indes eine Abstimmung über die Selbstbestimmung der Katalanen verhindern. Einem Bericht von Bloomberg zufolge sei eine Abstimmung in Katalonien verfassungswidrig. Die Zentralregierung Spaniens könne auch die Aufnahme der Region in die EU blockieren. Die Regierung Mariano Rajoys hat ein großes Interesse daran, das Land zusammenzuhalten. Die meisten Regionen sind jedoch zahlungsunfähig und benötigen Finanzhilfen aus dem Hilfsfonds.

Die EU hat von ihrer Seite her eine automatische Aufnahme der Region bereits ausgeschlossen. „Wenn alle Türen geschlossen werden, dann müssen wir uns im katalanischen Parlament treffen, um den besten Weg zu finden, wie wir den Prozess fortführen können“, sagte Joan Vidal de Ciurana, Vorsitzender der Regionalregierung.

Noch ist Katalonien auf finanzielle Unterstützung der Zentralregierung Spaniens angewiesen. Das könnte sich jedoch bald ändern. Die Regionalwahl am 25. November soll über den weiteren Unabhängigkeitsprozess entscheiden: „Wenn die Mehrheit dafür stimmt, dass der Prozess fortgeführt werden soll, dann werden wir das auch tun, weil die Bevölkerung uns das Mandat dazu gegeben hat.“ Spätestens dann muss auch geprüft werden, ob die Region aus eigener Kraft überhaupt bestehen kann. In ganz Spanien sind mehr als 25 Prozent arbeitslos. Bei Jugendlichen liegt die Quote sogar bei über 50 Prozent. Ein Aufschwung der Wirtschaft ist nicht in Sicht.

Kommentare

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  1. Atreides sagt:

    Wollen wollen die das nicht, aber die EU zwingt sie dazu. Ist ja auch albern: Erst Spanien verlassen, um dann in der EU weiter aufzugehen. Übrigens ist heute ein Korruptionsskandal bekannt geworden, in den der frührere Ministerpräsident Pujol & Söhne und der jetzige Ministerpräsident Artur Mas verwickelt sind (Geheimkonten in Liechtenstein usw.).

  2. Margrit Steer sagt:

    Ich denke, EU-Ausritte werden ohnehin kommen.
    Diese Eu, einstmals eine gute und wirkliche schöne Sache, wurde von den Nachfolgepolitkern völlig zerstört.
    Den Beinn macht Kohl, der war EU-hörig bis zum Abwiken, so dass sich dieser krinimelle Moloch Brüssel so installieren konnte.
    Dann war der Euro der letze Todestoß
    Aber usnre Politiker kapieren es immer noch nicht.
    Sie machen weiter bis zum absoluten Ende
    Aber was will man von Dilettanten auch erwarten?

  3. Grobi sagt:

    Auch Bayern und evtl. BW sollten die Sezession wagen, zu eigenständigen Staaten werden, aus der EU austreten und eine eigene Währung einführen.

  4. Eber sagt:

    Das wäre der Anfang vom Ende dieser verfluchten EUdSSR!