Nahost-Krieg: Israel trifft Vorkehrung für Invasion in Gaza

Die israelische Armee bombardierte am Samstag das Haus von Hamas-Anführer Ismail Hanijeh. Die Fortführung der Bodenoffensive fordert zivile Opfer. Die USA und Ägypten versuchen zu vermitteln.

Israel hat auch am Samstag zahlreiche Ziele der Hamas unter Beschuss genommen. Der Regierungssitz von Ismail Hanijeh, dem politischen Anführer der Hamas sowie Ministerpräsident Palästinas, wurde von Bomben der Israelis einem Bericht von Reuters zufolge in Schutt und Asche gelegt. Fotos von der Mobilmachung von 75.000 Soldaten der israelischen Reserve zeigen, dass die Vorkehrungen für eine Invasion im Gaza-Streifen im vollen Gange sind (mehr hier).

Aus den palästinensischen Gebieten wurden vor einigen Tagen Raketen in Richtung Israel abgeschossen. Israel reagierte zahlreichen Gegenangriffen auf mehr als 180 unterschiedliche Ziele im Gaza-Streifen. Die aus Katar, Ägypten und der Türkei versuchen derzeit auf einem Treffen in Cairo, Kontakt zu den Anführern der Konfliktparteien zu knüpfen und Vermittlungen zu einem Waffenstillstand einzuleiten.

Die zivilen Opfer der Gewalt steigen. Die Mindestens 30 Menschen wurden aus dem Haus eines Hamas-Funktionärs geborgen, was zuvor heftig bombardiert wurde. Seit Beginn der Bombardements seien nach Hamas-Angaben über 40 Palästinenser gestorben. Der tunesische Außenminister Rafik Abdesslem nennt die Invasion Israel auf seinem Besuch im Gaza-Streifen völkerrechtswidrig: „Was Israel tut, ist illegitim und überhaupt nicht hinnehmbar.“

Auch Israel hat Verluste zu beklagen. Nach den Raketenangriffen der Hamas kamen in Israel drei Zivilisten ums Leben. Erstmals wurden auch Raketen auf Jerusalem abgefeutert. Die meisten Raketen konnten von dem Abwehrsystem „Eiserner Dom“ abgefangen werden. Die israelische Bevölkerung steht unter Schock (hier). Eine Bodenoffensive werde „solange wie notwendig dauern. Wir haben uns bei Mitteln und der Dauer keine Grenzen gesetzt“, sagte Außenminister Awigdor Lieberman im israelischen Fernsehen. Die Vorbereitungen der israelischen Armee lassen auf eine lange Offensive schließen.

Kommentare

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  1. guguk sagt:

    Mordens schon wieder?

  2. Pleurotis sagt:

    Invasion in Gaza? Das läuft doch schon seit Jahrzehnten. Israel wird das tun, was es tun will. Es gibt wohl niemanden, der die stoppen kann oder will. Ein Staat mit absoluter Narrenfreiheit und Immunität.

  3. wooddragon sagt:

    Wer wissen will, was wirklich passiert schaut auf ustream Operation pillar of cloud. Harry Fear berichtet live aus Gaza.

  4. cerberus sagt:

    ich weiss nicht, aber irgendwie ist die sache sehr amerikanisch…den iran konnte man bis heute nicht angreifen, da versucht man irgendwie den iran usw. auf diese art und weise in den krieg hinein zu ziehen bzw zu provozieren..sobald zumindest der iran in irgendeiner form der hilfe gegenüber den palistinänsern reagiert…es wäre interessant wie die sache ausgeht wenn der iran nicht reagiert? da ist wahrscheinlich die gaza geschichte bald vom tisch. die usa ist eine haaresbreite vom kolaps entfernt und da hilft nunmal nur mehr ein krieg, und da muslemisch staaten empfindlich auf angriffe ihrer glaubensgenossen reagieren wäre das eine taktik…dennoch sehr unklug..

  5. Stefan Wehmeier sagt:

    „Ich finde die Zivilisation ist eine gute Idee. Nur sollte endlich mal jemand anfangen, sie auszuprobieren.“

    Arthur C. Clarke

    Die Arbeitsteilung erhob den Menschen über den Tierzustand und die Qualität der makroökonomischen Grundordnung bestimmt den Grad der Zivilisiertheit, die der Kulturmensch erreichen kann. Ist die Makroökonomie noch fehlerhaft, bedarf es der Religion (künstliche Programmierung des lollektiv Unbewussten), um diese Fehler und die daraus resultierende, systemische Ungerechtigkeit und Beschränktheit aus dem Begriffsvermögen des arbeitenden Volkes auszublenden.

    Die Religion birgt wiederum die Gefahr, sich zu verselbständigen (Cargo-Kult), wenn es niemanden mehr gibt, der ihre wirkliche Bedeutung noch kennt. Die Fehler der Makroökonomie können dann solange nicht behoben werden, wie der Cargo-Kult andauert, selbst wenn das Wissen bereits zur Verfügung steht, um die ideale Makroökonomie und damit allgemeinen Wohlstand auf höchstem technologischem Niveau, eine saubere Umwelt und den Weltfrieden zu verwirklichen.

    Deutlich: die ganze halbwegs zivilisierte Menschheit existiert in einem globalen Cargo-Kult, der es dem „Normalbürger“ unmöglich macht, über „diese Welt“ (zivilisatorisches Mittelalter) hinauszudenken. Die Befreiung von der Religion nennt sich „Auferstehung“ – der eigentliche Beginn der menschlichen Zivilisation.

    1. Jeder, der den Erkenntnisprozess der Auferstehung noch nicht durchlaufen hat, ist religiös, unabhängig von „Glaube“ (Cargo-Kult) oder „Unglaube“ (Ignoranz).
    2. Alle religiösen Menschen sind wahnsinnig.
    3. Der Wahnsinn ist in der Regel umso größer, je höher die „gesellschaftliche Position“; „Spitzenpolitiker“ und „Geistliche“ (Geisteskranke) sind komplett unzurechnungsfähig.

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2011/07/die-ruckkehr-ins-paradies.html

    • Joe Webb sagt:

      Ganz Ihrer Meinung, was die Verblendung der Gehirne durch anscheinende Glaubensrelevanzien anbelangt und dass die Entwicklung von kultiviertem Umgang im Miteinander einen schwierigen Prozess für den im Steinzeitkörper steckenden und in die Pseudo- Gesellschaft koalierenden Schlipsträger bedeutet- mit der Ansicht, dass die Arbeitsteilung einen menschlichen Prozess bedeutet, kann ich mit Hinblick auf gemeinschaftsbildende Tierarten wie Ameisen, Termiten und Wölfe sowie unsere nächsten (frugivoren) Vorfahren Bonobo, Schimpanse etc. nicht ohne Einschränkung einwilligen.
      Ich denke, dass der Arbeitsteilungsprozess auf den Spuren der wahren „Götter“ dieser Welt, nämlich der nachvollziehbar oft auf diesem Planeten gastierenden Besuchern aus fremden Welten in diese atemberaubende Entwicklungsgeschwindigkeit beschleunigt wurde.
      Die Evolution der Menschheit könnte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit als „gelungender Klonprozess“ aus „Besuchergenen“ und Rückfall zu den äffischen Wurzeln zu bedeuten sein.
      Das Geld als „Affenleckerli“ im exponentialen Zinssystem ermöglicht den „Gorillas in Nadelstreifen“, sprich PolitdarstellerInnen und KapitalistInnen bis auf den in erster Linie aus egomanischen Wirren für´s Volk angedachten Ausnahmezustand Krieg- auf eine anscheinend gewaltfreie Art und Weise uns „ausgebildetes“ Sklavenheer in Anlehnung an die ursprüngliche „Dressur“ unserer Vorfahren fortzufahren. Die meisten von uns bemerken aus traditioneller Verblendung der Gutheißung und sicherlich autosuggestiver Annahme der Versorgungs- Benefits nicht mehr, dass ein kultivierter Umgang mit Lebewesen und Ressourcen durchaus möglich wäre, wenn ihn sich jeder Einzelne zum Lebensweg erklären würde…ist das nicht auf eine bestechende Weise alternativlos?

  6. Ariovist sagt:

    Der Konflikt ist längst ein Pulverfass! http://www.solidaritaet.com/neuesol/2012/44/hzl.htm

  7. Franke sagt:

    Verhandlungsversuche? Ich glaube nicht, dass Israel an Verhandlungen Interesse hat. Diese Auseinandersetzung kommt äusserst passend, denn sonst wäre man von der Welt gezwungen worden, Friedensverhandlungen zu führen!