Pumpen können sich bald selbst reinigen

Pumpen können drohende Verstopfungen bald eigenmächtig verhindern. Ausfälle werden damit durch neuartige Sensoren bald der Vergangenheit angehören sowie Betriebs- und Wartungskosten sparen.

Die Technik, die bald eine selbständige Wartung von Pumpen und eine automatische Behebung von Störungen im Vorfeld ermöglichen könnte, nennt sich IMEBA (Innovative mechatronische Eingriffssysteme zur Betriebsoptimierung komplexer Abwassersysteme). Entwickelt wurde IMEBA von der Technischen Universität Berlin (TU) zusammen mit der Aucoteam GmbH, in Kooperation mit den Berliner Wasserbetrieben.

Mit IMEBA werden Pumpen in die Lage versetzt, automatische Reinigungsprogramme einzuleiten oder selbstständig Spülvorgänge durchzuführen. IMEBA entscheidet anhand von Sensordaten darüber, welche Reinigungsmaßnahmen notwendig sind und führt diese dann selbstständig durch. Um eine der Situation angepasste Reaktion der Pumpen zu ermöglichen, waren zunächst zahlreiche Labortests an der TU Berlin sowie Praxistests in den Berliner Wasserbetrieben notwendig.

Dabei werteten die Ingenieure systematisch die Sensorsignale der Pumpen aus. So konnte festgestellt werden, wie sich die Daten der Pumpen je nach Situation veränderten. Getestet wurden unter anderem Veränderungen im Förderstrom, Drehzahländerungen sowie Variationen in der Pumpenkonstruktion. Am Ende standen umfangreiche Datensätze zur Verfügung, anhand derer jetzt geeignete Gegenmaßnahmen bei Störfällen abgeleitet werden können. Bisher konnte man erst dann aktiv werden, wenn die Pumpe schon stillstand. Zudem bedurfte es intensiver Wartungsarbeiten, um Betriebsausfällen vorzubeugen.

Von IMEBA versprechen sich die beteiligten Entwickler daher erhöhte „Wirtschaftlichkeit durch weniger Schäden sowie sinkende Aufwände bei Betriebs- und Wartungskosten”, sagt Georg Grunwald, Technik-Vorstand der Berliner Wasserbetriebe. Derzeit wird in Berlin geprüft, wie viele der rund 150 Pumpen mit dem neuen System ausgestattet werden können. Der Projektleiter von IMEBA, Paul Uwe Thamsen, sucht derzeit schon neue Aufgabenstellungen in dem Bereich und verweist dabei auf die bisherige „Expertise im Forschungsfeld Abwasser”.

 

Kommentare

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  1. OCB sagt:

    Diese Technik ist ein Segen 🙂

    Ich beneide niemanden der im Abwassersystem Verstopfungen beseitigen,
    bzw. das System öffnen muss.

  2. georg sagt:

    und damit kann natürlich jede menge personal personal gespart werden… gruss georg