Spanien vergibt Aufenthaltsgenehmigungen für Immobilienkauf

Im Kampf um sein wirtschaftliches und finanzielles Überleben greift Spanien zu kreativen Mitteln. Es will reichen Ausländern Aufenthaltsgenehmigungen gewähren, wenn sie in Spanien Grundbesitz erwerben.

Spanien sucht Wege der Finanzierung, ohne die Spar-Auflagen der EU erfüllen zu müssen. Seine ehemaligen Kolonien sind auch nicht bereit, das Land zu unterstützen. Nun wird in Spanien erwogen, reichen Investoren aus dem Ausland eine Aufenthaltsgenehmigung zu gewähren. Sie müssten dafür Grundbesitz in Spanien im Wert von mindestens 160.000 Euro kaufen, zitiert Reuters den spanischen Handelsminister Jaime Garcia-Legaz. „Wir suchen auf dem russischen und chinesischen Markt, wo es bereits eine starke Nachfrage nach spanischem Grundbesitz gibt.“ Sein Ministerium berate derzeit mit anderen Ministerien über den Plan, sagte Garcia-Legaz.

In Spanien stehen mehr als eine Million Häuser leer. Gerade wird eine Bad Bank gebildet, um wertlose Papiere aus der 2008 geplatzten Immobilienblase zu entsorgen. Die Rezession in Spanien wird begleitet von einer Schuldenkrise, von massiver Arbeitslosigkeit (mehr hier) und von einem Bevölkerungsrückgang. Die Immobilienpreise sind seit 2008 um mehr als 30 Prozent gefallen. Ein weiterer Einbruch soll nun dadurch verhindert werden, dass sich mehr Ausländer für Grundbesitz in Spanien interessieren. Außerdem würden die reichen Ausländer mehr Geld ins Land bringen. So könnte also auch die Schuldenkrise und die massive Arbeitslosigkeit abgemildert werden.

Kommentare

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  1. Uta sagt:

    … und so erkaufen sich einige privilegierte dann indirekt den Zugang zu allen EU-Ländern und erwerben mittelfistig deren Staatsbürgerschaft und Rechte?

    Das Geld das sie mitbringen, wird sich über kurz oder lang mit dem Währungscrash auflösen. Was dann gebraucht wird, sind gute junge, innovative Köpfe, die die Krise und den Neuanfang bewältigen. Nicht Leute, die auf wie auch immer erworbenem Vermögen sitzen.

  2. Zeitzeuge sagt:

    Welche anständigen Menschen sollen sich in einem Land niederlassen, das von wirtschaftlicher Auszehrung, sozialem Notstand, Zusammenbruch der allgemeinen Kaufkraft, demnächst zu erwartenden Volksaufständen und anstehendem Separatismus, sowie sonstigen auf den kompletten Zerfall hindeutenden Symptomen einer massiven Fehlentwicklung gekennzeichent ist? Man lockt bestenfalls Gauner und Verbrecher an, die es woanders schwer haben unterzukommen… wieder mal sehr klug ausgedacht, spricht für die Initiatoren…

  3. consuela rodrigez sagt:

    Sorry passt jetzt nicht zum Thema, aber ich muss schmunzeln dabei
    Ja so sind’s die Linken, Zuzug so viel wie möglich, aber nur nicht in ihrer Nähe … grins
    Asylbewerber in Bremen: Flüchtlinge sollen draußen bleiben – taz.de
    http://www.taz.de/Asylbewerber-in-Bremen/!105908/

    • Unrechts-Populist Nr.1 sagt:

      Consuela, bitte halten Sie bloß nicht hinterm Berg. Es ist ein schöner Beitrag.
      Der paßt doch in´s zentrale Thema, welches uns umtreibt:
      Die Verlogenheit, Inländerfeindlichkeit und Korruption unserer trash-Parteien!
      Natürlich ist Zuzug von Elend wichtig, belegt durch folgene überprüfbare Fakten:
      Dieser setzt die deutsche (parteien-nahe) Jammertal-Zunft in Arbeit und Brot,
      Dieser sorgt für stabile Wahlverhältnisse dadurch, daß den Alimentationseliten das Geld der Fleißigen bei wohlgefälligem Wahlverhalten versprochen wird;
      Dieser steigert durch massive Transferleistungen das sog. BIP, womit die Schulden-neuaufnahme erhöht und die ohnehin gefakte Teuerungsrate noch weiter nach unten getürkt werden kann. (s. z.B. den BIP-Verlauf von Transfer-Berlin in 2008/09/10 im Vergleich mit produzierenden tüchtigen Regionen)
      Dieser sorgt für Aufsplittung einer homogenen Bevölkerung und macht sie dadurch besser manövrierfähig für die Großen Aufgaben, die GoldmannSucks & Co für den €uro und die Frondienst-Leister vorgesehen haben.
      Dieser gewöhnt sukzessive das Bürgertum an Unrecht, an den Verlust der Rechtsstaatlichkeit und von bürgerlichen Freiheiten und einer aufgeklärten Gesellschaft und zwingt zum Maulhalten.
      Zusammengefaßt:
      diese Form von Zuzug sorgt für Erhalt und Ausbau der Pfründe unserer trash-Parteien und vermeidet Kontrolle durch Streßaufbau und Hamsterrad-feeling im Alltag.
      Das aber will die BAT-Schickeria-Innen selbst nicht in seiner Nähe haben. Wie sonst könnte die Avantgarde sonst die Früchte-Innen seines Gutmenschentums geniessen?

  4. Nebenverdienstkanzler sagt:

    Toll.
    Die sollen also den spanischen Pleitebanken Beton abkaufen und sich damit die Staatszecken in´s Fell setzen? Und dafür eine Aufenthaltserlaubnis in einer Bürgerkriegsregion? Den Investroen ist zu raten, sich mal die dortigen Steuersätze bei Vererbung von Immobilien anzuschauen. Da scheint mir die Doitsche Burgenstrasse doch noch ein wenig sicherer zu sein.

  5. Unrechts-Populist Nr.1 sagt:

    Das kann Katalonien nach seinem Austritt aus der €uropäischen Plünderungsunion auch machen. Und Flandern und Schottland, und ggf. auch Bayern und weitere.
    Für Investoren heißt das: erstmal abwarten oder zumindest in die Territorien der Austrittsländer gehen und diese damit (be)-stärken. Sicher ist sicher, wer investiert schon in €U-locations ohne Rechtsstaatlichkeit oder gar in Piratennester wie Luxemburg oder Zypern?