Gewerkschafter wechselt in ThyssenKrupp-Vorstand

Der Chef der IG Metall Nordrhein-Westfalen wird neuer Arbeitsdirektor der ThyssenKrupp. Während Oliver Burkhardt sich einst einen Namen als Verfechter für eine Gehaltserhöhung der Stahlarbeiter einen Namen machte, wechselt er nun für 2 Millionen Euro Jahresgehalt in die gut geheizte Vorstandsetage bei ThyssenKrupp.

Das wäre Bert Brecht in seinen kühnsten Stücken nicht eingefallen: Ein kämpferischer Arbeiterführer wechselt die Seite und wird mit einen Millionengage Vorstandsmitglied des von ihm bekämpften Konzerns. Oliver Burkhardt, noch Chef der IG Metall Chef Nordrhein Westfalen, wird Vorstand und Arbeitsdirektor bei ThyssenKrupp. Er hatte sich einen Namen gemacht, als er 2008 als Verhandlungsführer für eine Gehaltserhöhung der Stahlarbeiter kämpfte. Mit einer Anhebung um 5,2 Prozent handelte er einen vergleichsweise hohen Tarifabschluss aus. Aus gesundheitlichen Gründen wird der bisherige Ralph Labonte ThyssenKrupp verlassen.

Und ausgerechnet das Gewerkschafter Burkhardt wechselt nun direkt in den ThyssenKrupp Vorstand. Das Unternehmen kämpft derzeit mit hohen Verlusten im US-Geschäft und sinkenden Aufträgen in Europa. Die Ironie: Seit August befinden sich ausgerechnet im Siegerland und in Nordrhein-Westfalen mehr als 2.000 Mitarbeiter der ThyssenKrupp in Kurzarbeit. Da wartet eigentlich viel Arbeit auf einen Gewerkschaftsführer und man kann es verstehen, dass er der Versuchung, sich für ein Jahresgehalt von 2 Millionen Euro von der Front hat locken lassen. Bisher sind solche Wechsel selten gutgegangen, weil Gewerkschafter, die ihre Kampfpositionen gegen behagliche Vorstandsbüros austauschen, in der Regel ihre Glaubwürdigkeit verlieren.

Kommentare

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  2. Dankmar sagt:

    Geld stinkt nicht, aber die Moral und der Anstand gehen zum Teufel. Jüngstes Beispiel aus der deutschen Geschichte. Der grüne Ex-Außenminister, kein beruflichen Abschluß und Krawallmacher in der Frankfurter Szene, wurde Berater bei BMW in den Vorstandsetagen. Der Soze und Ex-Kanzler, Gerhard Schröder, ging kurz nach seiner Abwahl zu Gazprom für ein fürstliches Salär.
    Und das nun bekannteste Beispiel ist der Soze und Ex-Finanzminister Peer Steinbrück. Der kluge Schwafelknabe bekam 1,25 Millionen €. Und auch der Bundespräsident Gauck, der im Ehebruch lebt, bekam von der Bochumer Stadtwerke für seine „Predigten“ auch 25 000,-€.
    Solche und ähnliche Beispiele kann man zur Genüge fortsetzen. Politiker haben kein Schamgefühl und Gerechtigkeitssinn mehr, trotz guter Diäten, kostenlose Altersvorsorge, kostenlose Flüge und vieles mehr. Sie lassen sich gerne bestechen und schmieren, weil diese Art der Gesellschaftspiele in Deutschland noch nicht strafbar ist. Deshalb sind solche Leute auch Schmierlappen.

  3. wütender wutbürger sagt:

    Das Land wird von immer mehr Verrätern infiziert!
    Und alle richten sich gegen das Volk!
    Wir leben in einer kranken Welt und es wird immer schlimmer.

  4. ivan sagt:

    Die korrupte Republick,
    Nichts neues in BR(i)D.

  5. Ehemaliges Mitglied sagt:

    Tja…so sind die Arbeitnehmervertreter , vorne geht man mit Hilfe der Mitglieder und Ihre Beiträge als en Niemand hinein und kommt später als Personalchef der Firma zu besonderen Ehren ,indem er locker mal 1200 Leute entlassen muß .Dafür erhält solch ein Gewerkschaftsstrolch eine exquisite Mercedes -Limosine gestellt und im Nachhinein einen Chefposten . Oder wie bei VW einen Urlaub in Brasilien mit bezahlte Frauen für alle Fälle.Im Bundestag sitzen etwa 68 % Gewerkschaftler in allen Parteien vertreten ,die ganz locker mal die Hartz IV gesetze und die Rente mit 67 beschließen. Anschließend gehen Sie mit den Mitgliedern auf der Strasse und demonstrieren dagegen. Oder noch besser ,wenn die Mitglieder gegen Lufthansa streiken ,setzt sich der Gewerkschftsboss in eine Lufthansamaschine und fliegt – natürlich auf eigene Kosten – weit weit weg im Urlaub . Hat er sich ja auch verdient als Mitglied im Aufsichtsrat der Lufthansa AG.
    Gewrkschaftler …das ich nicht lache .

  6. Peter G. sagt:

    Muss man das noch kommentieren? Die Gewerkschaften haben sich komplett mit den Machthabern (und das sind nicht die „gewählten Volksvertreter“) verbündet.

  7. otto936 sagt:

    Die Qualität unserer „Arbeiterführer“ hat mittlerweile amerikanisches Niveau erreicht. Stört dich jemand, kauf ihn.

  8. tafelgourmet sagt:

    Opportunist eben!

    Er folgt dem Mainstream.

    Erst kommt das Fressen, dann die Moral.

    Nur wer im Wohlstand lebt, lebt angenehm!

    beide B. Brecht