Umfrage unter Managern: Nur schwaches Wachstum in Deutschland

Der Dienstleistungssektor gilt als wichtigster Frühindikator für eine Rezession. Die aktuellen Zahlen sich nicht gut, im nächsten Jahr dürfte es weiter bergab gehen.

Das Forschungsinstitut Markit prognostiziert in seiner Novemberausgabe über den deutschen Einkaufsmanagerindex weiterhin ein schwaches Wirtschaftswachstum. Experten erwarten kaum noch Wachstum für 2012. Besonders drastisch fällt die Talfahrt bei den Dienstleistungen aus. Der Index im tertiären Sektor fiel auf 48,0 Punkte. Das ist der niedrigste Stand seit gut dreieinhalb Jahren.

Die Auswirkungen werden bereits im nächsten Jahr zu spüren sein: „So befürchten die Dienstleister im nächsten Jahr nicht nur Budgetkürzungen auf Kundenseite, sondern auch weitere negative Auswirkungen der Euro-Krise auf die deutsche Konjunktur”, sagte Markit-Ökonom Tim Moore.

Auch die Industrie konnte nicht wieder zulegen. Die Neuaufträge im verarbeitenden Gewerbe schrumpften zwar so langsam wie zuletzt im Frühjahr, der Index liegt jedoch mit 46,8 Punkten noch immer deutlich unterhalb der Wachstumsschwelle von 50, 0 Punkten.

Aus China kommen aber immer noch viele Aufträge für Produkte aus Deutschland. Der deutsche Export ist daher noch nicht von einem Einbruch bedroht. Trotzdem erwartet das Markit Institut für Deutschland im vierten Quartal 2012 ein leichtes Wirtschaftsminus: „Unsere November-Umfrage zeigt, dass die deutsche Wirtschaft das Jahr wohl in kläglichem Zustand beenden dürfte“, sagte Moore.

Kommentare

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  1. Saila sagt:

    Diese Nachricht bzw. deren Inhalt ist der Beweis dafür, wie verlogen die Politpropaganda ist. Den – seit nun fast zwei Jahren wird hier in Deutschland getan und vor allem auch berichtet, als hätten wir ein Rekordwachstum nach dem nächsten. Sinkende Arbeitslosenzahlen, Jobnachfrage (angeblich) ohne Ende und sogar auf die Spitze getrieben, man müssen aus dem Ausland wieder Fachkräfte holen.

    Wie die Realität aussieht, scheint diese Politbande nicht zu interessieren. Erst kürzlich war hier zu einer DMN-Nachricht per Kommentar mitgeteilt, wie mühseelig es doch ist, sich bewerben zu müssen. Insbesondere dann, wenn es eine Absage nach der anderen hagelt. Das wohlgemerkt trotz entsprechender Fachnachweise usw..

    Nun, nachdem aus heiterem Himmel wohl der ein oder andere aufzuwachen scheint, kommen prompt in 180 gradiger Wendung ein massiver Wachstumsrückgang. Wie konnte das blos passieren, muss ich ein Leser fragen.
    Fragen muss sich ein Leser lediglich: Wenn die letzten beiden Jahre solch ein Wachstum in den Medien war, wie kann es innerhalb eines Monat dazu kommen, dass das gesamte Wachstumsspektrum gen 0 geht?
    Diese Frage kann ich zumindest ebensowenig beantworten, wie jene, welche sie veröffentlicht bzw. verfasst haben. Den es gibt hierzu weder eine logische Erklärung noch Fakten. Achso – stimmt – es gibt ja eine Krise, von welcher wir in Glückseeligdeutschland lebenden Menschen nichts wussten.

    Es muss nun wieder jeder im Billiglohnsektor, als auch Teilen der Mittelschicht sich der Furcht stellen, welche mit derartig dummen Nachrichten einhergehen. Zu nichts anderem ist eine derartige Nachricht auch gedacht. Entweder man macht sich Gedanken über Gehaltsstrukturen oder über Arbeitskapazitäten, welche nicht mehr benötigt werden. Ein legitimes (noch) aber perverses Spiel des Kapitalismus.

    Betrachtet man Wachstum in Verbindung mit dem eigentlichen Ergebnis, welches aus Wachstum entsteht – nämlich Werte, so muss man wiederum das Geldsystem heranziehen. Den ein Produkt oder sogenannter Wert hat wiederum einen finanziellen Gegepart.
    Um es kurz zu fassen und das mag man hier verzeihen, wenn das Wachstum schrumpft oder dieses komplett ausfällt, so sind entweder die geschaffenen Werte nichts wert in Form eines Zahlungsmittel oder man kann nicht mehr Werte erzeugen weil keine Nachfrage nach diesen besteht. Das Bedeutet andererseits, Unternehmen jagen Geld in den Ofen oder Produzieren auf eigene Kosten und das Produkt findet keinen Abnehmer.

    Nun einmal ganz ehrlich, welcher halbwegs gebildete Mensch geht den davon aus, dass bei einer Eurokrise und sich abflauenden Wachstumsraten in einigen nicht unwesentlichen europäischen Staaten diese Kriesenauswirkungen an Deutschland vorbei gehen?

    Genau so kann sich dieser halbewegs gebildete Mensch auch fragen, was bezweckt eigentlich die Industrie mit ihrer Lobbyarbeit in Brüssel oder in der Bundesregierung?

    Ein Ergebnis sieht man an den heute erlaubten Energiesparbirnen! Ein völliger blödsinn, welcher auch noch Gesundheitsgefahren beinhaltet.

    Die EUSDR (wie hier meine ich schon oft erwähnt) ist in vollem Gang! Mitbestimmung der Politik in jeder wirtschaftlichen Thematik. Da mag der Konsument noch denken: Och wie toll, die achten auf die Gesundheit (Kinderspielzeug) und dergelichen. Doch im gleichen Zug sitzt auch der Kommunismus!! Allerdings gibt es einen großen Unterschied vom echten Kommunismus. Wer gehört also zu den Priviligierten und wer nicht. Diese Frage kann sich jeder selbst beantworten.

    Und ein Wachstumsindex – was ist das schon!

  2. hugin sagt:

    EWIGES WACHSTUM
    Auch rote Zahlen sind ein Wachstum laut Politgeschwafel ein „Minuswachstum“ !
    Nichts in der Natur wächst immer, nur der Krebs wächst ständig, bis zum Tod des Organismus.

  3. Peter Silie sagt:

    Wachstum hier, Wachstum da… ich kann es langsam nicht mehr hören! Wann fangen die Menschen endlich an zu begreifen, dass stetiges Wachstum einfach NICHT FUNKTIONIEREN KANN? Der Planet Erde ist nun einmal endlich; wenn man einmal drum herum läuft, kommt man irgendwann wieder am Ausgangspunkt (also „bei Null“) an
    -> auch wenn man ihn fünf Mal umrunden würde, wäre er hinterher trotzdem nicht größer.
    (Man könnte das auf auf Königreiche bezihen, die kommen und gehen ebenfalls…)

    Na, klingelt’s?

    Ausserdem: die Einzigen, die etwas vom Wachstum haben, sind die großen Unternehmen/Banken etc., weil sie sich beim Jahresabschluss damit brüßten können, dass ihr Umsatz mal wieder um soundsoviel gestiegen ist. Und auf Kosten wessen? Natürlich des „Bürgers“, der sich entweder für weniger Gehalt gleichviel abrackert bzw. für das gleiche Gehalt mehr tut als noch vor ein paar Jahren. Oder warum beantragen immer mehr Leute in Vollzeitbeschäftigung „unterstützend“ Hartz 4?

    Man könnte dieses Thema endlos fortsetzen, aber ich halte jetzt erstmal die Füße still und freue mich auf eine Interessante Diskussion!

  4. rundertischdgf sagt:

    Es gibt immer noch Wachstum, wenn ehrbare Politiker und Kaufleute das richtige an der richtigen Stelle tun, zum Beispiel bei den Bochumer Stadtwerken. Der Kreativität, wie man sich die eigenen Taschen füllt, sind keine Grenzen gesetzt.

    http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/11/22/unsere-heutigen-vorbilder-ehrbare-politiker-kaufleute-und-unternehmer/