6. Berliner Wirtschaftskonferenz im Berliner Rathaus zeigt Perspektiven der Berliner Industrie

Rund 350 Berliner Wirtschaftsvertreter versammelten sich am 14. November im Berliner Rathaus um gemeinsam mit prominenten Gastrednern die Zukunftsperspektiven der Berliner Industrie zu diskutieren.

In seinem Gastvortrag bekannte sich Harald Krüger, Vorstandsmitglied der BMW AG, zum Produktionsstandort Berlin. Seit 1969 fertige BMW hier in einem denkmalgeschützten Areal, was eine besondere Herausforderung darstelle, mit 1.900 Beschäftigten derzeit rund 700 Motorräder am Tag. 80 % der Zweiräder gehen in den Export. Zu sehen war im Rahmen der die Konferenz begleitenden Ausstellung das fahrtüchtige Modell eines BMW Elektro-Scooters, der ab 2014 im Berliner Werk gefertigt werden soll. Berlin sei ein guter Produktionsstandort mit einem großen Fachkräftepotenzial und einer hohen Anziehungskraft für weitere Arbeitnehmer, biete eine erstklassige Infrastruktur und Forschungslandschaft sowie leistungsfähige Mittelständler als Geschäftspartner.

In dem die Konferenz beschließenden Zukunftsdialog betonte der ehemalige SAP-Vor-standsvorsitzende und heutige Präsident der acatech – Deutsche Akademie der Technik-wissenschaften e.V., Henning Kagermann, die Schaufensterfunktion, die Berlin als deutscher Hauptstadt zufalle. Bei der Elektromobilität sei dies schon gegeben, aber auch in Hinblick auf das deutsche Zukunftsprojekt Industrie 4.0. könne dies erfolgen. Berlins Forschungsland-schaft, seine starke IT- und Gründerszene und seine Attraktivität für qualifizierte Nachwuchskräfte biete gute Voraussetzungen, um auf Industrie 4.0 zu setzen. Die Verbindung von Produktion und IT eröffne hier die Möglichkeit für neue Geschäftsmodelle, zur Individualisierung der Produkte, zu höherer Flexibilität und Ressourceneffizienz, was Berlin insbesondere große Chancen bei der urbanen Produktion biete. Henning Kagermann erläuterte, welche Gewinne an Effizienz und Nachhaltigkeit Industrie 4.0 erschließt. Das Konzept könne durch die richtigen politischen Weichenstellungen, geeignete Rahmenbedingungen sowie die Vernetzung von Wissenschaft und Unternehmen zu einem deutschen Exportschlager und zu einem Erfolgsfaktor für die Berliner Wirtschaft werden und diene auch dem Ziel, Produktionsvolumen für das Hochlohnland Deutschland zu sichern.

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