Umgebungsenergie: Winziger Generator nutzt Temperaturunterschiede

Amerikanische Ingenieure haben einen winzigen Generator entwickelt, der aus Umgebungsenergie Strom erzeugt. Geringste Temperaturunterschiede genügen dem Generator, um einen Stromkreis unter Spannung zu setzen. Damit können Sensoren oder kleine Lichtquellen zu betrieben werden.

Das Gerät, das die Stromerzeugung aus der Umgebung möglich macht, nennt sich Pyroelektrischer Nanogenerator (PENG). Entwickelt wurde der nur rund zwei Quadratzentimeter kleine PENG am Georgia Institute of Technology (USA). Alle vorherigen Versuche, Umgebungswärme in Strom umzusetzen, brachten es bisher nur auf Spannungen von unter 0,1 Volt.

Der neue PENG hingegen schafft es auf 21 mal 12 Millimetern, eine Spannung von 22 Volt zu erzeugen. Das ist genug, um damit ein LED-Licht zum Leuchten zu bringen. Kernstück des PENG ist eine hauchdünne Folie, bestehend aus Blei-Zirkonat-Titanat. Bei einer Änderung der Umgebungstemperatur bilden sich in der Folie zwei unterschiedlich geladene Pole, zwischen denen sich eine elektrische Spannung aufbaut. Der so erzeugte Strom kann zum Betrieb von Elektrogeräten genutzt werden. Man spricht in diesem Zusammenhang vom pyroelektrischen Effekt.

„Mehr als die Hälfte der 2010 in den USA erzeugten Energie, ging als Wärme ungenutzt verloren”, erklärt PENG-Forscher Zhon Ling Wangdie Hintergründe des Projekts. Die Wissenschaftler suchten daher nach Möglichkeiten, um dieses große Energiepotenzial auszuschöpfen. Mit PENG kann aber nicht nur überschüssige Wärmeenergie genutzt werden. Die Anwendungsmöglichkeiten sind breit gestreut. So ist PENG in der Lage, die tages- oder jahreszeitlich bedingten Temperaturunterschiede zu nutzen. Auch durch einen Luftzug oder einen wandernden Schatten kommt es zu Temperaturänderungen, mit denen PENG Strom erzeugen kann. Es spielt dabei auch keine Rolle, wo PENG zum Einsatz kommt. Er kann sowohl innerhalb, als auch außerhalb von Gebäuden betrieben werden.

Vorerst ist der Einsatz von PENG zwar noch nicht praxisreif. Doch könnten schon bald kleine, drahtlose Messgeräte damit versorgt werden. Für große Verbraucher reicht die Leistung auf absehbare Zeit noch nicht aus. Die Forscher arbeiten aber auch daran. So lässt sich die Größe von PENG und die Dicke der Folie leicht erhöhen und so die Stromerzeugung maximieren. Eine größere PENG-Version könnte damit bald in der Lage sein, Lithium-Ionen-Akkus in Mobiltelefonen aufzuladen.

Kommentare

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  1. Albert Albern sagt:

    Witzig:

    „Umgebungsenergie“

    Was das für Assoziationen weckt…

  2. Tommy Rasmussen sagt:

    Wenn Strom geschickt wird durch eine Drahtspule, die zwischen den Polen eines großen Magneten liegt, dann wird sich die Spule drehen.

    Das Gleiche kann durch die Reaktion der Felder von zwei Permanentmagneten aufeinander verursacht werden.

    Eine weitere Verfeinerung ist es, wenn sich die Felder zweier Permanentmagneten einander anziehen, bis sie eine Position erreichen, wo die Felder unter diese „Druckkraft“ geraten und so die Bewegung in die gleiche Richtung beschleunigt wird. Die Magneten ermüden NICHT !!! – auch nicht wenn sie ständig benutzt werden. Die daraus entwickelten Motoren zerstören keine Energiequelle. Sie werden von wiederverwendbare atomaren Quellen gespeist, die weltweit zur Verfügung stehen.

    Sehen Sie hier :

    Howard Johnson 2006 Teil 2
    http://www.myvideo.at:80/watch/6672647

  3. Gregor Schock sagt:

    Überschrift : Von Nichts kommt nichts !

    Bei allen diesen Erfindungen ist das Temperaturdelta entscheidend, wenn eine nennenswerte Leistung herauskommen soll. Eine reine Spannung ist noch garnichts. Wichtig ist dass die Spannung bei Belastung nicht zusammen bricht.

    Alle bisherigen Erfindungen auf diesem Gebiet (Stirling-Motor)(Peltier-Element) sind aufwendige Konstruktionen und bringen nur nennenswerte Leistungen, wenn das Temperaturdelta sehr hoch ist. Dann kann man die aufgewendete Wärme auch gleich in einer herkömmlichen Wärmekraftmaschine einsetzen.

    Das Schlimmste ist, dass die Großkonzerne diese Neuentwicklungen unterdrücken. Abwärme aus Kraftwerken werden immer noch kaltblütig, in rauen Mengen, in Flüsse abgeleitet, bis die Fische an Sauerstoffmangel ersticken.

    Gregor Schock Hamburg

  4. J.J.Rousseau sagt:

    Schon Tesla hatte die Kalte Fusion entdeckt und sie funktioniert. Es gibt viele kostengünstige Energieerzeugungssysteme. Nur wollen das die Globalisten nicht, weil die Menschen sonst nicht mehr abgezockt und in Angst und Schrecken gehalten werden können.

  5. Besorgter Gast sagt:

    Gibt man bei Google den Suchbegriff „Raumenergie“ ein, kommt man an Prof.Dr.Claus Turtur nicht vorbei.
    Siehe nur einen Beitrag „http://www.youtube.com/watch?v=IXk327fFtPY&feature=related“

    Leider wird dieser Mann total unterschätzt und findet kaum Gehör.

    Wenn die Politik die Energiewende ernsthaft und glaubhaft betreiben will, muß sie diesem Mann sofort die nötigen Mittel zur Verfügung stellen um große Forschung betreiben zu können.

    Alles andere wird von diesen Möglichkeiten in den Schatten gestellt.

    Warum Investoren diesen Mann noch nicht entdeckt haben ist fast nicht zu glauben.

    Sein Wissen wird die komplette Stromerzeugung in den Schatten stellen.

    • Otto sagt:

      Wir sollen an der langen Leine der Stromkonzerne bleiben.
      Es gibt keine bessere Art, die Bürger richtig abzuzocken.
      Eher kaufen die Konzerne das Patent auf und lassen es in der Schublade verschwinden, bevor sie autarke Versorgung zu
      lassen.

    • Tommy Rasmussen sagt:

      16.01.2012 – Auch wenn die praktische Nutzung der neuen sauberen Energie bereits erfolgreich nachgewiesen ist – ich habe meine Forschungsarbeiten einstellen müssen. Ich habe einen Raumenergie-Motor gebaut und an der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg verifiziert:

      http://www.ostfalia.de/cms/de/pws/turtur/FundE/Deutsch/

      Prof. Dr. rer. nat. Claus W. Turtur
      Ostfalia Hochschule für Angewandte Wissenschaften
      Salzdahlumer Straße 46/48
      38302 Wolfenbüttel

      • Besorgter Gast sagt:

        @Antwort !!

        Wer auch immer diesen Beitrag gelesen oder lesen wird und die
        Möglichkeit hat, diesen Männern zu helfen, sollte es umgehend in Angriff nehmen, denn Großes ist schon oft am Capital gescheitert und hat die
        Menschheit lange in der Agonie verharren lassen.

        Heute ist es anders, es gibt soviel Capital in den einzelnen Händen, das
        1/10 davon Großes bewirken kann.

        Nur Mut !!

  6. Dirk Bosse sagt:

    Lesen und verstehen:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Carnot-Wirkungsgrad

    Jetzt wird klar, daß für jede (energieintensive) Anwendung ein riesiger Wärmefluss nötig wäre.

    Der aber würde zur Angleichung der beiden Reservoirs führen.