Osram muss viele Stellen kürzen

Die Siemens-Tochter will eine Milliarde Euro einsparen und streicht deshalb 4.700 Arbeitsplätze bis 2014. Insgesamt will Osram damit bis zu achttausend Menschen weniger beschäftigen.

Innerhalb der nächsten drei Jahre will die Siemens-Tochter Osram bis zu eine Milliarde Euro einsparen. Ziel sei es, ein nachhaltiges Profitabilitätsniveau zu erreichen und neue Produkte schneller auf den Markt zu bringen. Neben der Konzentration auf einen günstigeren Einkauf werden die Kosten auch durch Stellenstreichungen gesenkt. Bis 2014 will Osram 4.700 Arbeitsplätze streichen. Dies solle „mehrheitlich mittels Werksverkäufen erreicht“ werden, teilte das Unternehmen mit. Das hat zur Folge, dass die Siemens-Tochter anschließend zwischen 7.300 und 8.000 Menschen weniger beschäftigen wird als noch im Herbst 2011.

Im Geschäftsjahr 2012 wurden weltweit bereits rund 1.900 Stellen abgebaut, davon rund 300 in Deutschland, so Osram. In Deutschland sollen zusätzlich zu den bereits im Januar angekündigten 1.000 Stellen durch die neuen Einsparungen rund 400 weitere entfallen. Davon sind die Standorte Berlin, Wipperfürth und München betroffen. Die Maßnahmen beziehen sich auf Werke mit Produkten am Ende des Produktlebenszyklus oder auf die Schließung umsatzschwacher, kleinerer Standorte. Zwar baut das Unternehmen in einigen Geschäftsfeldern gleichzeitig Kapazitäten auf. Doch kann „der Stellenaufbau in den Zukunftsfeldern die Anpassungen im traditionellen Bereich leider nur teilweise kompensieren“, teilte der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Dehen in der Pressemitteilung des Unternehmens mit.

Zwar baut das Unternehmen in einigen Geschäftsfeldern gleichzeitig Kapazitäten auf. Doch kann „der Stellenaufbau in den Zukunftsfeldern die Anpassungen im traditionellen Bereich leider nur teilweise kompensieren“, so der Vorstandsvorsitzende Wolfgang Dehen. Zukünftige Schwerpunkte sind LED-basierte Produkte und die Leuchtstofflampenfertigung. Gleichzeitig solle das Marktvolumen von traditionellen Produkten um rund 15 Prozent sinken.

In den Aufbau des LED-Montagewerks in der chinesischen Provinz Jiangsu wird Osram einen dreistelligen Euro Millionen-Betrag investieren. Dort sollen 1.700 Mitarbeiter Produkte für den asiatischen Marktes herstellen. Denn bereits in fünf Jahren soll Asien die Hälfte des weltweiten Lichtmarktes ausmachen, prognostiziert Osram.

Kommentare

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  1. Steuern sind ein Mittel der Unterdrückung sagt:

    Das Glühbirnen-Kartell hat also auch seine Probleme. Die quecksilberverseuchten EU-Pflicht-Leuchtmittel will auch kaum einer mehr haben. Das diese extrem gesundheitsschädlich sind, hat sich mittlerweile schon herum gesprochen!

  2. Michael H sagt:

    Alle Betriebe in Deutschland werden nach und nach Stellen abbauen müssen.

    Wir müssen uns ja schließlich angleichen.

    Das ist keine Theorie, sondern Praxis.

    …und ALTERNATIVLOS! 🙂