Auto-Industrie: Opel-Werk Bochum offenbar vor der Schließung

Nach der Fertigung des Zafira soll kein weiteres Opel-Fahrzeug mehr in Bochum hergestellt werden. In einer Betriebsratssitzung am Montag will Opel seine Belegschaft über weitere Schritte informieren.

Die schwache Absatzentwicklung in Südeuropa macht allen Autoherstellern zu schaffen. Der ohnehin angeschlagenen Tochter des US-Konzerns General Motors (GM) geht diese Absatzkrise doppelt an den Kragen. Das Opel-Werk in Bochum wird keine neuen Aufträge erhalten, wenn das Familienfahrzeug Zafira ausgelaufen ist.

„Damit ist spätestens 2016 Schluss für Bochum als Fahrzeugwerk”, sagte Betriebsratschef Rainer Einenkel einem Bericht von Reuters zufolge. Für die 3.000 Beschäftigten ist noch unklar, wie es nach dem Ablauf dieser Frist weitergehen soll. Man dürfe die Belegschaft jedoch nicht über die Weihnachtszeit im Ungewissen lassen, sagte Einenkel.

Bis zum Ablauf dieser Gnadenfrist sind betriebsbedingte Kündigungen in einer Absprache mit GM ausgeschlossen. Seit September hat Opel jedoch 10.000 Arbeitnehmer teilweise in die Kurzarbeit schicken müssen. Auch über die Auslastung der Standorte in Rüsselsheim, Bochum, Eisenach und Kaiserslautern werden von der Konzernleitung und dem Betriebsrat verhandelt.

Kommentare

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  1. Marie sagt:

    Ups, uns welche anderen Unternehmen und Zulieferer sind davon auch betroffen…..???

  2. peter müller sagt:

    ich mach meine lehre bei opel, bin fast fertig, und was im verkauf los ist, darüber kann man nur lachen, die verkaufen praktisch kein auto mehr, stehn alle mit zulassung seid über einem jahr rum….die einzigen neu wagen werden an ein paar rentner abgesetzt die schon immer opel hatten, aber junge leute, geschäfts leute keine spur…..

  3. fan sagt:

    Auch die Einheits- und Nachplapper-Medien tragen m.E. eine große Mitschuld am Niedergang von OPEL.

    Jahre lang haben sie nichts Besseres gewusst, als OPEL permanent schlecht zu machen. Dabei sind die OPEL-Autos gute Autos, die sich hinter keiner anderen Auto-Marke verstecken müssen oder mussten.

    Meine Frau und ich haben insgesamt 3x OPEL-PKW’s gefahren – (Rekord, Zafira, Corsa), die alle besser waren – und auch der Service – als alle PKW’s, die meine Frau und ich von VW gefahren hatten –
    ( 3x Passat, 1x Golf und 1x Polo)

    Das sind Tatsachen, die nicht nur von mir so gesehen werden..!

    • jgb sagt:

      ….volkmmen richtig! alle helfen den amis, einen konkurrenten loszuwerden.
      oder warum dürfen opel-pkws außerhalb europas nicht verkauft werden?
      und wir steuerzahler subventionieren über die kurzarbeit auch noch diese machenschaften! wo bleibt da die deutsche wirtschaftspolitik? die mitarbeiter haben mitleid und unterstützung verdient: frau kraft soll sich mal bewegen und opel endlich von den amerikanern befreien,(ver)- handeln statt immer nur reden. das gilt auch für den herrn einenkel (br-vorsitzender)!

      • cocooning sagt:

        Wollte Angela Merkel damals 2009 nicht Opel an die MAGNA-Gruppe (Austria / Canada) verkaufen? Warum gab es damals den Rückzieher?

      • Helmut sagt:

        OPEL ist kein Amikonkurrent. OPEL gehört schon seit 1929 zu GM !

        • Einweckglas sagt:

          @Helmut. Richtig! Aber der Kommentar des jgb bezieht sich dennoch auf Wahrheiten, wenn auch auf die Konzernausrichtung von GM, die Opel nicht als Konkurrenten auf den einzigen Wachstumsmärkten der Welt sehen wollen!

    • Marie sagt:

      soviel ich weiss, sind die Autos nicht Konserviert, keinen Schutz gegen Verrostung und nicht nur Opelautos, werden nur noch billig billig verbaut. Wenn, muss man Richtig in die Tasche greifen um für Jahre ein gutes Auto zu fahren. Das Managment hat versagt, wie gesagt, nicht nur bei Opel.

      Billig und unter Nivaeu herstellen und teuer verkaufen geht eben nicht in der heutigen Zeit. Wer kann sich denn schon SAU-teure Autos leisten?

      Das haben die wohl auch der Politik zu verdanken…..tja, die LobbyPolitik ebend