Berliner Großflughafen droht Zahlungsunfähigkeit im Januar

Der Haushaltsausschuss hat die Auszahlung von über 300 Millionen Euro für die entstandenen Mehrkosten gesperrt. Doch das Bundesverkehrsministerium bittet nun um eine Freigabe, um das Flughafen-Projekt nicht scheitern zu lassen. Denn im Januar droht bereits die Pleite der Betreibergesellschaft.

Am neuen Eröffnungstermin des Berliner Großstadtflughafens für den 27. Oktober 2013 wird weiter festgehalten. Doch nun droht nicht nur eine Gefahr durch weitere Bauverzögerungen, sondern aufgrund der finanziellen Situation. Das Bundesverkehrsministerium hat sich dem Focus zufolge an den Haushaltsausschuss gewandt, um die Freigabe der gesperrten 312 Millionen Euro zu erreichen – insgesamt liegen die Mehrkosten bei mittlerweile 1,2 Milliarden Euro.

Ohne diese Gelder bestehe „die erhebliche Gefahr“, dass bereits im Januar die Insolvenz drohe, so das Ministerium. Nur mit der Freigabe der gesperrten Gelder könne das verhindert werden. Die restlichen Mehrkosten übernehmen der Bund, der mit 26 Prozent beteiligt ist, und die Haupteigner Berlin und Brandenburg. Vor allem die stetig verschobenen Eröffnungstermine, die Fehler bei der Errichtung des Flughafens und die Nachbesserungen haben die Kosten für den BER in die Höhe getrieben. Allein die zuletzt auf Oktober verschobene Eröffnung werde den Steuerzahler 28 Millionen Euro kosten. Das zumindest geht aus der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Floria Toncar hervor.

Kommentare

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  1. Nebenerwerbskanzler sagt:

    micht dünkt, der 27.Oktober 2013 wird ein stinknormaler und vor allem ein nur sehr wenig „abgehobener“ Tag werden.
    Diese Karnevalsgesellschaft hätte besser statt des Flughafens einen Flugzeugträger gebaut. Stahl ist leichter zu recyceln als Beton und spätestens wenn sie demnächst sowieso absaufen bekäme der Flugzeugträger auch noch Wasser unter´n Kiel. Aber gute Ratschläge wollen die ja nicht hören.

  2. Unrechts-Populist Nr.1 sagt:

    Die sollten sich beim Flug-Hafen auf das Wesentliche konzentrieren und darauf was sie dort noch irgendwie hinkriegen.
    Also macht endliche vor´s Abfertigungsgebäude eine giganto-manische Willi-Brandt-Statue hin, mit richtungsweisender Geste (das hilft!!) incl. Daumen nach untern. Notfalls könnte man ja ein Lenin -oder Stalin-Denkmal recyceln. Tut was!

  3. fan sagt:

    Wo geblieben..?

  4. flonic sagt:

    Deutscher Bürokratismus und deutsche Ingenieurskunst. Das ich nicht lache. Die größte Nullnummer des Jahrzehnts. Die BRD kann nicht mal mehr einen Flughafen bauen und diesen Termingerecht fertigstellen.

    🙂

  5. fan sagt:

    Wird hier symbolisch die Baustelle EUROPA gezeigt oder soll das wirklich der zukünftige Flughafen sein, für den es vielleicht gar keine Zukunft geben wird..?

    Sieht doch eher danach aus, als wenn dort ein riesiger Friedhof angelegt wird mit einem Krematorium und einer großen Gedächtnis- und Erinnerungs-Halle. Fehlt nur noch eine schöne in Marmor gemeißelte Flughafen-Führer-Büste, die an exponierter Stelle ihren Ehren-Platz haben sollte und an der man ehrfurchtsvoll vorbei defilieren kann – mit Einwurf-Schlitz für Spenden-begeisterte Besucher..!

  6. exkoelner sagt:

    und wer die Hintergründe noch etwas detaillierter wissen will, schaut einfach mal auf die Homepage der Piratenfraktion im Berliner Abgeordnetenhaus:

    https://www.piratenfraktion-berlin.de/2012/12/05/untersuchungsausschuss-ber-erste-erkenntnisse-aus-dem-aktenstudium/

    denn Nerds können auch Untersuchungsausschuss, wie es scheint!