Wegen Finanzkrise: Der Pariser Louvre ist baufällig

Eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt ist in Gefahr. Frankreich hat kein Geld mehr, um die überfällige Renovierung im Pariser Louvre durchzuführen. Die Kunst als Opfer der Schuldenkrise.

Der Louvre platzt aus allen Nähten. Vor allem die zentrale Halle, die von der berühmten Glaspyramide überdeckt wird, kann dem Besucherandrang kaum mehr standhalten. Etliche Räume des Museums können den Besuchern gar nicht mehr gerecht werden. Lange Wartezeiten sind die Folge, aber diese können das grundsätzliche Problem auch nicht beheben. Der Louvre wurde anfänglich von seinem Architekten Ming Pei für vier Millionen Menschen – verteilt auf ein Jahr – konzipiert. Doch schon 2005 drängten 7,5 Millionen Besucher ins Louvre, in diesem Jahr waren es bis jetzt 9,5 Millionen. Allein in den Weihnachtsfeiertagen strömen bis zu 50.000 Menschen in das Museum.

Eigentlich sollte der Louvre aus diesem Grund schon längst grundlegenden Sanierungsarbeiten unterzogen werden. Viele Ausstellungsräume müssten erweitert bzw. neu organisiert werden. Aus diesem Grund kam der Architekt des Louvre bereits 2006 noch einmal nach Paris, um Lösungen für das Problem aufzuzeigen. Doch die Schuldenkrise macht dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung. Le Figaro zufolge wurden die Sanierungsarbeiten mittlerweile auf unbestimmte Zeiten verschoben und, um in Zeiten der Sparmaßnahmen noch mehr Geld zu sparen, sollen die Finanzmittel für die Sanierung über die kommenden vier Jahre um etwa 70 Millionen Euro gekürzt werden.

Kommentare

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  1. Party Tiger sagt:

    Nun, die EU geht an niemandem spurlos vorüber. So ist es nun mal, wenn das gesamte Vermögen auf den Geldadel verteilt werden soll. Die Kunst wird wahrscheinlich bald auch in private Hände wandern. Vielleicht hängt die Mona Lisa dann eines Tages bei Van Rompuy oder Draghi über dem Bett. das ist eben der tolle Fortschritt – ein paar Wenige besitzen alles.

  2. pascot sagt:

    man stelle sich vor die mona lisa müsste versteigert werden…
    welche summen würde dieses gemälde einbringen?
    in zeiten.
    wo millarden/billionenschwere soziopathen,hofiert von deren mainstream summen für farbklecksereien summen zahlen,für die der hunger von millionen menschen gestillt werden könnten…
    tausend ps autos,badezimmer aus purem gold,milliardenteure reisen zum mond wichtiger sind,als das gefühl menschenleben vor dem jämmerlichen hungertod zu retten.
    da die monalisa das wohl berühmteste kunstwerk der menschheitsgeschichte ist,kann man dieses gemälde eher als symbol und wohl wertvollsten gegenstand der welt ansehen .
    sozusagen als heiligen gral,die goldmedaille für die wirklich mächtigen,dijenigen denen die fortschrittlichen,freien,demokratischen länder die billionen schulden.

    ein gedachter verkauf der mona lisa wäre eine nie zuvor dagewesene „wer hat den längsten pimmel“ veranstaltung.
    sozusagen der nobelpreis für den erfolgsreichsten,vermögensten,mächtigsten,menschen dieses planeten.

    da ginge es nicht um millionen,sondern um milliarden…

    traurig und symbolhaft wäre es,wenn die eliten auch zugriff auf das „volkseigentum“ hätten.

  3. Florian sagt:

    9,5 Millionen Besucher –
    Wenn jeder für 10 Euro Eintritt zahlt, sollte man mit den 95 Millionen Euro doch etwas anfangen können.
    Ich verstehe nicht, wieso so ein Museum nicht kostendeckend betrieben werden kann.
    Vermutlich wegen der Versicherungen.

  4. fan sagt:

    Die SOZIS konnten noch nie gut mit der Kunst leben – die kostet nämlich Geld, und Kultur gehörte noch so richtig zum Bildungs-Bewusstsein der SOZIS..!

  5. FDominicus sagt:

    Nun das Problem ist einfach zu lösen: Man erhöhe die Kosten auf 7 Mrd und das Geld wird auf einmal da sein. Von wegen alternativlos oder so….