Schulden in Italien und Spanien steigen weiter

Die Verschuldung in Italien hat die 2-Billionen-Euro-Marke überschritten. Seit 2008 steigen die öffentlichen Schulden, daran konnte auch Monti bisher nichts ändern. Zwar ist der spanische Schuldenberg deutlich kleiner, aber auch hier wurde ein neuer Rekord erzielt.

Italien befindet sich im Wahlkampf: Sparmaßnahmen, ein möglicher Bailout sowie umstrittene Struktur-Reformen sind die Themen. Doch unabhängig davon, wer in den vergangenen zwei Jahren an der politischen Spitze des Landes stand, die öffentlichen Schulden des Landes steigen weiter an. Weder Berlusconi noch Monti konnten daran bisher etwas ändern. Wie am Freitag bekannt wurde, hat die öffentliche Verschuldung des Landes im Oktober nun die 2-Billionen-Euro-Marke überschritten – das wären theoretisch 82.192 Euro pro Haushalt. Prognosen der EU-Kommission legen nahe, dass die Verschuldung in diesem Jahr noch auf insgesamt 126,5 Prozent des BIP ansteigen werde und 2013 sogar auf 127,6 Prozent. Nur Griechenland weist eine höhere Verschuldung in der EU auf.

Doch nicht nur der Schuldenberg in Italien ist weiter gestiegen. Wie die spanische Zentralbank am Freitag miteilte erreichte die öffentliche Verschuldung des Landes mit 77,4 Prozent des BIPs ebenfalls eine landeseigene Rekordmarke. Das Defizit-Ziel hatte die spanische Regierung ja bereits vergangene Woche ad acta gelegt.

Kommentare

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  1. Unrechts-Populist Nr.1 sagt:

    es sind doch nur Würgschaften !!!!
    So ähnlich hieß es von der Nomenklatura vor nicht mal 2 Jahren.

  2. www.makrointelligenz.blogspot.de sagt:

    Was die totale Verschuldung angeht, ist Italien aber vermutlich noch ein Musterknabe im internationalen Vergleich. 2 Billionen Euro jetzt sind zudem real kaum mehr als 1,3 Billionen im Jahre 1999, bedenkt man die 30% Inflation in diesem Zeitraum in der Eurozone. Berechnet man noch cirka 1% Wirtschaftswachstum ein, ist man ungefähr auf dem Level von 1999 verharrt.

  3. whisky sagt:

    Austeritätspolitik a la Merkel funktioniert halt nicht.
    IWF-Studie: 1% Senkung der Staatsausgaben = 0,9% bis 1,7% Sinken des BIP. Damit sinken natürlich auch die Steuereinnahmen. Und da das BIP auch „Teiler“ bei der Berechnung der Staatsverschuldung ist, steigt die halt kräftig bei Senkung der Staatsausgaben.
    http://orf.at/stories/2146031/2146022/
    http://www.nzz.ch/finanzen/uebersicht/boersen_und_maerkte/austeritaetspolitik-in-neuem-licht-1.17681807

  4. Realitätsverweigerer sagt:

    Es ist schon komisch ,dass es immer wieder Leute/Journalisten Redakteure gibt ,die auf Teufel komm heraus an den Euro und die EU glauben wollen . Dabei sind wir von Anfang an nur belogen und betrogen worden ,wobei das Volk instinktiv fühlte ,dass da etwas nicht stimmt (Verteuerung,Geldentwertung,Minijobs,Arbeitsplatzklau durch Ausländer usw.). Genau dieses Gefühl wurde von den Medien lange Zeit durch Verschweigen ,Falschmeldungen und Halbwahrheiten unterdrückt ,sodass die Medien – wie ein konditionierter Reflex – nach wie vor an diese Ammenmärchen glauben wollen oder gar müssen ??!!
    Auch hier zeigt sich wieder,dass ein ESM – Beamter Regling (wie schon häufig ) vollkommen unreflektiert seinen Senf absondert , obwohl Merkel am gleichen Tag das Gegenteil sagt :“ Es ist nicht ausgestanden..“ usw) ! Wenn einem dann noch erklärt wird , dass Italien und Spanien die Schulden seit 2009 dramatisch über 2 Billionen € gestiegen sind ,dann wirkt die Aussage von Regling schon grob Fahrlässig ! Wie sagt der Finanzwissenschaftler Stefan Homburg ,Otte u.a. „Der Verbleib im Euro ist „Teuerer “ als das “ Ausscheiden “ ….die Politik wolle dies nur verschleiern „!
    Wie lautet ein sehr zutreffendes Sprichwort : “ Glaube und Harren ,hält alle zum Narren “ !

  5. Johannes Haaf sagt:

    Da hilft nur zurück zu Lira und abwerten!
    Europapolitik führt in eine soziale und demokratische Katastrophe
    Die Erwerbslosigkeit in Europa steigt. Die Wettbewerbsfähigkeit vieler Volkswirtschaften in Europa bleibt über Jahre hinweg schlecht. Die Staatsschulden steigen, weil von Banken und Investoren Schulden hin zum Steuerzahler verschoben werden. Politik wird durch Verschuldung auf Kosten kommender Generationen gemacht. Die Verarmung breiter Massen nimmt zu. Wenige Reiche profitieren von dieser Politik. Kapital fließt unter den Augen der Politik in Steueroasen. Die sogenannten europäischen Eliten bauen systematisch die Demokratie ab, schaffen europäische Institutionen, die weder demokratisch noch gerichtlich kontrolliert werden. Rechtsfreie Räume entstehen, wo man sich selbstherrlich finanziell bedient. Sozialstandart´s werden geschliffen. Übrig bleibt Armut und Feindschaft der europäischen Völker. Deshalb braucht es dringend die Wahlalternative 2013. Dazu finden Sie Informationen im Internet. Unterstützen Sie bitte: http://www.wa2013.de/index.php?id=198 nnnnnnnn

  6. Matthes sagt:

    Warum sollte sich etwas ändern? Das Ziel der EU ist doch derzeit nur noch, billige Gelder für weitere Neuverschuldung zu beschaffen. Und diese blöden Auflagen der Deutschen wird Brüssel auch noch wegbringen.

  7. Stefan Wehmeier sagt:

    Streng genommen lebt die ganze halbwegs zivilisierte Menschheit eigentlich nur dafür, den Zinsgewinnern dieser Welt ihr leistungsloses Kapitaleinkommen zu erarbeiten, während die hohe Politik ihre Zeit damit vergeudet, die durch die Zinsumverteilung verursachten sozialen Spannungen mit einer Flut von Gesetzen zu bekämpfen, die nur die Freiheit aller zusätzlich und immer weiter einschränken, bis sich am Ende gar nichts mehr bewegt. Dabei kann sich jeder begreiflich machen, dass die Verschuldung einer Zinsgeld-Ökonomie mit friedlichen Mitteln niemals abzubauen ist:

    Geldvermögen = Kredite + M1 – (über Fristentransformation verliehener Anteil von M1)

    Diese einfache Gleichung besagt, dass die Summe der Geldvermögen in einer Volkswirtschaft immer um die Liquiditätsreserve größer ist als die Summe der Kredite. Die Liquidität M1 ist die Bargeldmenge plus Sichtguthaben auf Girokonten, von denen die Geschäftsbanken nur einen kleinen Teil (etwa 10 Prozent) durch Fristentransformation längerfristig verleihen dürfen, weil die Kontoinhaber ihre Guthaben jederzeit abheben (in Bargeld tauschen) oder auf andere Konten überweisen können. Es gibt also keine so genannte „Geldschöpfung der Geschäftsbanken“, wie sie von vorgeblichen „Geldkritikern“ behauptet wird, um sich damit „wichtig“ zu machen. Die Guthabenzinsen landen bei den Besitzern großer Geldvermögen (Großsparern) und nicht bei den Banken, die deren Geldersparnisse nur weiterverleihen und sämtliche Kosten für Bankpersonal, Gebäude, etc. sowie die Kreditausfall-Versicherung von einer Bankmarge bezahlen, die nur etwa 20 Prozent aller Kreditzinsen ausmacht, die von verschuldeten Unternehmern aufgebracht werden. Diese legen ihre Finanzierungskosten auf die Preise um, sodass die Produktpreise heute zu etwa einem Drittel nur aus Zinsen bestehen; das gilt für alle Produkte, von der Zahnbürste bis zum Automobil. Die Wohnungsmieten bestehen sogar zu etwa 75 Prozent nur aus Zinsen, weil Immobilien über einen relativ langen Zeitraum von 20 bis 30 Jahren finanziert werden, sodass der Zinsanteil entsprechend hoch ist. Alle Steuern und Sozialabgaben enthalten mittlerweile etwa 25 Prozent Zinsanteil.

    Die Geldvermögen der wenigen Reichen und Superreichen wachsen durch Zins und Zinseszins exponentiell und erzeugen auf der Kehrseite der Medaille eine (fast) spiegelbildliche Verschuldung von Mittelstand und Staat. Kann die mittelständische Privatwirtschaft keine weiteren Schulden mehr aufnehmen, muss sich der Staat weiter verschulden, um den Geldkreislauf aufrecht zu erhalten. Es gibt also in einer Zinsgeld-Ökonomie keine Möglichkeit, die Verschuldung jemals abzubauen – es sei denn, durch einen Krieg!

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2011/07/was-passiert-wenn-nichts-passiert.html

    • Auchda sagt:

      Wie wahr wie wahr. Schoen waere es, wenn sich diese Erkenntnis in Waehlerstimmen widerschluege. Jedoch die Ignoranz und Traegheit der verdummten Masse verhindert dieses. Schade!

  8. Leierkastenmann sagt:

    Es geht aufwärts. Eindeutig.