Zentralbanken fluten Märkte weltweit mit Liquidität

Die nationalen Zentralbanken wollen ihre Swap-Vereinbarungen verlängern. Dadurch können Länder ein weiteres Jahr lang Währungen in beliebiger Höhe ausgetauscht werden. Offenbar rechnen die Zentralbanken damit, dass sich die Banken schon bald wieder wegen neuer Liquiditäts-Engpässe melden werden.

Die Frist für bilaterale Swap-Vereinbarungen wurde von der Bank of Canada, der Bank of England, der Europäischen Zentralbank, der Fed und der Schweizerischen Nationalbank um ein Jahr verlängert.

Die Notenbanken teilten mit, dass die ursprünglich bis zum 1. Februar 2013 befristeten Swaps nun bis zum 1. Februar 2014 verlängert wurden. Die Liquidität der Banken soll somit weiterhin sichergestellt werden. Dies ist insofern bemerkenswert, als die EZB in diesem Jahr mit den LTROs die Banken ohnehin mit Liquidität im Übermaß versorgt hatte. Die Briten haben parallel zu der neuen Geldschwemme bekanntgegeben, dass sie das bisherige Inflationsziel von 2 Prozent aufgeben werden.

Währungs-Swaps sind Bankgeschäfte, in denen Kreditinstitute Landeswährungen zum jeweiligen Wechselkurs untereinander austauschen können.

Die Swap-Vereinbarungen wurden 2011 von den Zentralbanken infolge der Liquiditätsengpässe durch die Finanz- und Schuldenkrise geschlossen. Dabei wurden Dollarbestände in den Euroraum gepumpt, um den Interbankensektor zu stützen und einen Crash zu vermeiden. Die Fristverlängerung für diese Maßnahme deutet daraufhin, dass sich die Zentralbanken auch im Jahr 2013 einen Crash für jederzeit möglich halten.

Kommentare

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  1. hugin sagt:

    GELD-DRUCKEN FOLGT INFLATION !
    Die Politiker haben aus der Inflation der 30er Jahre nichts gelernt ! Das ständige erhöhen der Geldmenge ist keine Lösung, sondern nur eine Verzögerung des Zusammenbruchs der Währungssystems. Ich habe eine „Reichsbanknote“
    500 Millionen Mark von 1923, die Rückseite ist nicht mehr bedruckt worden !
    Den täglichen Politlügen und den „Rettungsschirmen“ kann man nicht mehr Glauben schenken !

  2. achim sagt:

    Luftgeld investiert
    in inflationierende Stickoxide…
    hust hust…

  3. fan sagt:

    FAZIT:

    Das heißt doch nichts anderes, als dass die Zentral-Banken den Märkten Liquidität zur Verfügung zu stellen, um weiter Schulden zu machen, die immer weniger kompatibel mit den Leistungen der Real-Wirtschaft sind – ich glaube nicht, dass diese Politik gut gehen kann..!

  4. J.J.Rousseau sagt:

    Die Zentralbanken sind zu praktisch 100% in den Händen weniger Supperreicher. Diese Menschen (sind es Menschen?) erlauben sich über den Rest zu herrschen und durch das Papier Falschgeldsystem die totale Versklavung zu erlangen. Ich aber sage Euch, ihr seid bereits gescheiter – und es ist gut so.