Weniger Unfälle: Auto erkennt Müdigkeit beim Fahrer

Ein Bordcomputer analysiert die Augenbewegungen des Fahrers und gibt Rückmeldung über dessen Zustand. Schwere Unfälle infolge von Übermüdung könnten damit ausgeschlossen werden.

Die japanische Aisin Seko Corporation hat ein innovatives Fahrsicherheitssystem entwickelt. Mit einer Kamera überwacht dieses die Augenbewegungen der Person hinter dem Steuer. Der Fahrer ist damit nicht länger nur auf sein eigenes Urteilsvermögen angewiesen, wenn es darum geht, seine Fahrtüchtigkeit zu bewerten. Menschliche Fehleinschätzungen im Straßenverkehr könnten damit verringert werden.

Herzstück der Technik ist ein Bordcomputer, der die Bewegungen der Augenlider des Fahrers auswertet. Der Rechner bezieht seine Daten von einer Kamera, die im Amaturenbrett installiert ist. Anhand der Analyse von insgesamt acht Parametern ermittelt das System zu jeder Zeit den Zustand des Fahrers. Zu den gesammelten Daten zählen beispielsweise die Häufigkeit der Blinzelvorgänge, deren Dauer und die Position der Augenlider. Auf einer fünf-stufigen Skala, von nicht müde bis hin zu sehr müde, bekommt der Fahrer seinen aktuellen Zustand mitgeteilt.

Bisherige Tests zeigen die Zuverlässigkeit des Systems. Neun Personen nahmen an den Probefahrten teil. In Begleitung von zwei Beobachtern mussten die Tester so lange wie möglich mit konstanter Geschwindigkeit fahren. Die Versuche endeten erst dann, wenn die Beobachter entschieden, dass die Probanden zu müde waren, um die Fahrt fortzusetzen. Während der Fahrt zeichnete das System die acht Parameter auf. Anschließend ordneten Wissenschaftler die vorliegenden Datensätzen den fünf Müdigkeitsstufen zu. Dabei stellte sich heraus, dass es kaum Unterschiede zwischen den einzelnen Probanden gab. Alle wiesen identische Anzeichen bei gleicher Müdigkeit auf. Die aufgezeichneten Daten stimmten zu 99,9 Prozent miteinander überein.

Daher wollen die Japaner das System noch weiter verfeinern. Bisher können die einzelnen Datensätze nur separat genutzt werden. Mit einem verbesserten Ansatz wollen die Forscher die acht Kategorien miteinander verknüpfen. Damit soll eine noch präzisere Aussage über den Zustand des Fahrers ermöglicht werden. Müdigkeit am Steuer zählt weltweit zu den häufigsten Ursachen von schweren Autounfällen. In Japan steht es sogar an erster Stelle. Die neue Sicherheitstechnik könnte dazu beitragen, die Risiken im Straßenverkehr zu reduzieren.

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  1. Winston sagt:

    wollte man die zur Verfügung stehenden Technologien des 21. Jahrhunderts auch nur ansatzweise sinnvoll nutzen käme als allerletztes eine solche Errungenschaft bzw. Entwicklung heraus. Vielmehr würden Probleme wie Staus mit Assistenzsystemen vermieden oder komplett beseitigt und dezentrale energieerzeuger entwickelt die nicht mehr gewartet werden müssen und die Umwelt- und Emmissionsbelastungen auf ein Mininmum reduzieren. Diese Verschwendergenerationen ohne echte Innovationen werden demnächst den Preis dafür bezahlen den die Allgemeinheit bisher für Ihre Psychophatischen Spielchen über die Jahrhunderte bezahlt hat und zwar auf einen Schlag.