Krise: Massenentlassungen im Energiesektor

Die Streichungen von knapp 1.100 Arbeitsplätzen bei Siemens betreffen vor allem den Energiebereich, der unter anderem für die Herstellung von Windturbinen und Kraftwerke zuständig ist. Beim drittgrößte Energieversorger EnBW werden sogar noch umgangreicher Stellen abgebaut und aber darüber hinaus auch Boni für Mitarbeiter gekürzt.

Ähnlich wie die Autobranche ist auch die Energiebranche stark angeschlagen. Vor allem Deutschland spürt nun die Auswirkungen der Krise. Am Donnerstagabend teilte Siemens mit, etwa 1.100 Arbeitsplätze im Energiebereich zu kürzen. Sowohl die Sparte Fossil Power Generation als auch die Einheit Oil & Gas sind davon betroffen, berichte Reuters. Im Bereich der Energie stellt Siemens unter anderem komplette Kraftwerke, Windturbinen und Versorgungssysteme für Ölplattformen her. Insgesamt will das Unternehmen in den kommenden zwei Jahren sechs Milliarden Euro einsparen. Im November hatte Siemens bereits ein umfangreiches Sparprogramm angekündigt, aber noch keine näheren Informationen über eventuelle Personalkürzungen genannt.

Ebenfalls stark unter Druck ist Deutschlands drittgrößter Energieversorger EnBW. Insgesamt will EnBW 750 Millionen Euro einsparen und beginnt das Sparprogramm nun bereits ein Jahr früher als zunächst angenommen. Dies geschehe, um „auf die unverändert schwierigen energiewirtschaftlichen Rahmen- und Marktbedingungen” zu reagieren, begründete der Konzern die Entscheidung. 1.350 Arbeitsplätze sollen bei dem Unternehmen wegfallen. Man habe sich mit der Arbeitnehmerseite darauf geeinigt, die Stellen sozialverträglich anzubauen, so das Unternehmen am Freitag. Boni für Beschäftigte sollen ebenfalls reduziert werden.

Kommentare

Dieser Artikel hat 3 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  1. rundertischdgf sagt:

    Lohnt es sich für Siemens nicht mehr in die lukrative Energiewende zu investieren? Das ist schon seltsam! Absatzbewegung in allen Wirtschaftsbereichen, nicht nur auf dem Finanzmarkt? http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/12/18/beginnt-der-politische-gau-des-euros/

  2. Uwe Borchert sagt:

    Bis im November 2012 wurde noch von einer rosigen Beschäftigungssituation im Maschinenbau geredet. Kurzarbeit wäre auch nicht nötig, die Lage sei stabil. Jetzt ist kein Monat vergangen und schon werden in größeren Mengen Mitarbeiter freigesetzt. Es handelt sich also um die aus der Ersten Hilfe bekannten stabilen Seitenlage.

  3. Nebenerwerbskanzler sagt:

    na so was:
    die Boni und Gehälter der Schalter & Walter & Aufsichtsräte bei ENBW werden gekürzt?
    Das wird aber einen Aufschrei geben bei den betroffenen Politikern.