Studie: Deutscher Arbeitsmarkt auf mehr Einwanderer angewiesen

Aufgrund der sinkenden Zahl der arbeitsfähigen Bevölkerung werden die Deutschen in den nächsten Jahren ihr Arbeitspensum steigern müssen, um die europäische Wirtschaft weiterhin aufrecht zu erhalten. Goldman Sachs fordert eine verstärkte Einwanderung nach Deutschland.

Die Investmentbank Goldman Sachs ist überzeugt: Deutschland muss Einwanderungsland bleiben. In den Jahren vor der Finanz- und Schuldenkrise ist die Einwanderung zurückgegangen. Goldman kommt in einer Analyse des deutschen Arbeitsmarkts zu dem Schluss, dass die verstärkte Immigration in die Bundesrepublik nur wegen der schwachen wirtschaftlichen Bedingungen im europäischen Ausland erfolgt ist. Angesichts sinkender Bevölkerungszahlen ist zwar noch nicht klar, wie nachhaltig diese Entwicklung ist, aber der deutsche Arbeitsmarkt wird dadurch entlastet. Daher fordert Goldman, dass die durch die demografische Entwicklung entstehenden Probleme durch eine dauerhafte Zuwanderung von Arbeitskräften nach Deutschland gelöst werden sollten.

Von 2007 bis 2011 hat sich die Einwanderung aus Griechenland, Italien, Spanien und Portugal mehr als verdoppelt. Allen Prognosen zufolge scheint sich dieser Trend auch für das nächste Jahr fortsetzen zu können. Noch drastischer ist die Entwicklung für die Menschenströme, die aus der ganzen Welt nach Deutschland kommen: die Zahl stieg von 11.000 Einwanderern für das Jahr 2008 auf bis zu 360.000 Menschen für 2012.

Langfristig gesehen braucht Deutschland jede Fachkraft aus dem Ausland, angesichts eines Rückgangs der arbeitsfähigen Bevölkerung (Bürger im Alter von 20 bis 67 Jahren). Aufgrund von geringen Geburtenraten und einer stetig steigenden Lebenserwartung wird sich die Anzahl der Gesamtbevölkerung in den nächsten Jahrzehnten reduzieren (Grafik1). Viel schwerwiegender ist allerdings der Schwund der arbeitenden Bevölkerung (Grafik 2). Experten gehen selbst bei anhaltend hoher Immigration und einer stabilen Geburtenrate von einem Rückgang der Arbeitskräfte von zehn Millionen Menschen bis zu Jahr 2050 aus.

Die mittelfristigen Folgen aus dieser Entwicklung lassen sich bereits abzeichnen. Schon jetzt ist der Arbeitsmarkt annähernd gesättigt. Mit einer innerhalb Europas relativ niedrigen Arbeitslosenquote und einem Rekordbeschäftigungsniveau hat sich die Wirtschaft Deutschlands in der Krise als bislang sehr robust erwiesen. Wenn nun die Zahl der Beschäftigungsfähigen Menschen in Deutschland abnimmt, kann das einen unmittelbaren Anstieg der Arbeitsstunden pro Kopf bedeuten. Die Deutschen müssten dann Überstunden machen. Je weiter dieser Trend sich fortsetzt, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Produktivität der deutschen Wirtschaft auf einem hohen Niveau gehalten werden kann.

Kommentare

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  1. Fine sagt:

    Da auch hier die Wahrheiten systemgetreu nicht veröffentlicht werden, belasse ich es bei diesem Link:

    http://derhonigmannsagt.wordpress.com/2011/04/08/die-gesinnung-der-linken-rassisten-in-deutschland/

  2. Fine sagt:

    Wem in 2012 +/- 20 Mio. Ausländer in der Republike „Deutsch“ immer noch kein Schrillen im Kopp verursachen, da ist Hopfen und Malz verloren!
    Sklaven bleiben Sklaven, und machen immer wieder neue Sklaven!
    Weniger gutmenschliche Dauerverblödeten lesen die auserwählten Pläne von N. Coudenhove-Calergi (Pan-Europa), Hooton und Kaufman. Jedoch nur böse Zungen würden dabei von seit ca. 100 Jahren geplantem Genozid am Deutschen Volk sprechen. :mrgreen:

    Und ist Goldmann-Sucks nicht der zentrale Pott, wo die sog. „Länder-Rettungsgelder“ zusammenlaufen?

    http://www.teredo.info

  3. Florian R. sagt:

    Soso, eine amerikanische Bank sagt dem Deutschen Volk also, wie es seine Immigrations-Politik zu führen hat?
    Wall zerschlagen wir endlich die Ketten, die uns binden? Viele merken ja nicht einmal, wie der Deutsche Volk langsam aber sicher dem Untergang zusteuert.
    Der Gedanke daran macht mich sehr traurig.

  4. Machiavelli sagt:

    Die Wanderung von Arbeitskräfte scheint mir, wegen Fehlen einer gemeisamen Sprache, für die EU nicht die richtige Lösung zu sein.
    Die bessere Lösung wäre dass man nicht die Menschen sondern die Arbeit verlagert.
    Wieso muss eine Luxuswagen für den griechischen Bankdirektor in Deutschland, Japan, Frankreich oder Italien gebaut werden und nicht in Griechenland?

    • Uta sagt:

      Wieso muss ein überflüssiger Luxuswagen für den griechischen Bankdirektor (Taxifahrer, Beamtenstall, …) in Deutschland.. gebaut werden und nicht in Griechenland?

      >> Antwort: Vielleicht, weil
      1) sie’s nicht direkt selbst bezahlen wollen, sondern die Finanzierungen über Instrumente wie Target2 laufen lassen??
      2) Qualtität setzt auch qualifizierte, emsige Arbeiter und effiziente Arbeitsstrukturen vorraus, wo findet man das in Griechenland??
      (Selbst in Dtl. breitet sich inzwischen Vetterleswirtschaft in ungesundem Maße aus)

  5. cocooning sagt:

    Hmmm, auf eine freie Stelle kommen in DE 3,4 Bewerber. 10% bis 15% Arme in Deutschland (Armutsbericht), ausufernde Leih- und Zeitarbeit, sinkende Reallöhne. In fünf Jahren haben wir dann amerikanische Verhältnisse in Deutschland. Also, da kann man ja gleich in die USA auswandern, dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

  6. syssifus sagt:

    Einwanderer, in die Sozialsysteme ?

  7. hugin sagt:

    MEHR EINWANDERER ?
    Eine, Gesellschaft welches ihre Arbeiten nicht selbst bewältigen kann ist zum Sterben verurteilt. Altes Rom – Sklaven, 3.Reich – Ostarbeiter, DB – Gastarbeiter. Das sieht nicht gut für die Zukunft Deutschlands !

    • Machiavelli sagt:

      Die bessere Lösung wäre dass man nicht die Menschen sondern die Arbeit verlagert.
      Wieso muss eine Luxuswagen für den griechischen Bankdirektor in Deutschland, Japan, Frankreich oder Italien gebaut werden und nicht in Griechenland?

  8. Burckhard sagt:

    Wenn Goldman das fordert, wird es auch geschehen. Unsere Politiker aller Parteien werden es schon durchsetzen. Deutschland muß doch kaputt zu kriegen sein.

    Wahlalternative 2013. Vielleicht ein Anfang

    • Tante Erna sagt:

      Das wichtigste ist doch unsere Lebensversicherungen sind sicher.
      Jedenfalls was die Versicherungskonzerne angeht. siehe § 89 VAG

      Auch“ sicher“ sind unsere Spareinlagen, dank Einlagensicherungsfond,
      ihr dürft nur nicht den § 6 Nr. 10 duchlesen “ Ein Rechtsanspruch
      auf ein Eingreifen oder auf Leistungen des Einlagensicherungsfonds besteht nicht.“ Was das wohl im Ernstfall bedeutet?

      • gregg sagt:

        Vielen, vielen Dank für die Information über §6, Abs. 10.

        (Siehe http://www.gegen-altersarmut.de/images/Satzung-Einlagensicherungsfonds.pdf)

        Sehr interessant. Zum Glück hab ich einen großen Teil in Wertpapieren und Edelmetallen.

        • Gregor Schock sagt:

          Die Wertpapiere können wertlos werden. Aber die Edelmetalle werden in einem Staatsbankrott von der Gold-Polizei beschlagnahmt. Anschließend wird der Besitz von Gold verboten.

          Ich habe 1971 bei einem Zahnarztbesuch in England erfahren, dass der Besitz von purem Gold in England verboten ist. Da ich in der Zeit zwischen England und Holland hin und her pendelte, versprach ich dem Arzt, ihm Gold mitzubringen.
          Der Hammer traf mich in Holland beim ersten Bankbesuch. Die Angestellte sagte : Et is in Holland nit gebruklich tu haben Gold !

          In England verboten, in Holland verboten und wer weiß noch wo.

          Hören Sie die Video-Trailer von Prof.Dr. Bocker, dem Gold-Papst.

          MfG G. Schock Hamburg

  9. Der Seher sagt:

    Mehr Einwanderer… Na super! Kann ich bestens drauf verzichten. Am Ende hilft das nur, dass die Löhne ich Deutschland weiter gedrückt werden, damit die Reichen noch ein bisschen reicher werden.

    Ich will keine Arbeitsplätze für Einwanderer. Ich will Arbeitsplätze für DEUTSCHE und eine Bildungspolitik, die DEUTSCHEN Kindern und Jugendlichen eine auskömmliche Zukunft sichert.

    Das ach so fabelhafte Europa vor dessen Verfall uns viele unserer unfähigen Politiker stetig warnen, dient nur dazu, die Demokratie abzuschaffen und die Völker Europas in Zeiten der Sklaverei zurück zu katapultieren.

    Es wird höchste Zeit, diesem Unsinn ein Ende zu bereiten.

    • Gregor Schock sagt:

      Sehr richtig. Alles richtig !
      Aber es ist bereits zu spät, etwas zu ändern. Die Karre steht direkt vor dem Abgrund.
      Goldman S. kippt nur noch etwas Brandbeschleuniger ins Feuer.

      Wir haben mehr als 40 Jahre nach der „Frosch-Analogie“ gelebt und hätten lange tätig werden müssen. Es ist zu spät.

      Gregor Schock Hamburg….http://www.polithammer.de

      • Heiko sagt:

        Hallo Gregor Schock,

        so hart Ihre Worte auch klingen mögen, sie sind wahr. Unwissenheit und Verblendung sind der Anfang allen Übels. Die desinformierende, propagandistische Medienwalze, gepaart mit den Vorzügen des Wohlstandes auf Pump und den nimmer endenden Phrasen zur Aufrechterhaltung des Schuldstolzes, haben unser Volk überrollt und verdummt. Das aufzuwiegen ist schier unmöglich und das Interesse an Wahrheit und Aufklärung wird erst wiederkehren wenn wir tatsächlich am Boden kriechen und der 100-jährige Krieg gegen Deutschland seine Früchte tragen wird. Nur dann wird es wahrlich zu spät sein…

      • Baziburle sagt:

        Hab ich alles gelesen.
        Resultat:
        Lauter Gauner.
        Nur den Bankräuber finde ich O.K., denn die Banken sind ja die größten Räuber.

  10. annadomini sagt:

    Das Wörtchen HEIMAT soll wohl jetzt durch „Europa“ ersetzt werden? WER bis auf wenige Ausnahmen verlässt sein Land ohne Not? Unsere Fachkräftemängel sehen so aus, dass eine studierte IT-Spanierin aus meinem Bekantennkreis, die seit 5 Jahren hier lebt und mittlerweile verheiratet ist, keinen Job findet trotz Schulungen ohne Ende.