US-Haushalt: Im Grunde kein Problem gelöst

Nur noch bis Donnerstag hat der US-Kongress Zeit, dem am Montag verhandelten Deal zur Haushalts-Krise zuzustimmen. Am Dienstag mehrten sich die Stimmen bei den Republikanern, mit „Nein“ zu stimmen.

Das von US-Präsident Barack Obama und den Verhandlungsführern der Republikanern am Montag hastig vereinbarte Rettungspaket ist bereits wieder gefährdet: Mehrere Republikaner kündigten an, dagegen stimmen zu wollen. Darunter sind auch maßgebliche Stimmen aus der Führungsetage. Der Haupteinwand gegen den Deal: Es wird überhaupt nicht gespart, alle Verbesserungen sollen über Steuererhöhungen kommen. Die Einsparungen sollen erst in zwei Monaten beschlossen werden. Weil die Steuererhöhungen auch geringer als geplant ausfallen, wird der US-Haushalt in den kommenden 10 Jahren um weitere 4 Billionen Dollar zusätzlich belastet.

Der Vergleich der Zahlen zeigt, wie lächerlich gering die zusätzlichen Einnahmen im Vergleich zum US-Defizit sind (siehe die originelle Grafik am Ende des Artikels).

Für die meisten Amerikaner bedeutet die Hängepartie, dass sie ihre Steuererstattungen in diesem Jahr deutlich später erhalten werden, weil die Steuerbehörden noch gar nicht genau wissen, wie sie die Steuern berechnen sollen. Auswirkungen auf den privaten Konsum sind die logische Folge.

Der Deal erweist sich bei näherer Betrachtung als eine seltsame Mischung von Willenserklärungen und irrelevanten Maßnahmen: So wurde in vielen Punkten einfach die Jahreszahl ausgetauscht. Es heißt nun, dass etwa bestimmte Veränderungen bei der Besteuerung von Rum aus Puerto Rico erst im Jahr 2014 greifen, ebenso bei Biodiesel oder bei der Abschreibung von Autorennstrecken.

Das gesamte Papier (hier) ist ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass eine zentralistisch geplante Volkswirtschaft nicht funktionieren kann. Der Business Insider titelte seinen Bericht zu dem Deal treffend: Was die US-Regierung am Sylvesterabend beschlossen hat, während Millionen Amerikaner betrunken waren.

Kommentare

Dieser Artikel hat 4 Kommentare. Wie lautet Ihrer?

Schreib einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

  1. DCWorld sagt:

    Ein Sturz von der Fikalklippe wäre für die USA besser gewesen:
    http://www.start-trading.de/blog/2013/01/02/fiskalklippe-waeren-sie-doch-nur-gefallen/

    Das Land redet sich noch immer ihre ausweglose Lage schön. Sie löst keine Probleme, die blendet sie nur aus oder verschiebt sie in die Zukunft.

    Die Grafik ist ein guter Beweis, wie viel in den USA nur Schein ist. Die USA brauchen eine harte Landung oder igrendetwas erzwungenes damit sie zur Vernunft kommen.

  2. Andreas sagt:

    Jaja Kriegspielen ist teuer .

  3. Sozialkritiker sagt:

    Der gesunde Menschenverstand ist nicht mehr gefragt unter einem „Wesen aus einer anderen Welt“ – wie es manche Medien berichten.

    Man bedenke, Griechenland hat die „besseren“ wirtschaftlichen Daten als die USA.

    Und Griechenland steht vor bzw. im Buergerkrieg – Dank Troika.

    Quo vadis, USA?

    • Tommy Rasmussen sagt:

      „Und Griechenland steht vor bzw. im Buergerkrieg – Dank Troika. Quo vadis, USA?“

      Vielleicht :

      26.12.2012 – Der Plan der Regierung einen Bürgerkrieg zu inszenieren, wird allmählich erkennbar :
      http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/mike-adams/wenn-obama-gegen-schusswaffen-ist-warum-kauft-seine-regierung-dann-1-6-milliarden-schuss-munition-.html

      Jahr 2000 !!! :

      29.09.2000 – Steward Swerdlow: „Wir wissen Jetzt, wie die moslemischen Fundamentalisten weg sollen. Da bleibt nur noch die USA als Problem einer globalen Weltregierung, und die Lösung haben sie schon…….Stellen Sie sich einmal die Situation vor, in welcher zivile Ungehorsamkeit herrscht. In welcher Natur-Katastrophen stattfinden und gleichzeitig auch ein finanzieller Kolaps! USA wird in zwei Distrikte aufgeteilt werden. Atlanta und Denver haben bereits identische Flughäfen bekommen. Alle Regierungsbüros von Washington sind schon nachgemacht worden, und existieren bereits in diesen beiden Städten! New York City (das Heim der UNO) wird eine Internationale Zone, ein Distrikt…Denjenigen, die den Hintergrund nicht kennen, sei kurz gesagt: Mein Grossonkel war der erste Präsident der UDSSR, sein Name war Jakob Swerdlow. Das Gebiet und die Stadt Swerdlowsk wurden nach ihm benannt. Er hatte die grosse Ehre, die Ermordung des Zaren und seiner Familie anzuordnen.“
      Vortrag Steward Swerdlow am 29.Sep. 2000 im Kongreßhaus Zürich, Verein Kristallschlüssel, 8053 Zürich