Künstliche Intelligenz sortiert alte Batterien

Entwickler an der schwedischen Universität Göteborg haben eine neue Maschine entwickelt, die mittels künstlicher Intelligenz alte Batterien sortieren kann. Bald sollen alle Abfallanlagen mit einem neuralen Netzwerk ausgestattet werden.

Die Maschine zur Entsorgung von giftigen und säurehaltigen Energiezellen wird zurzeit in Großbritannien eingesetzt und kann bis zu zehn Batterien pro Sekunde sortieren. „Ich kam auf die Idee während ich meinen Hausmüll sortierte“, sagte Claes Strannegard, Forscher für Künstliche Intelligenz an den Universitäten Göteborg und Chalmers in Schweden.

Die Funktionsweise: Die Maschine besitzt ein sogenanntes neurales Netzwerk, das mit einem künstlichen Nervensystem verglichen werden kann. Wie im menschlichen Gehirn auch, kann das neurale Netzwerk lernen, was es tun soll. In diesem Fall ist das die Unterscheidung von bis zu 2.000 Batteriesorten. Dazu wurden von den Energieträgern zahlreiche Bilder aus unterschiedlichen Perspektiven geschossen. Diese Bilder wurden dann in das neurale Netzwerk eingespeist.

Die Maschine kann mit jedem neuen Einsatz mehr dazu lernen und später sogar stark verschmutzte Batterietypen erkennen. Anschließend werden die Sondermüllgehäuse durch ein Druckluftsystem anhand ihrer verschiedenen Inhaltsstoffe voneinander getrennt.

Wichtig ist diese Technologie für den Recycling-Markt, da die Trennmaschine Daten wie Modell, Marke und Typ speichern kann. Die gewonnen Rohstoffe können somit besser quantifiziert und an den Wiederverwertungsmarkt weitergegeben werden. Dadurch soll der Wettbewerb gesteigert werden können, durch einen Online-Handel mit den gesammelten Rohstoffen.

Dies verleiht dem Recyclingmarkt eine neue, kommerzielle Dimension. Bisher galt das Geschäft mit den Altlasten als wenig profitabel. „Dies gibt den Startschuss für weitere Forschungsmittel, so dass wir bald für sämtliche Abfälle künstliche Intelligenz verwenden können“, sagt Hans-Eric Melin, Chef von Optisort, einem Sponsor der Trennmaschine.

Kommentare

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  1. Wutbürger sagt:

    Nicht „Neurales Netzwerk“, sondern „Neuronales NetzwerK“ ist da wohl gemeint, aber Intelligenz ist das noch lange nicht, auch wenn das oft behauptet wird, sondern nur ein lernfähiger Algorithmus.