Sandwich-Chips revolutionieren Mobilfunktechnologie

Leistungsfähigere Computerchips können bald neuartige und aufwendigere Anwendungen bei der Mobiltechnologie unterstützen. Datenübertragung bis in den Gigahertz-Bereich sind denkbar.

Die Terahertz-Chips von Wolfgang Heinrich und Bernd Tillack von den Leibniz-Instituten für Höchstfrequenztechnik in Berlin (FBH) und dem Institut für innovative Mikroelektronik in Frankfurt an der Oder (IHP) können zwei Technologie-Welten miteinander verbinden: Das FBH entwickelt III/IV-Halbleiter, das IHP hingegen ist auf die Entwicklung siliziumbasierender Systeme spezialisiert.

Beide Verfahren wurden bislang nur getrennt voneinander verfolgt. Fortan können IT-Entwickler jedoch die Vorteile beider Verfahren in einem Computerchip nutzen. Die Erträge der Forschung können sich bald in der problemlosen Wiedergabe hochauflösender Grafiken auf Mobiltelefonen zeigen. Die Medizin- und Sicherheitstechnik wird ebenfalls von den neuen Kraftpaketen profitieren.

Die Leistungsfähigkeit der Chips soll bis in den Terrahertz Bereich gehen. Dies ermöglicht die Übertragung hoher Datenraten in Funknetzen oder das Aufspüren von Materialfehlern in Rotoranlagen. Die Schaltungen auf den neuen Sandwich-Chip-Generationen werden immer kleiner und somit wird neues Potenzial für höhere Leistung geschaffen.

Ein Problem bei der Leistungsfähigkeit ist die Aufrechterhaltung der Durchbruchspannungen für den Gigahertz Bereich. Eine Kombination einer herkömmlichen CMOS-Schaltung mit einer zweiten aus Indiumphosphid soll Abhilfe schaffen: hohe Leistungen bei hoher Frequenz. Die Forscher können durch ein Folgeprojekt nun an die Grenzen des Machbaren gehen.

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