Netzagentur: Strompreise werden im Jahr 2013 weiter steigen

Wegen der Energiewende werden die Strompreise im Neuen Jahr erneut steigen. Es ist allerdings in keiner Weise zu erkennen, in welcher Weise die Energiewende überhaupt funktionieren kann.

Dank des bisher milden Winters rechnet die Bundesnetzagentur nicht mit einem Blackout in Deutschland. Allerdings kommen auf die Konsumenten im Neuen Jahr mit großer Wahrscheinlichkeit wieder Preiserhöhungen zu. Der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann, sagte der Nachrichtenagentur dapd: „Die Netzentgelte werden auch in Zukunft noch weiter steigen. Es stehen ja erhebliche Investitionen in die Energiewende und konkret in den Netzausbau an. Diese müssen finanziert werden.“

Die „Energiewende“ entpuppt sich allerdings immer mehr als Kopfgeburt: EU-Kommissar Günther Oettinger sagte er Rheinischen Post, dass die Laufzeit der Kernkraftwerke verlängert werden müsse. Er rechnet damit, dass in Deutschland Atomkraftwerke noch mindestens 40 Jahre in Betrieb sein werden. Auch Arbeitgeber-Präsident Dieter Hundt forderte, die Laufzeiten zu verlängern.

Die hohen Strompreise in Deutschland sind vor allem auf die durch die Energiewende verursachte neue Steuer zurückzuführen. Etwa die Hälfte des Strompreises geht an den Staat, der die Milliarden dann an die Energiewirtschaft verteilt. Etwa 30 Milliarden Euro müssen die Bürger berappen, die Steigerung gegenüber dem Vorjahr beträgt satte 12 Prozent.

Der Ausbau der Netze kommt indes kaum voran. In Osteuropa wird der deutsche Strom mittlerweile in Spitzenzeiten gekappt, weil die Windenergie nicht sinnvoll eingespeist werden kann. Was die geförderten Energierunternehmen mit dem Geld machen ist unklar; ebenso ist nicht bekannt, ob die Unternehmen Rechenschaft ablegen müssen und ob die Förderungen an tatsächlich erfolgreiche Leistungen zur Verbesserung der deutschen Stromversorgung gekoppelt sind.

Möglicherweise wird die Bundesregierung jedoch versuchen, eine erneute Strompreiserhöhung bis nach der Bundestagswahl aufzuschieben. Eine aktuelle Umfrage über das Befinden der Deutschen sagt nämlich: Alle sind im Grunde glücklich, nur die Stromrechnung ist zu hoch. In diesem Falle könnte die Politik im Interesse der Wiederwahl das Ohr ganz nah beim Volk haben.

 

Kommentare

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  1. Samhain sagt:

    Die Energiewende wird niemals vollzogen werden. Sie ist ein tolles Argument, um die Menschen noch mehr zur Kasse zu bitten! Es wird die nächsten 30 Jahre heissen, die Preise müssen steigen, wegen der Energiewende! Das war von vornherein Sinn und Zweck des Kartells, in Absprache mit der obersten Deutschland-Vernichterin!

  2. Zwangszahler sagt:

    zu @ Thomas Klesenius

    Da Sie so gut informiert sind , möchte ich Sie fragen : Wie hoch waren zuletzt die Subventionen für die Atomenergie , wie hoch waren in den letzten Jahren die Subventionen für die Wind-,Sonnen- und Biogasenergie ?
    Wie hoch ist die Subvention für die Verstromung von Kohle ?
    Wie hoch ist der Anteil der verschiedenen Energiearten berechnet aut eine Kw/h ?

  3. frau nachbarin sagt:

    angesichts der vorherigen kommentare möchte hinzufügen, daß eben die energieverbrauchs starken unternehmen nicht oder fast kaum zum eeg herangezogen werden.
    die haquptlast liegt wieder beim normalen bürger als stromendverbraucher wie sie und ich.

  4. Ernst Otto Carstens sagt:

    Leopold, du triffst meine Meinung!

    Die Idiotie, die Kernkraftwerke abzuschalten, ist nicht zu übertreffen!

    Mit den Erträgen beim Weiterbetrieb hätte man viel für den Umbau finanzieren können.

    Nun wird dieser Staat wahrscheinlich auch noch viele Milliarden Schadenersatz an die Energieerzeuger zahlen müssen!
    Wem das Geld wohl auch noch aus den Taschen gezogen wird?

    Neben der „Eurorettung“ auf unsere Kosten die 2. Fehlleistung!

  5. Recht auf Durchblick sagt:

    Vor allem der Satz im Bericht: „Was die geförderten Energierunternehmen mit dem Geld machen ist unklar …“ weißt doch wieder mal auf eine Abzocke hin !!!

  6. Thomas Klesenius sagt:

    Dieser Artikel ist überhaupt nicht recherchiert und steht im Verdacht einfache Desinformation zu sein. Wer Öttinger im Ernst zitiert macht sich wie der große EU-Kommisar lächerlich. Auch unser Unternehmerwachundt bellt immer zur falschen Zeit.

    „Die hohen Strompreise in Deutschland sind vor allem auf die durch die Energiewende verursachte neue Steuer zurückzuführen“. – Das ist natürlich Unsinn, die Steuer wird nicht von der Energiewende verursacht. Die fossile Energiewandlung wird weltweit massivst subventioniert mit 530 Mrd. U$. Die Erneuerbaren haben bisher kaum 1/6 davon als Subvention erhalten.

    Wobei jedem klar sein sollte, dass man nicht eine Dinosauriertechnologie wie die Kohleverstromung subventionieren sollte, und dass Subventionen nur in neue, die Effizienz steigernde Technologie fließen sollten. Dafür sind Subventionen ausnahmsweise hilfreich und das ist bei allen Erneuerbaren ja auch der Fall. Wir hätten viel höhere Energieproduktionskosten, wenn wir die Erneuerbaren nicht hätten.

    Also bitte nicht das eigene Renomme´ mit solchen schlechten Propagandaartikeln für Monopolstrukturen im Energiesektor belasten, liebe Redaktion.

  7. Leopold sagt:

    Muss?
    Das klingt so selbstverständlich! Ich bin der Meinung, das sollen die bezahlen, die es wollen. Man kann „grünen“ Strom ja heute schon kaufen und der muss eben entsprechend bepreist werden. Und es muss anderen Strom geben! Zum Beispiel billigen EU-Strom! Ich bin nicht bereit, politische Fehlentscheidungen zu finanzieren!

    • Ingo der Realist sagt:

      Den Ausführungen ist nichts hinzuzufügen!

    • Gregor Schock sagt:

      dear Leopold.
      Genau das ist richtig.

      Dennoch, die traurige Realität ist, dass die neue Stromsteuer in den großen Haushaltstopf fließt und dort versickert.
      Das gleiche Märchen von der Zweckgebundenheit der Steuer hat man uns seit über 60 Jahren von der KfZ-Steuer erzählt. Davon sollten Straßen gebaut werden. Nur ein geringer Teil ist in den Straßenbau geflossen. Der überschießende Teil hätte zur Senkung der KfZ-Steuer führen müssen.
      Das Gleiche wird mit der Stromsteuer geschehen.

      Im Übrigen ist die „Energiewende“ ein planloses Gewurschtel.
      Die Meinung Öttingers zu zitieren, ist schon hart. Dem würde ich nicht einmal die Verwaltung über mein To-Papier anvertrauen.

      Gregor Schock Hamburg….http://www.polithammer.de