Italien: Bersani weit vorn, Monti weit abgeschlagen

Die in der Bevölkerung unbeliebten Sparmaßnahmen der Regierung beschaffen der Mitte-Links-Partei um Pier Luigi Bersani in Umfragen mittlerweile mehr als 35 Prozent. Berlusconis PDL liegt auf Platz zwei und Montis Bündnis abgeschlagen auf Platz vier. Monti liebäugelt nun mit dem Posten des Finanzministers.

Bereits Ende Februar sollen in Italien die vorgezogenen Neuwahlen stattfinden, bei denen sich Mario Monti auch einen Platz in der neuen Regierung sichern will. Wie die neuesten Umfragen jedoch zeigen, ist die italienische Bevölkerung mit der aktuellen Politik, allen voran den Sparmaßnahmen, allerdings alles andere als zufrieden. Derzeit liegt nämlich die Mitte-Links-Partei von Luigi Bersani mit 35,3 Prozent weit vorn, wie eine Umfrage der Tecne Agentur im Auftrag von Sky Italia.

Silvio Berlusconis PDL folgt mit lediglich 19,5 Prozent und Beppe Grillos Partei MoVimento 5 konnte sich seit den letzten Umfragen um einen Prozentpunkt auf 16 Prozent verbessern. Weit abgeschlagen ist jedoch das Parteienbündnis um Premier Mario Monti: Mit 12 Prozent landete es weit abgeschlagen auf Platz 4.

Damit hätte Mario Montis Bündnis höchstens Chancen in einer Koalition mit der Mitte-Links-Partei Bersanis, falls es Bersanis Partei allein nicht gelingen sollte, in beiden Häusern des Parlaments eine Mehrheit  zu erzielen. Dann könnte Monti eventuell den Posten des Finanzministers erhalten – eine Aussicht, an der der ehemalige Goldman-Banker unter Umständen schnell Gefallen finden könnte.

Kommentare

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  1. wolfbier sagt:

    Also bekommt Italien eine Koalition von Bersani und Bunga Bunga-Cavaliere.
    Für den unbeliebten Spar-Monti ist da kein Job frei.
    Damit ist Italien der nächste Kandidat für Rettungsschirme aller Art.

  2. Gregor Schock sagt:

    BRAVO ITALIA .

    Ich kenne den Bersani zwar nicht, aber alles ist besser als Monti !

    Man sollte sicher stellen, dass Monti nicht einmal Minister für Fahrrad-Ersatzteile wird.

    Gregor Schock Hamburg….http://www.polithammer.de

  3. fan sagt:

    Jeder sollte endlich begreifen, dass es GOLDMAN SACHS und andere Finanzmächte und ihre Handlanger sind, die, wie Draghi, Merkel, Schäuble u.a., ganz Europa unterjochen und entrechten wollen, um ihre Euro-Besitzergreifung zu vollenden. Jeder sollte wissen, dass Monti auch zu diesen Lakaien von GOLDMAN SACHS gehört und die teuflische Euro-Finanz-Diktatur gegen die EU-Bürgerinnen und EU-Bürger durchsetzen will – dieser anti-demokratische und anti-bürgerliche EU-„Führer“ darf nicht länger ein EU-Polit-Amt inne haben – dieser Mann darf nicht gewählt werden, Italiener und ihr anderen Europäer – wacht nicht erst auf, wenn es zu spät ist..!

  4. Klotho sagt:

    Der Goldman-Sachs-Pest Monti sollte man keinen Posten im Finanzministerium verschaffen, und ich denke auch nicht das es die italienische Bevölkerung will. Eher wird Berlusconi Finanzminister.

  5. achim sagt:

    Anscheinend wird Italien diesen
    einplatzierten Gold-Mann-Monti
    so schnell nicht mehr los.
    Wenns demokratisch gewaehlt
    nicht klappt…
    Dann zieht er die transatlantischen
    Geld-Faeden
    eben wieder als Finanzminister…
    Hauptsache man(n) ist am Druecker.