Chinas Staatsfonds steigt bei Daimler ein

Der Fonds werde höchstwahrscheinlich zwischen vier bis zehn Prozent der Daimler-Anteile kaufen. Das entspricht einem Investment von bis zu viereinhalb Milliarden Euro.

Daimler könnte bald einen neuen Investor haben. Wie die chinesische Zeitung People’s Daily berichtet, will der chinesische Staatsfonds CIC in das Unternehmen investieren. Zwischen vier bis zehn Prozent der Daimler-Anteile, im Wert von 1,8 bis 4,5 Milliarden Euro, will der Fonds, der zu den weltweit größten zählt, erwerben, so die Zeitung mit Verweis auf Insider.

Zwar kommentierten weder Daimler noch der chinesische CIC den Bericht bis jetzt. Allerdings, so die FT, ist die chinesische Zeitung People’s Daily das Hauptorgan der Kommunistischen Partei und der CIC-Fonds ein staatliches Unternehmen, so dass die Quellen der Zeitung direkt in die Verhandlungen involviert sein dürften. Außerdem gibt es seit Ende 2011 Spekulationen darüber, dass der CIC bei Daimler einsteigen will. Es wäre die erste direkte Investition des chinesischen Staatsfonds in den Automobilsektor.

Kommentare

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  1. rundertischdgf sagt:

    Das Papiergeld, das die Notenbanken drucken, das sucht eben den entsprechenden Gegenwert. Wenn man den Deutschen die Werte aufkauft, dann sind sie über kurz oder lang arbeits- und heimatslos.

    http://rundertischdgf.wordpress.com/2012/12/01/papiergeld-sucht-gegenwert/

  2. DSU sagt:

    Pressemitteilung

    08.01.2013

    DSU gegen den Verkauf von Daimler-Aktien
    an chinesischen Staatsfonds
    Ausverkauf deutscher Unternehmen muss gestoppt werden

    Erneute Forderung nach einer kapitalgedeckten Rentenversicherung

    Der stellvertretende Bundesvorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecher der Deutschen Sozialen Union, Alexander Schonath, warnt vor einem Verkauf der Daimler-Aktien an den chinesischen Staatsfonds: „Ein urdeutsches und erfolgreiches Unternehmen wie Daimler darf nicht scheibchenweise an ausländische Inverstoren verkauft werden.”

    „Auch der weitere Ausverkauf deutscher Unternehmen an ausländische Investmentfonds muss gestoppt werden. Schon jetzt befinden sich mindestens 54 Prozent der von den DAX-Konzernen ausgegebenen Aktien in ausländischer Hand”, so Schonath weiter.

    Bei dieser Gelegenheit weist Schonath auf den seit langem von der DSU gefordertem Einstieg in eine kapitaldeckte Rentenversicherung hin: „Die Einführung der kapitalgedeckten Rentenversicherung muss endlich verwirklicht werden, da das derzeitige Rentensystem so nicht mehr aufrecht erhalten werden kann. Diese Aktienanteil der Daimler AG könnte der Anfang für den Aufbau eines Kapitalstocks für eine kapitalgedeckte Rentenversicherung sein. Zudem würde auf diese Weise die Bürgerschaft an Unternehmen und deren Gewinnen beteiligt werden.”

    V.i.S.d.P.:
    DSU-Bundesverband

  3. syssifus sagt:

    Hoffentlic bezahlen die Chinesen nicht mit Dollar’s,sondern mit richtigem Geld.

    • Politinteresse sagt:

      Natürlich tauschen sie ihre Dollars oder in solche eingetauschte US-Staatsanleihen in Daimler-Aktien. Das ist ein modernes Schwarzer Peter-Spiel. Wer die am Ende hat, hat (ganz viel oder alles) verloren.

      Alle Auslandsinvestitionen (Firmenübernahmen und -beteiligungen, Agrarflächen und Ressourcenabbaurechte) und Rohstoffaufkäufe (inkl. Gold- und andere Edelmetallanhäufung), sind ein Umtausch weg von US-Versprechen-Papieren.

      Solange man die noch so werthaltig eingetauscht kriegt. Theoretisch könnten die Chinesen einen Währungsfonds errichten: eingezahlt werden alle erworbenen o.g. Güter und Rechte, die aus Währungsaktionen herrühren (von der Yuan-Produktion über den Zwangseintausch der chin. Exporteure von ihren Devisen in diese bis hin zum Eintausch gegen alle Dinge, die nicht US-Staatspapieren bzw. US-Währung sind). Wenn dies wiederrum den Juan decken würde, wäre es eine weit werthaltigere Währung als die US- oder andere Währungen; auch wenn nur ein Teil (z.B. ein Viertel bis ein Drittel) gedeckt wäre.