Geringe öffentliche Investitionen schmälern Bauindustrie

Die gesamten Umsätze werden in diesem Jahr kaum merklich steigen und aufgrund der Baupreise werde es nominal nicht einmal ein Wachstum geben, erwartet der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes. Vor allem die Sparbemühungen der Kommunen dämpfen die Aufträge an die Bauindustrie.

Die deutsche Bauindustrie blickt äußerst skeptisch in das neue Jahr. Wie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und der die Branchenverbände Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) am Mittwoch mitteilten, werden die Gesamtumsätze der Bauindustrie in diesem Jahr nominal lediglich um zwei Prozent steigen. Aufgrund der gestiegenen Baupreise sei dies jedoch real eine Stagnation, so die Verbände.

Schwierig wird es für die deutsche Bauindustrie vor allem auch durch den harten Sparkurs der Kommunen. 2012 profitierte die Branche von einem fünfprozentigen Umsatzplus im Wohnungsbau – im öffentlichen Bau sanken die Erlöse jedoch um etwa 4,5 Prozent. Die Kommunen hatten deutlich weniger investiert, so die Verbände. Mit Blick auf die schwierige Haushaltslage der Kommunen wird sich dieser Trend 2013 fortsetzen.

Die prognostizierte Stagnation in der Bauindustrie reiht sich in die sich aktuell verschlechternde Lage der deutschen Wirtschaft ein. Erst am Dienstag bemerkte Wirtschaftsminister Philip Rösler aus Versehen, dass die deutsche Wirtschaft im letzten Quartal des vergangenen Jahres tatsächlich geschrumpft sei. Und bereits im November brachen die deutschen Exporte ein.

Kommentare

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  1. KKönigKalleWirsch sagt:

    Eigentlich wollte ich hier schreiben, das man das Geld für den Flughafen Willy Brandt, BER, eben über Deutschland, besser verteilt, für den Wohnungsbau und für die Erstellung von Gewerberaum verwenden sollte. Das Gleiche, für das Schildaner-Projekt
    Schilda 21, aber vielleicht durchschaue ich, mehr und mehr, die Gesammtzusammenhänge. Für den Wohnungsbau gibt es keine Anforderungen seitens der EU. Auch keine Fördergelder der EU. Somit muss man Projekte generieren, für die es solcherlei Geld eben gibt. Ob diese sinnvoll sind, ist dabei nicht von belang. Zum Anderen, ist es durch die Werkverträge eben, für den Binnenmarkt, auch nicht nicht sinnvoll, den Wohnungsbau zu forcieren oder zu fördern. Die Problematik ist, wenn die öffentliche Hand ausschreibt, muss der Günstigste das Angebot bekommen. D.h., es werden, in diesem Fall, nicht unbedingt hier ansässige Firmen, mit ihrem Stammpersonal, zu einem Auftrag kommen. In Frankfurt am Main, wurden in der Nähe, der neuen Europäischen Zentralbank, im Europaviertel, ausländische Arbeiter beschäftigt, die u n t e r einem Euro arbeiteten und dafür nicht einmal ihr Geld erhielten.

  2. KKönigKalleWirsch sagt:

    Eigentlich wollte ich hier schreiben, das man das Geld für den Flughafen Willy Brandt, BER, eben über Deutschland, besser verteilt, für den Wohnungsbau und für die Erstellung von Gewerberaum verwenden sollte. Das Gleiche, für das Schildaner-Projekt
    Schilda 21, aber vielleicht durchschaue ich, mehr und mehr, die Gesammtzusammenhänge. Für den Wohnungsbau gibt es keine Anforderungen seitens der EU. Auch keine Fördergelder der EU. Somit muss man Projekte generieren, für die es solcherlei Geld eben gibt. Ob diese sinnvoll sind, ist dabei nicht von belang. Zum Anderen, ist es durch die Werkverträge eben, für den Binnenmarkt, auch nicht nicht sinnvoll, den Wohnungsbau zu forcieren oder zu fördern. Die Problematik ist, wenn die öffentliche Hand ausschreibt, muss der Günstigste das Angebot bekommen. D.h., es werden, in diesem Fall, nicht unbedingt hier ansässige Firmen, mit ihrem Stammpersonal, zu einem Auftrag kommen. In Frankfurt am Main, wurden an der neuen Europäischen Zentralbank, im Europaviertel, ausländische Arbeiter beschäftigt, die u n t e r einem Euro arbeiteten und dafür nicht einmal ihr Geld erhielten.

  3. poisoner sagt:

    Mit öffentlichen Geldern läßt sich der Bauwahn schon lange nicht mehr finanzieren. D.h, jetzt stoßen die Schattenhaushalte an ihre Belastungsgrenzen.

    • poisoner sagt:

      Bezogen auf die Einwohnerzahl sind Berlin und Bremen übrigens höher verschuldet als Griechenland.

  4. Marschpapst sagt:

    Alles Amateure:
    Drei Gesellschafter (Bund, Berlin und Brandenburg) und zwei leitende Beamte (Wowereit, Platzek). Viel guter Wille, viel „Viel hilft viel“ und KEINE EXPERTISE.

    Wie wäre es, wenn man da mal echte Profis in die Verantwortung holen würde? Mit etwas eigenem Kapital und echten, gesunden Gewinnerwartungen?
    Nicht immer wieder diese Verwaltungs-Fuzzis, die finaziell niemals zur Rechenschaft gezogen werden können…

    • Marschpapst sagt:

      Sorry, das war eine Antwort auf einen anderen Artikel [http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/flughafen-berlin-brandenburg-das-naechste-desaster-steht-bevor-12020184.html]

      Hat wenig mit diesem hier zu tun…
      Tut mir leid.

  5. BERLINER sagt:

    Der Bauindustrie kann durch den Abriss von BER finanziell geholfen werden. Dann können sie mal so richtig zeigen was sie können, durch richtige Arbeit. http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/flughafen-berlin-brandenburg-das-naechste-desaster-steht-bevor-12020184.html

    Mit 1 Mio. Abfindung wäre es mit mir billiger
    http://www.bild.de/geld/wirtschaft/flughafen-berlin-brandenburg-international/1-8-mio-euro-fuer-berliner-flughafen-versager-28012786.bild.html