Elektrofahrzeuge werfen die Verkehrsplanung über den Haufen

Der Verkehrsraum wird sich mit der zunehmenden Bedeutung von Elektrofahrzeugen grundlegend verändern. Regional und überregional müssen neue Strukturen geschaffen werden, die den reibungslosen Ablauf des Verkehrs der Zukunft sicherstellen.

Elektromobilität ist die Fortbewegungsmethode der Zukunft. Ein neues Projekt des „eVerkehrsraum Stuttgarts“ setzt sich zum Ziel, neue Verkehrsmodelle zu entwickeln, die den sich verändernden Rahmenbedingungen des regionalen und überregionalen Verkehrs Rechnung tragen. Die Reichweite von Elektrofahrzeugen ist begrenzt. Eine völlig neue Infrastruktur für das Aufladen der E-Mobile muss geschaffen werden.

Das Mobilitätsverhalten wird sich verändern. In welcher Weise es das tut, das untersuchen die Forscher des Instituts für Verkehrswesen am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Im Zentrum des Interesses steht die Stadt Stuttgart mit ihrer hohen Bevölkerungs- und Verkehrsdichte. Dort werden Informationen über Verkehrsaufkommen, -Ströme und –Mittel gesammelt. Auch das Nutzungsverhalten der Verkehrsteilnehmer steht im Vordergrund der Untersuchungen und gibt Aufschluss darüber, welche Arten der Fortbewegung am begehrtesten sind.

Aufgrund dieser Daten wird eine Software entwickelt, die auch auf andere Standorte übertragen werden kann. „Wir werden aber auch Verhaltensänderungen bei den Nutzerinnen und Nutzern abfragen, um diese in die Modellstrukturen zu integrieren“, ergänzt Dr. Martin Kagerbauer vom Institut für Verkehrswesen (IFV).

Für das Projekt eVerkehrsraum Stuttgart stellt die Bundesregierung 460.000 Euro zur Verfügung. Das Projekt steht jedoch in engem Kontakt zum Bundesweit geförderten Projekt „LivingLabBWe“, welches von verschiedenen Ministerien mit einem Gesamtbetrag von rund 180 Millionen Euro gefördert wird.

Besondere Herausforderungen für die Verkehrsplanung ist das harmonische Ineinandergreifen der verschiedenen Fortbewegungsmöglichkeiten wie elektrischen Linienbussen, Transportern und Fahrrädern.

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