Inflationsrisiko steigt: Lebensmittel werden deutlich teurer

Die Preise für Lebensmittel sind im Dezember 2012 deutlich gestiegen. Für Gemüse etwa mussten die Verbraucher 12 Prozent mehr zahlen als ein Jahr zuvor, so das Statistische Bundesamt. Auch die Energiepreise waren deutlich höher.

Die Verbraucherpreise in Deutschland stiegen im Jahresdurchschnitt 2012 gegenüber 2011 um 2,0 Prozent, so das Statistische Bundesamt (zur Pressemitteilung hier). Im Dezember zogen die Preise noch einmal deutlich: Sie lagen um 0,9 Prozent höher als noch im November. Große Preissteigerungen gab es 2012 etwa bei Energie (+ 5,7 Prozent) und bei Nahrungsmitteln (+ 3,2 Prozent).

Zum Jahresende im Dezember 2012 wurden vor allem die Lebensmittel deutlich teurer. Im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöhten sich die Preise für Gemüse (+ 12,0 Prozent), für Obst (+ 9,8 Prozent) und für Fisch und Fleisch (+ 5,6 Prozent). Deutlich teurer waren auch Pauschalreisen (+ 6,9 Prozent), Bekleidung und Schuhe (+ 4,7 Prozent) und Zeitungen (+ 4,2 Prozent). Verbraucherministerin Ilse Aigner geht davon aus, dass auch im Jahr 2013 die Lebensmittelpreise in Deutschland deutlich steigen werden (mehr hier).

Die Ursache der Preiserhöhung liegt sicherlich nicht bei den Produkten, wie es die Formulierung des Bundesamtes vermuten lässt: „Im Jahresvergleich wirkten im Dezember 2012 vor allem Nahrungsmittel und Energie preistreibend.“ Preistreibend wirkt vielmehr das wachsende Angebot an Euros über eine Inflation der Geldmenge.

Kommentare

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  1. rosel sagt:

    ja alles wird immer teurer. aber das schlimmste ist das Tomaten aus Deutschland doppelt so viel kosten wie zum Beispiel aus Holland.Ha, Ha welche kaufe ich dann wohl? das ist super für unsere Wirtschaft oder? uns das betrifft nicht nur die Tomaten, lieber werden tonnenweise Obst und Gemüse in Deutschland vernichtet damit die Preise schön hoch bleiben

  2. Beethoven sagt:

    19 % MWST auf alles gibt dann diesem Verlauf den allerletzten Rest !

  3. Goldbug sagt:

    Elektronikartikel sind billiger geworden. Aber die kann man leider nicht essen.

  4. Leo sagt:

    Das ist erst der Anfang einer großen Inflation, die kommen wird, wenn die Unmengen an Liquidität, die die EZB schafft, in die Realwirtschaft drängen. Zum Schluss kann das niemand mehr kontrollieren. Wenn man immer mehr Geld druckt, dann wird das in Umlauf befindliche Geld immer wertloser, das ist eine Binsenweisheit. Wenn dann die Leute aufgrund der Teuerungen das Restvertrauen in den Euro verlieren und ihr Geld immer schneller ausgeben, bevor alles noch teurer wird und so die Umlaufgeschwindigkeit immer weiter steigt, dann werden wir uns vor Inflation kaum noch retten können. Und dann erzählen uns die Politiker auch noch, wir hätten praktisch kaum Inflation. Wo leben die denn eigentlich?! Die schon jetzt teilweise absurd hohen Wohungs- und Mietpreise, die ständig steigenden Energiekosten (die auch noch künstlich durch die sogenannte Energiewende verursacht werden) und steigende Lebensmittelpreise sind unübersehbare Warnzeichen.

    Schützen kann man sich nur mit realen Werten, sofern man über Ersparnisse verfügt. Aktien und Edelmetalle sind der beste Schutz vor Inflation. Wer sein Geld in festverzinslichen Papieranlagen wie auf dem Sparbuch lässt, kann zusehen, wie er schleichend enteignet wird. Und das ist auch von der Politik genau so beabsichtigt, denn Inflation war schon immer der bequemste Weg der Entschuldung.

  5. Agincourt sagt:

    Die Teuerungs-Indizez wurden offenbar vom Merkel-Kanzleramt höchstselbst zur Verkündung festgelegt, nach propagandistisch-ideologischen Gesichtspunkten.

    Tatsächlich wird die Teuerung weit höher ausfallen als von staatsoffizieller Seite proklamiert.

    Einige besonders krasse Beispiele, die mir aufgefallen sind:

    – ordinäres Fruchtgummi (300 Gramm Kaufland) in mehreren Sprüngen von 0,49 auf 0,79 Cent = 60% Preissteigerung in einem Jahr
    – Leinöl (0,33 Liter Kaufland) in mehreren Sprüngen von 1,29 Euro auf mittlerweile (01.01.2013) 1,99 Euro in einem Jahr = 45% Preissteigerung in einem Jahr
    – Corned Beef überall von 1,89 Euro (Juli 2008) auf zunächst 2,89 Euro (Januar 2011) und heute 3,29 Euro (Januar 2013) = fast 80% Preissteigerung in 4 Jahren oder 15% in einem Jahr
    – Würstchen aus dem Glas (300 Gramm, Aldi) von minimal 0,89 in 01/2012 Cent auf 1,09 Euro in 12/2012 = + 20% Preissteigerung in einem Jahr
    – Dosesenwurst (400 Gramm günstigstes Angebot) von 0,99 Cent auf mittlerweile 1,19 Euro in 2 Jahren = 10% Preissteigerung/Jahr

    Das kann man beliebig forsetzen – Grundnahrungsmittel wie Mehl oder Nudeln hatten sich schon in den letzten 3 Jahren um insgesamt bis zu 60% verteuert, und einige andere Produkte wie Ravioli sind bei den meisten Discountern und Supermärkten als günstiges no-name Produkt überhaupt nicht mehr im Angebot.

    Auf die Zeitspanne seit der Einführung des Euros (10 Jahre) bezogen, ist ein Großteil der Produkte um 100% teurer geworden, d.h. war die DM-Auszeichnung des Jahres 2001 die Euro-Auszeichnung des Jahres 2012.

    Häufig geht es sogar noch weit über diese 100%.
    Das Grundprodukt Rapsöl z.B. war in 2001 beim Discounter noch zu 0,79 DM zu haben (also 40 Cent) – heute liegt der Preis bei 1,29 Euro, d.h. fast 2,60 DM, was einer Preissteigerung von unglaublichen 300% entspricht, oder 30% pro Jahr.

    Heizöl und Kraftstoff, ein wesentlicher Ausgabenposten in fast allen Haushalten, haben sich preislich gleichfalls um mindestens 100% erhöht, was ebenfalls nicht allein eine Folge von Knappheit und Marktmanipulationen ist, sondern von St€uren und dem T€uro, der diese bedingt.

    „€U“ und „T€uro“-Diktatur sei es gedankt.

    Allerdings wird das Schönlügen des Offenkundigen irgendwann kafkaesk werden – spätestens, wenn wie im Ceaucescu-Rumänien die Temperaturen im Wetterbericht nach oben manipuliert werden, um die Heizenergiezteilung pro Haushalt abzusenken.

    Etwas, was Merkel, Schäuble und Co. ohne weiteres auch zuzutrauen ist, nachdem bereits seit Jahren alle Statistiken von Teuerung über Arbeitslosigkeit, Durchschnittseinkommen, Wirtschaftswachstum und Verschuldung mehr oder weniger dreist gefälscht werden.

  6. AllesaufNull sagt:

    NOCH kann man sich Nahrung leisten aber die krise hat auch noch gar nicht richtig angefangen das schlimmste kommt bald .

    Deshalb ist es wichtig sich mit physischen Edelmetallen einzudecken ,das schützt vor inflation , währungsreform und sein erspartes ist auch noch sicher vor dem Staat .

    • Agincourt sagt:

      Sie sagen es sehr deutlich – alles ist besser als buchtechnische „Ersparnisse“ bei den Zettelbanken – mit denen wird es ein böses Erwachen geben, und kein „Politiker“ oder Bnakster wird das natürlich vorher ankündigen.

      Das Gitter vor dem Schalter des „Kreditinstitutes“ fällt über Nacht.

      Ob Edelmetalle, Kraftstoff (natürlich beachten gesetzestreue Demokraten die einschlägigen Bestimmungen zur Lagerung von Brennstoffen in Wohngebäuden und Kraftfahrzeugen, darauf sei an dieser Stelle hingewiesen), Nudeln, Reis, Speiseöl, Haferflocken Honig, Essig, Konserven aller Art, Schnürsenkel, Klopierpapier, sonstige Hygieneartikel – diese vor allem, wie bisherige Kriege und Krisen und z.B.auch der Bürgerkrieg in Ex-Jugoslawien lehren – oder meinetwegen Motoröle oder Unterhosen- und Strumpfpakete von C&A.

      Was heute noch, mutmaßlich bereits unter massiven Interventionen der globalen Lenkungsausschüsse, trotz der angallopierenden Teuerung an und für sich zu Schleuderpreisen feilgeboten wird, kann schon morgen Gegenstand explodierender Preise oder eines staatlichen Zuteilungsregimes als Folge von Austeritätsmaßnahmen sein – man betrachte sich das „Beispiel“ Argentiniens, das noch 1945 das drittreichste Land der Welt gewesen ist.

      Aber obwohl die Zeichen deutlich an der Wand stehen, wollen es offenbar die meisten unserer Zipfelmützenmitbürger nicht so recht sehen oder vertagen, wenn sie es denn sehen, die Konsequenzen ihrer Erkenntnis.

      Dafür wird es bald zu spät sein.

  7. J.J.Rousseau sagt:

    Die Preise haben sich bereits überproportional erhöht. Überall Abzocke und „Beiträge“ wie früher die Wegezollabgaben. Leugnen kann das kaum noch jemand. Dem „System“ der Bankster, Konzerne und ihren gekauften Politikern sei dank – sie werden auch die Rechnung bezahlen.

  8. FDominicus sagt:

    Ach das sind siche wieder einmal die bösen Spekulanten. Hier will doch niemand ernsthaft behaupten, das Geld drucken sei schuld oder?

    • Josef Stalin sagt:

      Geld wird nicht gedruckt, sondern elektronisch von Banken hergestellt.
      Das betrifft inzwischen 99% der Geldmenge.
      Die einzige polotische Kraft die das ändern will ist DIE LINKE.