EU fordert: Staaten müssen Jugendlichen Job-Garantie geben

Die EU reagiert auf die katastrophale Lage auf dem Arbeitsmarkt für Jugendliche: Sie will allen jungen Menschen eine Arbeit oder einen Ausbildung garantieren. Die Kosten für diese EU-Wohltat tragen wie immer andere.

Mitglieder des EU-Parlaments und die EU-Kommission planen eine Job-Garantie für Jugendliche, berichtet EU Observer. Nach den Plänen müssten die nationalen Regierungen für eine Arbeit, eine Lehrstelle oder ein Studium sorgen. Spätestens vier Monaten nach Beginn der Arbeitslosigkeit müsse eine dieser drei Optionen bereitgestellt werden. Die Garantien gelten nicht nur für junge Menschen unter 25 Jahren, sondern auch für Menschen unter 30 Jahren, die gerade eine Ausbildung oder ein Studium abgeschlossen haben.

„Es ist inakzeptabel, dass ein junger Mensch keine Arbeit, keine Lehre und kein Studium hat“, sagte Pervenche Beres, die sozialistische Vorsitzende des Beschäftigungs-Ausschusses. Aktuell sind in der EU circa 7,5 Millionen Jugendliche ohne Arbeit oder Ausbildung. Und 30 Prozent der jugendlichen Arbeitslosen sind bereits länger als ein Jahr ohne Arbeit, zitiert EU Observer eine Eurofound-Studie.

Das EU-Parlament feiert sich im Zusammenhang mit den Job-Garantien für Jugendliche als Kämpferin gegen die Armut in Europa. Doch ganz im Gegenteil hat der Euro entscheidend dazu beigetragen, dass die Jugendarbeitslosigkeit in Europa einen Rekordstand erreicht hat (mehr hier). Auch die deutsche Jugend, die in der offiziellen Statistik auf den ersten Blick gut dasteht, ist auf dem Weg zu einer verlorenen Generation (mehr hier).

Die Planwirtschaftler in Brüssel begreifen offenkundig nicht, dass sie mit einer Job-Garantie für Jugendliche die Arbeitslosigkeit nur verschärfen würden. Denn wenn Arbeitsplätze oder Ausbildungsplätze nur wegen der Anreize aus Brüssel geschaffen werden, dann sind sie sicherlich weder produktiv noch sinnvoll. Trotzdem kosten die EU-Maßnahmen Geld, welches an anderer Stelle weggenommen werden muss, wo dann entsprechend nur weniger Arbeit geschaffen werden kann. Oder die EU lässt das nötige Geld drucken, wodurch alle Euro-Nutzer ärmer würden. Wenn die EU wirklich das Wohl der Jugendlichen im Blick hätte, dann würde sie ihre Finger aus dem Spiel lassen.

Kommentare

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  1. bibbi sagt:

    ….keine Jobgarantie.

    Die Politik muß so gestaltet werden, dass es wieder Sinn macht, ein Familienleben zu haben. Hat man ein ordentliches Familienleben mit einer ordentlichen Erziehung, stimmt auch wieder das soziale Umfeld. Stimmt das soziale Umfeld, werden auch wieder gesellschaftliche Werte und Normen interessant, die einem Halt und Sicherheit geben. Spürt ein Arbeitgeber, dass sein Praktikant oder ein Bewerber oder sonst ein Zeitarbeiter eine gesunde Einstellung zur Arbeit hat und willig ist für sein Geld zu arbeiten, wird er auch ohne Jobgarantie übernommen. 100 % ig.
    Jobgarantie….so ein Schwachsinn kann nur von der EU kommen.

  2. Andy sagt:

    Und wieder einmal fällt ein Stückchen der Maske von der EU. Dahinter kommt der reine Bolschewismus zum Vorschein und die Fratze der EUdSSR. Wichtigstes Merkmal einer Diktatur ist die Aufhebung der Trennung der drei Regierungsgewalten.
    Diese werden dabei dem Willen der Regierung unterstellt.
    Dabei ist es nicht notwendig alle Gewalten der Regierung zu unterstellen, es genügt wenn zwei Gewalten übernommen werden. Das sit in der EUdSSR beriets der Fall, die Trennung von Legislative und Exekutive ist aufgehoben und wenn man sich die entscheidungen des EUGh ansieht wird man feststellen, daß auch dieser der Exekutive wenn auch nicht unterworfen, so doch freiwillig entgegen Recht und gesettz hörig ist, da er immer für die Position der EUdSSR votiert hat.
    Also nun auch noch Zuteilung von Beschäftigung wie in der Sowjetunion und anderen sozialistischen Staaten.
    Nur witer so: Die EU wird genau so krepieren, wie die UdSSR auch.
    Wenn wir Glück haben, friedlich.

  3. Haaf Johannes sagt:

    Wenn die Eu wirklich weniger Erwerbslose in den Südländern haben will, muss sie ihnen ermöglichen aus den Euro auszusteigen und mit einer eigenen Währung abzuwerten, dann können wieder Investoren im Land kommen und die bessere Wettbewerbsfähigkeit kann Arbeitsplätze schaffen.
    Solange man aber am Euro festhält und nur Schulden vergemeinschaftet und erhöht, läuft die Entwicklung in eine höhere Erwerbslosigkeit und Verarmung breiter Massen.
    Vielleicht ist dies auch gewollt, um politische Unruhen dazu zu benutzen eine neue Herrschaftstruktur in der EU zu erricht, einen europäischen Staat. Darüber müssen aber die Völker demokratisch entscheiden dürfen. Wir brauchen eine politische Alternative (www.wa2013.de). Nur dann ist auf lange Sicht eine Politik möglich, die wirklich dem europäischen Menschen hilft. Im Augenblick wir eine Politik betrieben, die nur Zeit gewinnt und Schulden auftürmt auf Kosten kommender Generationen (steigende Schulden, steigende Jugenderwerbslosigkeit).

  4. epo55 sagt:

    …unsere kleinen Pfadfinder in Brüssel..jeden Tag ne gute Tat. Man hält den Fuchs auch nur für so schlau, weil man ihm die Dummheit der Hühner als Verdienst anrechnet. Selbst Sackhüpfen scheint für einige „Bedienstete“ zu kompliziert zu sein. Und das ist das, was sie aus dem „Genpool“ der Menschheit „ausmendelt`“. Schließt den Laden, bevor die Wiederkäuer in die vollkommen falsche Richtung galoppieren. *Gäähn*

  5. Dankmar sagt:

    Alle EU-Kommisare sind Planwirtschaftler und haben aus der Geschichte wegen Faulheit und Dummheit nichts, aber auch nichts, dazu gelernt. Beispiele gibt es genug, z.B. Planwirtschaft im gesamten Ostblock und es gab keinen einzigen Arbeitslosen und alle konnten studieren wenn sie es nur wollten. Nur Christen nicht.
    Wer nicht zur Jugendweihe kam und lieber sich in den Tod Christi taufen liess, wurde nicht zum Abitur und Studium zugelasen. Da fragt man natürlich sich, wie war es möglich dass die Kanzlerin Merkel Abitur und Physik studieren konnte, obwohl ihr Vater Pfarrer war. Ausserdem soll ihre Stasi-Akte verschwunden worden sein, obwohl doch von jedem verdàchtigen DDR-Buerger eine Stasi-Akte angelegt wurden. Fragen über Fragen und gute Nacht..

  6. Franz-Georg sagt:

    „Wäre ich RTL Intendant und ich könnte die Urheber dieser Forderungen für das Dschungelcamp gewinnen, ich hätte 100 % Einschaltquote“. Als Zuschauer würde ich sodann umgekehrt zu gerne die GEZ-Gebühren an RTL bezahlen, das wäre es mir wert.

  7. Franz-Georg sagt:

    Manna Manna… hmm hmmm ….

    Wann werden wir diese Unfähigen endlich los?
    Das wird langsam unerträglich….