Machtwechsel: Rot-Grün gewinnt in Niedersachsen

In Hannover wird es zu einem Regierungswechsel kommen: SPD und Grüne erreichen ein Mandat mehr als CDU und FDP zusammen. Damit löst der SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil den bisherigen Ministerpräsidenten David McAllister als Ministerpräsident in Niedersachsen ab. Schwarz-Gelb verliert die Mehrheit im Bundesrat.

Am späten Sonntagabend haben SPD und Grüne in Niedersachsen hauchdünn eine Mandats-Mehrheit für den Landtag in Hannover geschafft. Die Landeswahlleiterin bestätigte kurz nach 23 Uhr das Ergebnis offiziell: Die CDU kam auf 36,0 Prozent, die SPD erreichte 32,6 Prozent, die FDP 9,9 und die Grünen 13,7 Prozent. Die Linken flogen mit 3,1 Prozent aus dem Landtag, die Piraten kenterten kläglich mit 1,5 Prozent.

Damit wird Ministerpräsident David McAllister nicht mehr weiterregieren können. Sein Nachfolger wird aller Voraussicht nach der SPD-Mann Stephan Weil.

Die Niederlage ist auch ein Dämpfer für Angela Merkel, die im Wahlkampf McAllister massiv unterstützt hatte.

SPD und Grüne kamen denkbar knapp mit einem Mandat Vorsprung über die Ziellinie.

Für die Bundestagswahlen im September kündigte Grünen-Chef Cem Özdemir eine Zweitstimmen-Kampagne mit der SPD an. Die FDP hatte in Niedersachsen vor allem von einer solchen Kampagne bei den CDU-Wählern profitiert.

Kommentare

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  1. G.N. sagt:

    Das Wahlergebnis erscheint manipuliert und entspricht aus meiner Sicht nicht der „Stimmungslage“ in der Bevölkerung. Anders kann es eigentlich nicht erklärt werden. Eine Partei erhält noch kurz vor der Wahl nach Meinungsumfragen unter 5 % der Stimmen und erreicht am Wahlabend nahezu 10%?

  2. Autofokus sagt:

    Als Schweizer verstehe ich den ganzen Rummel über die Wahlen in Niedersachsen überhaupt nicht. Ich verfolge die Politik nun schon über Jahre hinweg.
    Weshalb spricht man eigentlich von Verlierern und Siegern ?
    Alle die genannten Parteien, ausser den Linken, haben doch in der Vergangenheit im Bundestag alles bedingungslos abgenickt, was Merkel wollte. Es gab doch ausser lächerlichen Scheindebatten gar keine Opposition.
    Wer glaubt denn noch, dass sich in der Politik dieser Parteien noch etwas zu Gunsten der Bürger ändert, egal, wer an die Macht kommt.
    Weshalb gibt es noch immer keine neue Partei, die der Zerstörung Deutschlands entgegenhält und wählbar ist ?

    Haben denn die Deutschen Bürger noch immer nicht die Nase gestrichen voll von diesem nutzlosen Parteigeplänkel und deren Protagonisten, welche wie ferngesteuert mach dem Willen der Hochfinanz und der Wirtschaft handeln ?

    Was muss denn eigentlich noch geschehen, bis die Menschen sehen. dass sie von den EU- und Euro-Wahnsinnigen geplant und absichtlich in die Armut und Vernichtung geführt, enteignet und versklavt werden ?
    Ich sehe viele Parallelen der politischen Entwicklung, die mich an die Zeiten vor dem WK II erinnern, das aber nicht nur in Deutschland.
    Wer kann mich aufklären, was eigentlich los ist und mit welchem Phänomen wir es zu tun haben ?
    Fast täglich gibt es vom EUdSSR-Moloch aus Brüssel neue Schreckens- und Schockmeldungen, die offensichtlich aufzeigen, dass Europa in die schlimmste Diktatur aller Zeiten gesteuert wird und das ohne Widerstand.
    Weshalb will das niemand wahr haben ?
    Wie soll sich etwas ändern, wenn alle 4 Jahre eine „Wahlveranstaltung“ veranstaltet wird, um die Bürger zu täuschen und zu beruhigen ?
    Bald wird es zu spät sein, dieser destruktiver Politik der Lügen, des Betrugs und des Hochverrats Einhalt zu gebieten. Worauf wartet Ihr eigentlich noch ?

    • G.N. sagt:

      Das sind die Früchte der Umerziehung die ab 1980 zum Selbstläufer wurden.
      Der Großteil des Volkes ist völlig lethargisch.
      Echte Oppositionsparteien werden durch Medien und Schauveranstaltungen der jetzigen Machthaber diskreditiert.

  3. Warklar sagt:

    Hatte mit Mc.Allister einen E-mail – Disput über seine neue türkische Ministerin und Ihm vorausgesagt , dass er insbesondere in den katholischen Gebieten (Emsland,Vechta usw.) wo die CDU regelmäßig höhere Zustimmungswerte erreicht als in Bayern , dass dort die CDU ihr Waterloo erleben wird ! Genau so ist es gekommen , Verluste im Bereich von 8 bis 10% !! Das hat der CDU das Gnick gebrochen ; davon bin ich überzeugt ! Es ist in diesen Gebieten mit großen Missfallen zur Kenntnis genommen worden ,dass Allister sich mit dem türkischen Botschafter trifft und den Wiederaufbau Deutschland nach dem Krieg mit der Einwanderung der Türken begründete!!

  4. Oeconomicus sagt:

    Meine 2-Cent zum Ergebnis der Niedersachsen-Wahl

    ‚Dumm gelaufen‘, könnte man MacM zurufen!
    Die mit reichlich ‚Fremdblut‘ gefüllten Wahlurnen haben sich für Spender und Empfänger als Schierlingsbecher entpuppt und die bisherige Koalitionsregierung aus Hannover ins oppositionelle Wachkoma verabschiedet.

    Es mag allerdings bezweifelt werden, ob der Austausch von Blockparteien in Regierungsverantwortung der Bevölkerung in Niedersachsen dabei helfen wird, sich aus den Fängen politischen Staatsversagens auf nationaler und europäischer Ebene befreien zu können.

    Zumindest hinsichtlich der Endlager-Problematik in Gorleben und Asse könnte ein rot-grüner Hoffnungsfunke erglimmen, der allerdings sehr rasch wieder erlöschen könnte, da sich auf Bundesebene außer Herrn Kretschmann kaum jemand danach sehnen dürfte, dem niedersächsischen Standort die Bedrohungslage abzunehmen.

    […]

    http://oconomicus.wordpress.com/2013/01/21/der-schwarz-gelbe-schierlingsbecher/

  5. rundertischdgf sagt:

    Die Frage, worin unterscheiden sich die Lager schwarzgelb und rotgrün, der heimatverbundene Niedersachse kann das nicht erkennen, und reiht sich deshalb bei den 40 % Nichtwählern ein.

    http://rundertischdgf.wordpress.com/2013/01/19/kommentieren-sie-uns-den-unterschied-zwischen-schwarzgelb-und-rotgrun/

  6. Sonny sagt:

    Sie meinen wohl Bundesrat statt Bundestag.

  7. Agincourt sagt:

    Sie meinen gewiß „verliert Mehrheit im Bundesrat“ ?

    Die „C.D.U.“/“F.D.P.“-„Mehrheit“ im Bundestag kann ja mit einer LaTa-Wahl nicht verloren gehen.

    „Mehrheit“, weil tatsächlich diese sog. Berliner Koalitionsregierung rechnerisch nicht einmal mehr die Stimmen der Hälfte auch nur der Wähler – geschweige denn Wahlberechtigten – auf sich vereinen kann.

  8. Ein Leser sagt:

    Frage zur Überschrift:
    Was bitte ist ein Machwechsel?