Krisensitzung: Schäuble drängt auf Sparkurs

Finanzminister Schäuble fordert die Ministerien auf, einander gegenseitig Vorschläge zum Sparen zu machen. Im Haushalt für 2014 will er auf diese Weise 6 Milliarden Euro einsparen.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble will im Haushalt für das kommende Jahr 6 Milliarden Euro einsparen, die zu einem ausgeglichenen Haushalt fehlen. Für den 31. Januar hat er deshalb die Staatssekretäre aller Ressorts ins Finanzministeriumgeladen, berichtet die Süddeutsche Zeitung. Schäuble fordert, dass alle Ministerien Vorschläge zu möglichen Einsparungen machen.

Die Staatssekretäre sollen dabei nicht nur Vorschläge dazu machen, wo sie selbst einsparen können. Vielmehr müssen sie nach Einsparmöglichkeiten bei den anderen Ministerien suchen. Diese Art des Vorgehens ist neu. Früher verhandelte jedes Ministerium direkt mit dem Finanzminister.

Einen Erfolg beim Haushalt könnte Schäuble im Wahljahr gut gebrauchen. Denn trotz Steuereinnahmen in Rekordhöhe musste er in den letzten Jahren stets weitere Schulden machen (mehr hier).

 

Kommentare

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  1. Lilly sagt:

    Nennt sich Rücklagen bilden für den Griechenland-Schuldenschnitt nach der Bundestagswahl.

  2. Lilly Krümpelmann sagt:

    Auf der einen Seite soll der Verteidigungsminister mit weniger Budget auskommen, auf der anderen Seite werden Drohnen angeschafft. Wie geht sowas?????

  3. Eddi sagt:

    Zumal diese sogenannten Politiker ja ganz nebenbei ihre Millionen verdienen. Da sind die doch nicht auf diese Allmosen ( Diäten ) vom Steuerzahler angewiesen.

  4. www.makrointelligenz.blogspot.de sagt:

    Nicht notwendig zu sparen, wenn die Kapitalmärkte einem das Geld quasi aufdrängen. Ein Land muss in der Eurozone auch für die nötige Nachfrage sorgen, warum nicht das mit den günstigsten Kreditbedingungen. Wenn es nach den Märkten ginge, müsste es so geschehen:
    http://makrointelligenz.blogspot.de/2012/11/warum-deutschland-nicht-sparen-sollte.html

  5. Ernst Otto Carstens sagt:

    Da läßt sich viel sparen!

    Weniger Geld an die EU,
    Austritt aus dem € und kein Geld mehr
    Kein Hartz 4 für Ledige.
    Herr Wulff und viele andere bräuchten vor dem Alter von 67 keine
    Versorgung. (Als Bundespräsident eigentlich gar nicht )
    Kein Kindergeld mehr bis 27.

  6. Silverager sagt:

    Natürlich dürfen wir nicht weiterhin derartig maßlos über unsere Verhältnisse leben. Die eingesparten Milliarden werden ja umgehend in die Südländer überwiesen werden. Da derlei Peanuts allerdings bei weitem nicht ausreichen, wird unser großartiger Finanzminister auch in den nächsten Jahren leider, leider weitere Schulden machen müssen.
    Der Wähler wird’s durch Wiederwahl im September honorieren.

  7. Steppenwolf sagt:

    Das ist erst der Anfang.
    Bis zum Ende wird noch alles viel teurer.
    Danke dem Euro.

  8. fischbach sagt:

    Ich würde eine „Lohnkürzung“ aller Polituren vorschlagen.
    Schließlich muss man im normalem Leben auch arbeiten um etwas zu verdienen.

    • Meinung sagt:

      GUT!

      Da kann ich nur zustimmen.

    • Tom Wim sagt:

      Bringt zu wenig Geld ein.
      Ich bin dafür, dass unsere Volksvertreter mit eigenem Geld für die Kredite bürgen müssen, die sie im Namen der BRD (also uns allen) ausreichen.
      Wetten, dass das Schuldenmachen schon morgen beendet wäre?