Rekord: Jugend-Arbeitslosigkeit in Spanien steigt auf 55 Prozent

Die Arbeitslosen-Quote in Spanien hat mit 26 Prozent einen neuen Rekordstand erreicht. Die anhaltende Rezession im Land lässt keine Erholung auf dem Arbeitsmarkt erwarten. Die Wirtschaft schrumpfte um 1,7 Prozent.

Die Arbeitslosigkeit in Spanien ist im vierten Quartal 2012 mit 26 Prozent so hoch gewesen wie seit den 70-er Jahren nicht mehr. Sechs Millionen Spanier finden derzeit keine Arbeit, zitiert BBC die nationale Statistikbehörde. Besonders stark ist mit einer Quote von 55,13 Prozent Spaniens Jugend betroffen.

Die spanische Arbeitslosenquote ist doppelt so hoch wie der europäische Durchschnitt. Und sie ist auch deutlich höher als die von Premier Mariano Rajoy vorhergesagte Quote von 24,6 Prozent. Ursache für diese dramatische Entwicklung auf dem spanischen Arbeitsmarkt ist die anhaltende Rezession im Land. Das BIP ist im vierten Quartal 2012 um weitere 1,7 Prozent geschrumpft. So deutlich ging es seit 2009 nicht mehr bergab.

Kommentare

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  1. Delta120 sagt:

    Das ist der Ergebnis der Gobal Liberalisten. Volkswirtschaften die in der Eurozone nicht erstklassig sind, werden wirtschaftlich an den Rand gedrückt. Mit eigener Währung konnte der Binnenmarkt gestützt und gestärkt werden und diese Massenarbeitslosigkeit wäre erst gar nicht entstanden. Hier müsste die EUROZONE genauso investieren, wie es die BRD damals bei der Reunion in der Ex DDR tat. Aber wer will schon Arbeitsplätze jetzt von Deutschland nach Spanien versenden so wie wir es damals bei uns gelöst haben?

  2. Andy sagt:

    Spanien kann sich nur retten, wenn es abwertet. Entweder es verlässt den Euro, oder das Ende wird schrecklich werden, weil dann eben die Kosten – sprich gehälter – helbiert werden müssen.

  3. Haaf Johannes sagt:

    Ich höre keine Rezepte, wie die Erwerbslosigkeit in Spanien, Portugal, Griechenland, … gesenkt werden soll. Man fordert zwar die Verbesserung des Wettbewerbs, aber wie das geschehen soll, weiß offensichtlich keiner. Nur ein Austritt mancher Länder aus dem Euro kann eine Abwertung bringen und die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit. Es braucht dringend die Wahlalternative: http://www.wa2013.de. Ansonsten droht die ziellose Politik weiter zugehen auf Kosten kommender Generationen. Die Verarmung der Massen wird in Kauf genommen. Der Gegensatz von wenigen Reichen und vielen Armen wird hin genommen. Welche Ziele verfolgen eigentlich die jetzigen Euro-Eliten? Doch offensichtlich die Ziele der Banken und Investoren, aber nicht das Wohl der breiten Masse.

    • besupreme sagt:

      Aus den letzten Stellungnahmen des IWF z.B. ist schon abzulesen, daß die Hebelwirkung öffentlicher Investitionen extrem unterschätzt wurde. Obwohl Merkel ja, wie sie in Davos zugab, die Krisen in Südeuropa nicht ungelegen kommen, könnte man durchaus vom eisernen Sparen zu einer aktiveren Wirtschaftsförderung übergehen.