VW verlegt Teile der Produktion des Golf nach Mexiko

Der VW Golf soll künftig auch in Mexiko produziert werden. Durch Verlegung von Teilen der Produktion nach Mexiko will Volkswagen einerseits von geringeren Arbeitskosten profitieren und sich andererseits gegen Wechselkurs-Schwankungen absichern.

Volkswagen, Europa größter Auto-Hersteller, plant, seinen Golf in Mexiko zu produzieren, berichtet Bloomberg. Ab Anfang 2014 soll der Golf in Puebla hergestellt werden. Dies solle die Produktion in Wolfsburg und Zwickau ergänzen, zitiert Bloomberg den VW-Sprecher Christoph Adomat.

Die Produktions-Verlegung ist Teil von Investitionen des Unternehmens in Nordamerika in Höhe von 5 Milliarden Dollar über die kommenden drei Jahre. Das Wachstum in der Region ist entscheidend, um bis 2018 der führende Auto-Hersteller der Welt zu werden, zitiert Bloomberg VW-Chef Martin Winterkorn. Durch die Verlegung profitiert VW einerseits von geringeren Arbeitskosten und sichert sich andererseits gegen Wechselkurs-Schwankungen ab.

Zwar hat VW seinen Marktanteil in Europa in den letzten Jahren ausgebaut, dennoch gingen die europäischen Verkäufe des Unternehmens im Dezember um 15 Prozent zurück. Grund ist die Rezession auf dem Kontinent. Und die Prognose für den europäischen Auto-Markt zeigt auch für 2013 einen Rückgang an, das sechste Jahr in Folge.

Auch in China, Brasilien und Russland hat VW seinen Marktanteil in den letzten Jahren ausgebaut, doch in Nordamerika hinkt das Unternehmen noch hinterher. Daher hat VW bereits Anfang Januar für 550 Millionen Dollar eine Motorenfabrik in Mexiko eröffnet, berichtet Bloomberg. Für dieses Jahr plant das Unternehmen, zum ersten Mal seit 2002 auch in den USA wieder Gewinne zu machen.

Kommentare

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  1. Gast44 sagt:

    Die Firma, in der ich beschäftigt war (~3100 Mitarbeiter) hat ihr Werk in Mexiko wieder geschlossen und durch das Mexiko Abendteuer Millionen verpulvert.
    Die Qualität war einfach zu schlecht und die mexikanischen Arbeiter waren zu unzuverlässig (+Probleme mit der Punktlichkeit).

    Durchaus möglich, dass VW einige gutausgebildete und motivierte mexikanische Mitarbeiter bekommen kann aber je mehr Leute sie einstellen desto mehr wird das Niveau sinken.

  2. E Kraska sagt:

    Erinnert mich an das Jahr 2000, als die EU einen Boykott gegen Österreich verhängte, weil der dortige Wahlausgang nicht genehm war. Die meisten von uns haben das wohl schon vergessen.

  3. Etienne Charbonnier sagt:

    Alternativlos: „Der Euro, der Kriege verhindert hat.“

  4. Cecylia sagt:

    Wir singen oft Wiegenlieder für unsere Kinder, damit wir selbst schlafen können.
    Khalil Gibran,

  5. Loewe sagt:

    Es wird Zeit, daß wieder Einfuhrzölle eingeführt werden. Sonst wandern alle Firmen ab und Europa besteht nur noch aus Arbeitslose und Sozialhilfeenpfängern…