WDR-Mitarbeiterin hilft der Stadt Köln bei GEZ-Bürokratie

Die Stadt Köln hat mit dem WDR darauf geeinigt, dass eine Mitarbeiterin des Senders in die Stadtverwaltung kommt und der Kommune erklärt, wie sie die GEZ richtig zahlt. Bezahlt wird dieser innovative Einsatz aus GEZ-Geldern vom Steuerzahler.

Die Stadtverwaltung Köln hatte die Zahlung der Rundfunkbeiträge mit der Begründung gestoppt, der Aufwand bei der komplizierten Berechnung der Gebühr sei Steuerverschwendung. Dem WDR ist diese Kritik in die Knochen gefahren. Der Mediendienst DWDL berichtet, dass der Sender bemüht ist, die Wogen zu glätten – vor allem aus Sorge, aus dem Widerstand der Kölner könnte sich ein Flächenbrand entwickeln.

Die Lösung, die die beiden Streithähne getroffen haben, wird vom Steuerzahler bezahlt: Denn nun soll der WDR eine Mitarbeiterin in die Stadtverwaltung schicken, die der Stadt Köln bei der korrekten Abwicklung der komplizierten Gebühr behilflich ist.

Auf diesen Kompromiss haben sich Stadtdirektor Guido Kahlen und WDR-Verwaltungsdirektor Hans W. Färber in längeren Gesprächen geeinigt.

Die Idee ist nicht ohne Charme: Nun könnten alle, die sich bei der GEZ nicht auskennen, bei den Rundfunkbehörden die Beistellung einer Fachkraft zur Vertiefung des Verständnisses der deutschen Demokratie-Abgabe verlangen. Sollte diesem Wunsch flächendeckend entsprochen werden, wäre auch der Gesamt-Etat der Öffentlich-Rechtlichen von 8 Milliarden Euro gerechtfertigt. Die Stadt Hagen hat in bereits angekündigt, nicht zahlen zu wollen. Die Stadt Mühlheim hätte auch gerne einen Mitarbeiter des WDR vor Ort. Auch die Stadt München will nicht die Katze im Sack kaufen. Der nordrhein-westfälische Städtetag beschwert sich über die unzumutbare Belastung für die Kommunen und will eine neue Berechnung.

Ganz beigelegt ist der Konflik jedoch nicht. Wesentliche Details sind zu verhandeln, beispielsweise die Frage, wie die Rundfunknutzung in Kindertagesstätten abzurechen ist. Die Friedhofsbagger der Stadt Köln wurden bereits von der Domakratie-Abgabe befreit.

Kommentare

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  1. Bronchilde sagt:

    Wie nett, dass sich extra eine Mitarbeiterin bemüht!

    Dafür ist ein sattes Honorar fällig, welches natürlich gerne vom Volk bezahlt wird.

    Wenn das so ist, dann werde ich dem WDR auch gleich mal eine Email schreiben und um eine persönliche Beraterin ansuchen.

    Bezahlt hab ich ja dafür in den letzten Jahren.

  2. Stefan Wehmeier sagt:

    Die Sozialphilosophie lehrt uns, dass in der menschlichen Gesellschaft seit jeher zwei Prinzipien sich unversöhnlich und unvereinbar gegenüberstehen: das Individual-Prinzip und das Sozial-Prinzip. Einerseits verlangt der Mensch, um sich ungehindert entfalten und in seiner Eigentümlichkeit frei entwickeln zu können, nach weitestgehender individueller Freiheit. Andererseits bedarf er aber – gerade dieser ungestörten Entwicklung wegen – der Eintracht und des Friedens mit seinen Mitmenschen, eines Friedens, den nur die organisierte Gemeinschaft zu geben vermag. Was aber, wenn diese heute vom Staat verkörperte Gemeinschaft aus Gründen, die in geheimnisvolles Dunkel gehüllt scheinen, in steigendem Maße dazu getrieben wird, unter dem Vorwand des Sozialprinzips die individuelle Freiheit so zu beschneiden, dass von ihr zuletzt beinahe nichts mehr übrig bleibt? Gleicht ein solcher Staat nicht jenem Manne, der mit der Begründung, er müsse sich seinen Söhnen erhalten, einen nach dem andern von ihnen aufaß? Erweckt es nicht den Eindruck, die Menschen seien des Staates wegen da, anstatt umgekehrt?

    http://www.deweles.de/files/halbwegs_gluecklich.pdf

  3. poncho sagt:

    Pah, „Demokratieabgabe“. Eine illegale Steuer, eingezogen durch ein faschistisch totalitäres, nicht gewähltes, nicht öffentliches, körperschaftsloses und nicht rechtfähiges Unternehmen der Treuhandverwaltung -nicht Staat- BRD (Art 133 GG). Mit Hilfe einer illegalen Zentraldatenbank über alle Bewohner der BRD (Art.25 GG, Bürger seid ihr nicht!).
    Nicht mit mir, dafür zahl‘ ich nicht. Und schon garnicht für den Orwellschen Neusprech „neuartiges Rundfunkempfangsgerät“, welches de facto keines ist, weil P2P bidirektional funktioniert, und nicht unidirektional wie Rundfunk.

    2+2 ist immer noch 4, aber die GEZtapo will uns weismachen, dass 2+2=5 ist!!!

    Leute, gebt euren PERSONAL-Ausweis zurück, er versklavt euch!

  4. auweia sagt:

    Hallo liebe DMN es sollte wohl heissen:

    Die Lösung, die die beiden Streithähne getroffen haben, wird (!) vom Steuerzahler

    Mfg