CDU: Kostenschätzung für Stuttgart 21 nicht möglich

Die Kosten für das Stuttgarter Bahnhofsprojekt sind unabsehbar, sagt der CDU-Abgeordnete Thomas Bareiß. Er macht die rot-grüne Landesregierung in Baden-Württemberg für die Kostenexplosion mitverantwortlich, da diese das Projekt ständig ausbremse.

Die Kosten für den Stuttgarter Großbahnhof sind aus dem Ruder gelaufen. Doch keiner der am Bau Beteiligten ist bereit die Mehrkosten in Milliardenhöhe zu übernehmen (mehr hier). Thomas Bareiß, CDU-Bundestagsabgeordneter für Baden-Württemberg, konnte dem DLF nicht sagen, wie viele Milliarden Euro das Projekt noch verschlingen werde. „Das kann keiner sagen“, so Bareiß.

Auf Nachfrage, warum keiner die Kosten benennen könne, blieb der CDU-Mann vage. Er verwies lediglich darauf, dass die Vertragspartner dies untereinander ausmachen müssten und er vor allem die Bahn in der Verantwortung stehe. Trotz der unklaren Finanzierung erwartet Bareiß aber ein klares Bekenntnis vom Bund zu Stuttgart 21. „Die Menschen wollen Stuttgart 21“, sagte er.

Die entstanden Mehrkosten beim Bahnhofsbau sollten durch diejenigen getragen werden, die sie verursacht haben, fordert Bareiß. Damit meint er die rot-grünen Landesregierung in Baden-Württemberg. „Ich stelle fest, dass die Landesregierung alles daran setzt, dieses Projekt teurer zu machen“, sagte Bareiß. Es würden Termine verschoben, und die Anforderungen an das Projekt ständig erhöht. Auf diese Weise bremse die Landesregierung das Projekt aus.

Der grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann habe an allen für das Projekt entscheidenden Stellen Gegner von Stuttgart 21 gesetzt. Diese arbeiteten nur daran, „dieses Projekt teurer zu machen, und das ist, denke ich mal, auch der Hauptkostentreiber“, sagte Bareiß. Die Landesregierung sei „doppelzüngig“, wenn sie einerseits das Projekt ständig teurer mache und andererseits dem Bund den schwarzen Peter zuschiebe, so der CDU-Abgeordnete.

Für die entstandenen Mehrkosten solle „in erster Linie“ die Bahn aufkommen, forderte Bareiß. Großprojekte wie Stuttgart 21 stünden zudem „immer wieder auch vor neuen Herausforderungen“, das sehe man auch beim Großflughafen BER in Berlin. Auch dieses Großprojekt hat sich als Milliardengrab erwiesen (mehr hier).

Kommentare

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  1. Badenser sagt:

    Hallo Herr Hanselmann,

    ich muss ihnen widersprechen…
    egal ob ich dafür aber dagegen bin, man sollte einfach mal etwas über den Tellerrand schauen.

    1.
    Wer hat die Wahlkampfauftritte z.B. von Frau Merkel und Co. in Baden – Württemberg
    bezahlt ?

    Wer bezahlt die Polizeieinsätze bei Fußballspielen ?

    Welche Kosten verursachen die Pro 21 Demos ?

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/demo-und-gegendemo-stuttgart-21-fans-mobilisieren-tausende-a-724961.html

    finde es nur etwas einseitig.

    2. Ich war zufällig diese Woche in Stuttgart, warum baut die Bahn da kaum etwas ?

    Weil ihnen noch viele Genehmigungen fehlen, habe irgendwo gelesen, dass gerade erst jetzt die Pläne für den Filderbahnhof und den Abstellbahnhof eingereicht wurden.

    Also kann wohl kaum das Land BW schuld sein.

    Außerdem habe ich Vertreter des Landtages gewählt, um Schaden dem Land BW abzuwenden und nicht um Projekte eine Privatunternehmen wie der Bahn und Aufgaben des Bundes (Verkehrswege) mitzuzahlen.

    In Baden Württemberg kann man auch das Geld in sinnvollere Projekte stecken.

    Und nicht Milliarden in ein Projekt welches ja erst noch die Problem vor sich hat.

    Berlin ist da weiter, nur gelernt haben sie nichts.
    Wo ist den ein genehmigtes Brandschutzkonzept, hatte das damals nicht ein Herr Schlichter gefordert, ohje, dass war ja schon Jahre her.

    Grüße aus Baden

  2. Josef Hanselmann sagt:

    Sehr richtig, Wer die Kosten verursacht, soll sie auch bezahlen. z.B. 800 Mill. verursachte das Land, die Stadt, die Anliegergmeinden im Umland und Messe und Flughafen GmbH durch Planänderungen für den ÖPNV und Bahnhöfe. 400 Mill schulden die Blockiere, Demonstranten durch Verzögerungen und die Anstifter der Bürgerbefragung. Macht zusammen 1,2 Milliarden, die von der Bahn nicht zu vertreten sind. Welche Kosten die Einsätze der Ordungskräfte bei den aus dem Ruder gelaufenen Demonstrationen und Besetzungen entstanden sind, kann man nur schätzen. Bezahlen müssen es wie immer die Steuerzahler und nicht die Chaoten. Beispiel: letzten Demos gegen Gorleben kosteten den Steuerzahlern in Niedersachsen 16 Millionen. Wie hoch die Schäden der Bahn waren, ist nicht bekannt.

    • Josef Hanselmann sagt:

      Korrektur=

      Demonstration : Castor-Einsatz kostet Niedersachsen 33,5 Millionen …
      http://www.morgenpost.de/…/Castor-Einsatz-kostet-Niedersachsen-33-5-Mi...
      30.11.2011 – Demonstration. Castor-Einsatz kostet Niedersachsen 33,5 Millionen Euro.

      Es wäre sehr interessant zu erfahren, was die Einsätze der Ordnungskräfte bei den Demos gegen S21 dem Land gekostet haben und für die am Ende wieder der Steuerzahler aufkommen muss.

      Auch interessant wäre zu erfahrne, wieviel die Arge an Lohnausfällen durch den von extern herbei geführten Baustillstand hat bezahlen nüssen.

  3. Margrit Steer sagt:

    Herr Baraiß hat ja auch so viel Ahnung vom Bauen und den Kosten
    Ist halt wie alle Politiker: von nichts Ahnung, davon dan aber sehr viel

  4. J.J.Rousseau sagt:

    PS: Einen Nachsatz habe ich noch: Nun aber weg mit den Gedanken, was sich die Kirche im Namen Gottes geleistet hat, leisten sich die Bankster im Namen des Teufels. Das muss noch gesagt sein.

  5. Sorbas sagt:

    Ja sicher! Heutzutage fliegen wir auf den mars mit robotern, aber so einen zu quantifizieren ist nicht möglich? Lächerlich!

  6. Jon sagt:

    Wie lange muss man sich als Bürger des Landes eigentlich noch das inkompetente Geschwätz dieser nicht mehr dem Gemeinwohl verpflichteten Figuren anschauen. Faktenresistent, beratungsresistent, nicht lernfähig lügen sie den Bürgern irgendwelchen Seich vor und die Presse druck diesen Käse auch noch unhinterfragt ab.
    Gerade veröffentlicht der Eigner der DB selbst, was die Kosten treibt und die Planungen in die Länge zieht, da muss sich dann irgendein Provinzpolitiker zu Wort melden und dem Bürger mitteilen, dass es alles an den Grünen läge und dass man sich nur zum Projekt bekennen müsse, dann würde es schon irgendwie gehen.
    Das reicht aber nicht und ist, insbesondere im Lichte der Verlautbarungen aus dem Bundesverkehrsministerium, schlicht schlicht verantwortungslos

  7. pascot sagt:

    damit hat herr geissler auf seine alten tage seinen ruf richtig ruiniert.

    man hatte ihn als überparteilich dargestellt.
    schliesslich konnte man davon ausgehen das der „querkopf“ der cdu,sich auf seine alten tage keine rücksicht auf parteidoktrin nehmen muss.

    falsch gedacht.
    widermales bestätigt sich auf eindrucksvolle weise,einmal „spitzenpolitiker“ immer spitzenpolitiker.
    da macht sich selbst im hohen alter keinerlei einsicht breit.
    das gefühl der ehrlichkeit,redlichkeit,moral gegenüber der bevölkerung…
    die hatten diese spezies mensch nie und eine erleuchtung bekommen sie auch im hohen alter nicht.
    wiedermal sind die parteifreunde die ihn zum trojanischen pferd gemacht haben wichtiger
    die vermutlich letzte chance mit dem deutschen bürger ins reine zu kommen,hat geissler somit gnadenlos vertan.

    es wird höchste zeit das das wort „spitzenpolitiker“ einen neuen eintrag im duden erhält.
    unter schimpfwörter..

    • Unrechts-Populist Nr.1 sagt:

      m.W. hat Geisler eine Erziehung bei den Jesuiten überstanden.
      m.W. gibt es auch den begriff „auf jesuitische Art – nennen wir es vornehm- von der Wahrheit abweichen“.
      das heißt wichtige Punkte der Wahrheit weglassen, außer Acht lassen, geflissentlich übersehen.
      Alles klar?
      Vulpes mutat pilum, non mores!

    • Margrit Steer sagt:

      Herr Geisler macht sich mittlerweile selbst immer lächerlicher.
      Er sollte vielleicht jetzt mal seine Rente genießen und sich zurückziehen