Reallöhne in Deutschland sind geringer als zur Jahrtausendwende

Die Reallöhne in Deutschland haben zu Beginn des Jahrtausends stark nachgelassen, und den Rückstand noch nicht wieder aufgeholt, so eine Studie. Gegen diesen Trend sind hingegen die Tariflöhne deutlich real um fast 7 Prozent gestiegen.

Die Reallöhne liegen heute um 1,8 Prozent niedriger als im Jahr 2000, so eine Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts. Zwar seien die Löhne sind zuletzt stärker gestiegen, doch real liegen sie noch immer unter dem Niveau der Jahrtausendwende.

Zwar seien die Löhne in den vergangenen drei Jahren real um 1,2, um 1 und 0,6 Prozent gestiegen. Doch dies habe die erheblichen Verluste der Jahre davor noch nicht ausgeglichen, so die Studie. Denn in den 2000-er Jahren seien die Gehälter nur schwach gestiegen. Als Grund werden die Hartz-Reformen genannt, die den Niedriglohnsektor wachsen ließen.

Im Jahr 2009 lagen die realen Bruttolöhne sogar um 4,6 Prozent niedriger als noch 2000. Doch seitdem haben die Reallöhne aufgeholt, so die Studie.

Ganz anders als die Bruttolöhne haben die Tariflöhne stetig zugelegt. Sie lagen 2012 real um 6,9 Prozent höher als noch im Jahr 2000. Dies zeigt, wie sehr die Nicht-Tariflöhne gefallen sind. Hier ist eine Schere aufgegangen zwischen Tarifangestellten auf der einen Seite und einem Niedriglohn-Sektor auf der anderen Seite, dessen Löhne sich von der Tarifentwicklung abgekoppelt haben.

Kommentare

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  1. RobR sagt:

    Die wirklichen Ursachen werden vom Autor leider gar nicht erwähnt:
    1. Die Produktivitätssteigerungen liegen seit langem über das Wirtschaftswachstum, Arbeitskraft wird daher weniger benötigt und deshalb billiger.
    2. Die Arbeitsdauer einzuschränken -was in diesem Zusammnhang sinnvoll wäre- geht nicht solange anderswo für noch viel weniger Geld gearbeitet wird. Lohnschwund ist die Folge.
    3. Die Einkommen und Vermögen der reichsten 10% wachsen weiterhin überproportional. 4. Diese Bevölkerungsgruppe beteiligt sich nicht annähern ausreichend an den Kosten des Gemeinwesens.
    Die Entwicklung wird von Wirtschaftsexperten vollkommen verschlafen.

  2. DCWorld sagt:

    In diesem Zusammenhang wäre es mehr recht als schlecht, dass die Arbeitnehmer zu einer 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich wechseln. Damit hätte man sich eine leichte Verbesserung der Löhne erreicht.

    Wenn es schon nicht mehr Geld gibt, dann wenigstens eine Verknappung der Arbeitszeit. Dieser Vorschlag wurde Anfang der Woche gemacht.

    http://www.start-trading.de/blog/2013/02/12/arbeitszeit-die-vorteile-einer-30-stunden-woche/

  3. hugin sagt:

    LÜGEN ZUM EU-BEITRITT
    Jeder weiss, dass sein Nettoeinkommen geringer ist als 2000. Vor dem EU-Beitritt wurde den Österreichern von Brigitte Ederer versprochen, „Jeder Österreicher hat dann monatlich ATS 1.000.- mehr im Geldbörsel“. In der Praxis war der EURO eine 30%ige Geldentwertung! Die rasante Teuerung wurde von den Polit-Gauklern geleugnet, es handle sich nur um eine „Gefühlte Teuerung“ ! Probleme werden von den Politikern und Medien bestritten, beschönigt oder verschwiegen.
    Lassen wir uns nicht mehr zum Narren halten und wählen wir diese Volksvertreter ab !!

  4. poncho sagt:

    Hm, meine Kaufkraft ist seit dem Euro immer noch halbiert, bzw. geviertelt…

  5. Krisenzeiten sagt:

    zur Zeit lenkt man uns von einer politischen Entwicklung ab mit Berichten: Hackfleichfund…..usw. wir werden nur noch verarscht.

    Eine nicht-gewählte Macht regelt das Leben von 500 Mio. Europäer….selbst der Papst schmeißt hin, wissend des Betruges an die Menschheit, welche Kraft seines Amtes weit über die Geschichte der Europäer hinausgeht. ….und dennoch vermag er es nicht zu erfüllen. Der „Verzicht“ war ihm als letztes Mittel zur Abwehr von …XXX-Kräften…bekannt. Er mußte nun als Signal die Bremse ziehen..und wird als wacher Geist für immer schweigend in ein Kloster verdammt … Die blöd-deutschen Politiker kann ich gar nicht so neu-grün-schäumend und schwarzphotogen nutzend verachten….wir sind Papst…..Bild ist niemals so sehr gescheitert im Hinblick auf einen weltweiten, gestalterischen Rahmen.

    Versagende Lebensmodelle von Politikern sollen in Zukunft den Gesellschaftlichen Rahmen von Ordnungspolitik und Gesetzgebung stellen?

    Eine entsprechende Anfrage stellte ich an wo…man veröffentlicht diese dort nicht.

  6. Harris sagt:

    Der Euro hat uns nunmal ein verlorenes Jahrzehnt beschert. Und durch die Rettungspolitik droht auch die aktuelle Dekade verloren zu gehen. Der Euro ist eine absolute Katastrophe für die Deutschen und muss so schnell wie möglich abgeschafft werden.

  7. Spignjev sagt:

    Und?! Was folgt daraus?! Wir haben weniger im Portemanee. Dank sei den Pokitikern und der EUdSSR!!!

  8. Klotho sagt:

    So bleibt Deutschland auf Kosten der Niedriglöhner konkurrenzfähig, es ist auch das einzige europäische Land ohne Mindestlohn.
    Das geht aber auf Kosten der Niedriglöhner und so kann Deutschland den Rest von Europa niederkonkurrieren. Das kann aber auf Dauer nicht gutgehen.