EU-Gesetz will „Made in Germany“ abschaffen

Unter dem Deckmantel des Verbraucherschutzes will die EU-Kommission eine Neuregelung der „Made in“-Kennzeichnung durchsetzen. Ausschlaggebend für die Länderangabe soll nun sein, wo der letzte Bearbeitungsschritt stattfindet. Doch dadurch würden deutsche Unternehmen stigmatisiert.

Am Mittwoch legte die EU-Kommission Gesetzesvorschläge vor, welche die Angabe des Herkunftslandes auf allen in der EU verkauften Verbraucher-Produkten vorschreiben sollen. Das Entscheidende an der Neuregelung ist, dass nun der letzte Bearbeitungsschritt für die Länderangabe ausschlaggebend ist. Bisher darf das Label „Made in Germany“ dann verwendet werden, wenn das Produkt seine wesentlichen Eigenschaften in Deutschland erhalten hat.

Doch durch die Änderungen würden deutsche Unternehmen massiv benachteiligt, sagt Christoph Schäfer vom Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie den Deutschen Wirtschafts Nachrichten. Denn selbst wenn in Deutschland ein Großteil der Wertschöpfung stattfinde wie das Design oder die Produktion hochwertiger Stoffe, könne nun den Produkten das Label „Made in Germany“ verwehrt werden.

Wenn nämlich der letzte Produktionsschritt im Ausland stattfinde, dann müsse dieses Land genannt werden, so Schäfer. Zudem soll die Kennzeichnung nun verpflichtend sein und nicht wie bisher freiwillig. Dies führe zu einer Stigmatisierung. Denn wenn ein Produkt, selbst wenn es zum Großteil in Deutschland produziert worden ist, die Aufschrift „Made in Tunesia“ tragen muss, dann sei das irreführend. Mit Verbraucherschutz habe das nichts zu tun.

Antreiber der neuen EU-Pläne seien die nicht wettbewerbsfähigen Industrien im Süden Europas, vor allem in Italien. Diese wollten schlicht „andere Produkte schlechtmachen“, sagt Schäfer. Die nicht wettbewerbsfähige italienische Bekleidungs-Industrie erhoffe sich einen Vorteil daraus, das konkurrierende Label „Made in Germany“ mithilfe der EU praktisch abzuschaffen.

Kommentare

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  1. Dieter Kersten sagt:

    Schön dass es für die Europaregion und den Landesteil Baden eine geschützte Marke für alle relevanten Produkte und Dienstleistungen badischer Herkunft und Güte gibt.
    Baden ist europaweit positiv besetzt und alle badischen Lizenznehmer haben nunmehr die Möglichkeit, sich im Wettbewerb mit der Marke „made in baden“ deutlich abzugrenzen und dabei ihre Eigenmarken und Produkte mit einem unverwechselbaren Herkunfts- und Gütesiegel regional und international zu stärken.
    HIGH GERMAN QUALITY – m a d e i n b a d e n !

    http://www.madeinbaden.de

  2. Bernd sagt:

    Also mir ist es schon sehr wichtig zu wissen wo die Dinge die ich kaufen möchte herkommen, mein Arbeitsplatz z.b. hängt davon ab das die Leute hier in den Laden gehen und unsere Produkte kaufen(zu ca.80%). Somit möchte ich natürlich auch gerne andere deutsche Arbeitnehmer unterstützen, nur so entsteht ein sinnvoller Kreislauf. Wenn ich mich allerdings hinstellen würde um zu sagen “ mir doch egal Hauptsache Billig“ dann bricht der Kreislauf irgendwann
    zusammen. Siehe Griechenland, die haben keine nennenswerte Industrie und ein ganzes Land mit Tourismus zu finanzieren funktioniert nun mal nicht, ok das liegt nicht nur daran das hat auch noch andere Gründe. Mir geht es um die Entscheidungsfreiheit, ich will selber entscheiden wem ich mein sauerverdientes Geld geben will, ich geb es lieber meinen Landleuten genauso wie sie mir ihres geben.

    • honolulu500 sagt:

      „Wenn ich mich allerdings hinstellen würde um zu sagen ” mir doch egal Hauptsache Billig” dann bricht der Kreislauf irgendwann
      zusammen.“ – GENAU das wollen die Eliten doch. Sie wollen 60% der Menschen letztlich aushungern damit etwa 500 Mio. übrig bleiben, die man leichter in allem kontrollieren kann. Wie die Mindestlöhne, die Hilfsarbeiterlöhne bei Zeitarbeit trotz Vollqualifizierung, wie die zunehmende Kontrolle aller EU-Bürger bei Bankgeschäften oder anders, wie die „EU-Reisepässe“ wo Sie praktisch IHRE STAATSangehörigkeit offiziell aufgegeben haben und „Weltbürger“ nämlich ein solcher OHNE Rechte sind. Oder: sagt ein EU-Pass aus, wohin ich gehöre??

  3. Santi Bunjamin sagt:

    Öhö, öhö, na ja, von dem, was ich in Asien gesehen habe, finden aber oft ziemlich viele Schritte im Ausland statt.

    Meiner Meinung nach ist es durchaus angemessen, z.B. bei Turnschuhen zu schreiben „Made in Indonesia“ (wie es ja dann auch ist), auch wenn das Design woanders entworfen wurde. Was spricht denn dagegen, „Made in Indonesia, Design by [Hinz und Kunz]“ zu deklarieren? Bei aller „Wertschöpfung“, von der Herr Schäfer spricht, sollte man nicht vergessen, wer für Minimallöhne die Produkte zusammennähen darf/muß. Wenn „Made in Germany“ draufsteht, erwarte ich auch, daß wirklich der Großteil** hier gemacht wurde, inklusive der (Deutsch) bezahlten „Frohnarbeiten“ (**daß in der Industrie nicht alle Druckknöpfe hier im Land produziert werden, ist schon klar). Wenn ich ein Produkt einer Dt. Marke kaufe, mit einem Label „Made in Kambodia“, dann weiß ich doch auch, daß das Design wahrscheinlich von hier kommt und das Ding einfach woanders zusammengenäht wurde. Ich sehe da kein wirkliches Problem. Wer sich damit *auszeichnen* will, sollte dann auch das liefern, was auf dem Etikett steht! Sonst könnte ich auch ein Industriehuhn in eine Öko-Biotüte packen und es als Bio verkaufen, nur weil ein kleiner Anteil am Produkt tangential mit einem Bioprodukt zu tun hatte. Oder ich könnte drei in Aisen hergestellte Teile zusammenstecken und als „Deutsche Handarbeit“ verkaufen, weil ich es ja verschraubt habe.

    Mal ganz davon abgesehen, daß die jammernden Firmen ja einfach nur einen letzten Arbeitsschritt nach DE verlegen müssen, um „ihr“ goldenes Label drucken zu dürfen. Warum sie das nicht wollen? Ach ja, dann fallen ja Deutsche Arbeitslöhne an, das wird teuer. Herrje, es ist gar nicht so einfach, billig produzieren zu lassen und trotzdem den Made in Germany Stempel draufzudrucken…?! Eine Runde Mitleid, bitte! Jetzt mal Butter bei die Fische. Deklariert doch einfach die Einzelteile (so wie „Obermaterial Leder, Innenfutter Textil“, nur eben mit an der Produktion beteiligten Herkunftsländern), zahlt euren Arbeitern fairen Lohn und versucht nicht, im Ausland stattfindende Produktionsprozesse zu verstecken, dann wirds auch was mit den Kunden.

    Zitat: „Denn selbst wenn in Deutschland ein Großteil der Wertschöpfung stattfinde wie das Design oder die Produktion hochwertiger Stoffe, könne nun den Produkten das Label „Made in Germany“ verwehrt werden. // Wenn nämlich der letzte Produktionsschritt im Ausland stattfinde, dann müsse dieses Land genannt werden, so Schäfer. Zudem soll die Kennzeichnung nun verpflichtend sein und nicht wie bisher freiwillig. Dies führe zu einer Stigmatisierung“

  4. J. dubberke sagt:

    Made in… Sollte für den Verbraucher die Aussage treffen, wo das Produkt hergestellt wird.
    Hier wird nun klar, dass diese Aussage gar nicht getroffen werden kann. Stoff aus…
    genäht in…….Design aus……., Knöpfe aus………
    Irgendwie Schwachsinn made in einem Land , oder ?
    Hauptsache großer Profit, wem ist schon wichtig, das es wirklich made in Germany ist ???
    Dann würde es diesen ganzen Zirkus nicht geben. Ich zähle auch dafür, wenn es stimmt!

  5. Benedito Ubirata da Silva sagt:

    this is the same thing that happened with the fashion industry after Calvin Kein. The PMG! You can a basis for studying this problem. Calvin Klein is a case study.

    dies ist die gleiche Sache, die mit der Modebranche nach Calvin Kein passiert. Die PMG! Sie können zu gründen, um dieses Problem zu studieren. Calvin Klein ist eine Fallstudie.

  6. Greg sagt:

    Oh, ein Tummelplatz für rechtsradikales Gedankengut. Wo sind wir denn hier gelandet?

    NAZIS RAUS.

  7. suvetar sagt:

    Haben Sie auch wirklich nichts vergessen ? Moment bitte…jüdisches Königreich
    EUdSSR…Drohnen…Multikultigenderwahn…Depopulation…haarp..ne, scheint alles vollständig zu sein, sogar der obligatorische Hinweis auf die Systemtreuen und die nützlichen Idioten, zu denen Sie selbstredend nicht gehören, ist mit an Bord ! Respekt !

  8. anon sagt:

    wunderbar erklärt….