France Telekom schreibt Verluste

Um mehr als zwei Milliarden Euro ist der Gewinn des viertgrößten europäischen Telekom-Konzernes eingebrochen. Harte Konkurrenz auf dem heimischen Markt und schlechte Geschäfte in Polen und Rumänien sind der Hintergrund.

2012 fiel der Überschuss der France Telecom im Vergleich zu 2011 von 3,9 Milliarden auf nur mehr 820 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Der viertgrößte Telekom-Konzern Europas machte unter anderem die Konkurrenz auf dem Heimatmarkt zu schaffen. Allein im letzten Quartal fiel der Betriebsgewinn der France Telekom hier um neun Prozent, so der Konzern. Innerhalb nur eines Jahres hat sich der neue Mobilfunkanbieter Free in Frankreich einen Marktanteil von etwa sechs Prozent erarbeitet. „Wir sind weniger optimistisch hinsichtlich dessen, dass der Preiskrieg in Frankreich endlich endet“, zitiert die FT den Finanzchef Gervais Pellisier.

Zusätzlich dazu ging der Gewinn der France Telekom 2012 aber auch durch hohe Abschreibungen auf ausländische Tochterfirmen zurück. Der Wert der Töchter in Polen, Rumänien und Ägypten musste um 1,8 Milliarden Euro verringert werden.

Als Reaktion auf den starken Gewinneinbruch will das Unternehmen beispielsweise Arbeitsplätze von scheidenden Angestellten nicht wieder besetzen – direkte Stellenstreichungen seien aber vorerst nicht vorgesehen. Auch wird überlegt, einen Teilausstieg bei der britischen Tochter EE, die zusammen mit der Deutschen Telekom betrieben wird, zu erreichen. Nichtsdestotrotz hat France Telecom vor, die Dividende von 80 Cent pro Aktie für 2012 und 2013 auszuzahlen. Der größte Empfänger dieser Dividende ist der französische Staat, da er 27 Prozent des Unternehmens hält.

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  1. FDominicus sagt:

    Die Sozialisten werden dafür Lösungen finden. Mit bürokratischen Hürden kennen sich speziell auch die Eliten Frankreichs ganz genau aus. Mir fallen das aus dem Stehgreif einfache „Rezepte“ ein: nennt sich Zoll, als zweites wohl der Vorwurf des „Preisdumpings“
    Das reicht allemal und wenn nicht, keine Sorge Sozialisten finden immer Weg Ihre Finger in anderer Leute Geldbeutel zu stecken.