EU-Film kostet Steuerzahler 700.000 Euro

Die EU hat einen Werbefilm produzieren lassen, in dem die Zeit vor dem Euro als kriegerische Steinzeit, die Periode danach als das goldene Zeitalter präsentiert wird. Der Spaß kostet den Steuerzahler 700.000 Euro. Das Geld kommt aus dem EU-Haushalt und wurde vom Presseamt der Bundesregierung ausgegeben.

In einem Kinospot stellt die EU die EU so dar, wie sie gerne die Geschichte sehen möchte: Vor der Euro-Einführung gab es Krieg, Grenzkontrollen und Hass pur in Europa. Nach der Einführung leuchten die Kinderaugen, so dass man sich fragen muss: Ja, ist denn schon wieder Weihnachten?

Die gefällige Selbstdarstellung hat freilich die Wirtschaft nachhaltig belebt. Nach Informationen der Deutschen Wirtschafts Nachrichten kostete der Spaß 696.000 Euro. Das Geld wurde vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung an die Agentur Metadesign, die als „Rahmenvertrags-Agentur“ des Bundespresseamts fungiert. Nach Auskunft des Presseamts waren vor der Beauftragung „entsprechende Angebote“ eingeholt worden. Das Bundespresseamt bestätigte den Deutschen Wirtschafts Nachrichten die Kosten. Die Kosten umfassen „die Produktion, den Pre-Test, die Nutzungsrechte und Vertriebskosten, wobei die Vertriebskosten etwa zwei Drittel der Kosten ausmachen”.

Das Geld kommt aus dem EU-Haushalt. Das funktioniert so: Der deutsche Steuerzahler zahlt seine Steuern, Deutschland als einer der letzten verbleibenden Netto-Zahler überweist Geld nach Brüssel, und Brüssel überweist das Geld zurück nach Deutschland, damit in Deutschland mit dem Geld der Deutschen Werbung für die EU gemacht werden kann.

Die Rechte an dem Film hat die EU-Kommission, die den Film überall einsetzen kann, wo sie möchte.

Der kulturhistorische bedeutsame Streifen wird in Deutschland in den Kinos gezeigt, wo schon manch einem Euro-Skeptiker das Popcorn im Hals stecken geblieben ist. Es sollen deutsche Städte ab 150.000 Einwohnern beglückt werden. Die EU hofft, damit 3,750.000 Bürger zu erreichen.

Nach der mehr als verdienten Zuerkennung des Friedensnobelpreises (hier) hoffen die EU-Präsidenten Martin Schulz, Herman Van Rompuy und José Manuel Barroso nun auf eine Nominierung für den nächsten Oscar. Nach Einschätzug aus Brüssel hat der Streifen zumindest die Preise in den Kategorien „Bestes Drehbuch“, „Bester Hauptdarsteller“, „Beste Hauptdarstellerin“, „Spezielle Effekte“, „Beste Filmmusik“ und „Beste Kameraführung“ verdient. Den Preis für die „Beste Regie“ wollen die EU-Führer dem Vernehmen nach zu gleichen Teilen Altbundeskanzler Helmut Schmidt und dem gesamteuropäischen Volk widmen.

Der Film ist außerdem als Trailer für das EU-Referendum gegen Großbritannien geplant (über die ensprechenden Pläne Martin Schulz – hier).

Kommentare

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  1. Helen sagt:

    Wen wundert´s wenn die Leute versuchen wo es nur geht Schwarzgeld zu erarbeiten und es in Sicherheit bringen wollen!

  2. Dalien Forester sagt:

    Hey! Zirngips kostet Sie keinen einzigen Cent.
    http://www.youtube.com/watch?v=OmAXaoFDzn0

  3. BlueAtair sagt:

    wie wir alle belogen und betrogen und verdummt werden, von den Marionetten einer Finanzoligarchie mittels der zentral gesteuerten Mainstream-Medien.
    Was bitte ist denn in den letzten Jahren irgendwo besser geworden in unserer Gesellschaft, was…. ??? (Reisefreiheit und Flachbildfernseher mal ausgenommen ;) )

    Und das Schlimmste ist, es ist kein Ende in der Talfahrt abzusehen, permanente Einschränkungen der individuellen Freiheiten werden europäisch gelplant und durchgesetzt, die Realeinkommen sinken, die Familie als kleinster Baustein der Gesellschaft ist im Sinkflug begriffen und die Zahl der Kriege, ohh Entschuldigung… Friedenseinsätze ist permanent ansteigend, wenn auch nicht in Europe, so doch mit Europa-Beteiligung.

    Es ist einfach nur traurig.

  4. Margrit Steer sagt:

    Was ist übrigens aus dem Preisgeld geworden für diesen dämlichen Friedens-Nobel Preis für diese EU?
    Wo ist das hin, wer hat es eingesteckt?
    Davon hätten die ihren blödsinnigen Film drehen können.

  5. Margrit Steer sagt:

    Wie rotzefrech ist das denn?
    Und so eine Verlogenheit.
    Es ging uns vor dieem Euro um 100% besser
    Unsere derzeitigen Politiker sind die größten Verbrecher die wir seit Kriegsende hatten

  6. Simon sagt:

    Fast 700.000 € ? Für 50 Sekunden Film? Bitte sagt das es sich hier um einen Witz handelt. Werbung für die EU schön verpacken? Vom mir aus. Aber hätte man das nicht besser machen können? Schlechter geht ja kaum.

  7. Uta sagt:

    Jeder verschwendete Euro müsste den Europolitikern von ihren Pensionsansprüchen bzw. Bezügen abgezogen werden, dann würden sie mit unserem Geld künftig sorgsamer umgehen!!!

  8. Fred sagt:

    Auweia…. das ist kein Scherz? Ich bin absolut erschrocken und es erinnert mich wirklich an alte Propagandastreifen des Dritten Reiches, nur dass die eben in s/w waren! Kommt jetzt auch wieder die Wochschau? Bin entsetzt…