Navigation: Heuschrecken-Blick soll Verkehrssicherheit erhöhen

Autonome Roboter werden mit der Optik von Heuschrecken ausgerüstet. Das erhöht die Übersicht und verbessert die Reaktionsfähigkeit. Die Methode soll im Straßenverkehr zum Einsatz kommen.

Die Seheigenschaften der Heuschrecke dienen als Modell für die Optik neuer, autonomer Roboter. Britische Wissenschaftler versuchen, die Wirkungsweise bestimmter Neuronen zu kopieren, mit denen Heuschrecken blitzschnell auf nahende Objekte reagieren können.

Eine Nachbildung dieses Systems könnte es Robotern in Zukunft ermöglichen, aufgrund von visuellen Reizen zu reagieren. Diese neue Form der Computer-Optik könnte es „Fahrzeugen erlauben zu verstehen, was auf der Straße passiert und schneller zu reagieren“, erklärt Shigang Yue, Informatikprofessor an der britischen University of Lincoln.

Der neuronale LGMD-Schaltkreis – gigantischer Bewegungsdetektor (LGMD) – warnt Insekten beim Angriff eines Räubers vor einer möglichen Kollision. Dieses Modell soll auf den Straßenverkehr übertragen werden. Das Ziel: Die Vermeidung von Verkehrsunfällen.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der Entwicklung der Sensoren, die dem LGMD-Prinzip nachempfunden sind. Die Sensoren müssen nämlich ihr Blickfeld analysieren können und potenzielle Gefahren erkennen. Aufgrund der gesammelten Daten wird eine Entscheidung vom Roboter getroffen und anschließend eine Ausweichbewegung gestartet.

Einfache Roboter können durch diese Methode bereits autonom in vorgegebenen Gassen navigieren. In Tests konnte auch bewegten Zielen schon ausgewichen werden. Der Vorteil: komplexe Radar- oder Infrarotsensoren müssen nicht mehr verbaut werden.

Die Umsetzung der neuen Technologie ist jedoch noch eine „große Herausforderung für die Automobil-Industrie.“ Im Straßenverkehr bewegen sich viele Objekte in unterschiedlichen Richtungen. Der Stand der Forschung kann jedoch den ersten Schritt auf dem Weg zur Entwicklung von Anti-Kollisions-Systemen in PKWs darstellen.

Kommentare

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  1. cocooning sagt:

    Manche Autofahrer sind halt zu dumm zum Auto fahren. Ich habe noch nie in meinem Leben Autos mit ABS, ESP, Airbag usw. gefahren (Ausnahme Mietauto) und fahre über 30 Jahre unfallfrei. Der ganze Schnickschnack wiegt zusätzlich mindestens 300 kg mehr und braucht mehr Benzin. Mein 20 Jahre alter Kübel (16 Ventiler), der noch nie eine Panne hatte, braucht je nach Witterung, Bereifung auch nur zwischen 6 bis 8 L /100 km.

    • Schlaui sagt:

      Absolut vernünftig. Ich suche immer einen Neuwagen ohne diesen ganzen Unfug. Multifunktionslenkrad – grauenvoll. Sowas gehört verboten : lenkt nur ab. Dann diese doofen überladenen HiFi Anlagen. Kommt eh nur Müll raus. Da es keine spartanischen, vernünftigen Autos mehr gibt, kaufe ich keine mehr.