Schlechtes US-Geschäft beschert Deutscher Telekom hohe Verluste

Im vergangenen Jahr verzeichnete das Unternehmen insgesamt ein Minus von 5,3 Milliarden Euro. Der Gewinn sank gegenüber dem Vorjahr um mehr als 11 Prozent. Besonders die US-Tochter sei für die schlechte Bilanz verantwortlich, so der Konzernchef.

Die Mobilfunkbranche ist hart umkämpft und leidet ebenfalls massiv unter dem hohen Anteil verschiedener Wettbewerber, den Folgen der Finanzkrise und dem weltweit zurückgehenden Wachstum. Erst vor einer Woche meldete die France Telecom einen Gewinneinbruch von mehr als zwei Milliarden Euro (hier). Nun hat auch die Deutsche Telekom 2012 das erste Mal seit zehn Jahren einen Verlust in Milliardenhöhe erwirtschaftet.

Das Minus von 5,3 Milliarden Euro sei hauptsächlich auf die Wertminderung der US-Tochter T-Mobile USA zurückzuführen, so das Unternehmen am Donnerstag in Bonn. Der Wert der amerikanischen Tochter ging um 7,4 Milliarden Euro netto zurück. Ließe man T-Mobile USA außer Betracht, habe die Deutsche Telekom im vergangenen Jahr 2,53 Milliarden Euro verdient, so der Konzern. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies jedoch ein Rückgang von immerhin 11,3 Prozent.

Die US-Tochter war zuletzt aufgrund seines schlechten Umgangs mit Mitarbeitern in die Kritik gekommen. Das Unternehmen versucht die Bemühungen der Angestellten bezüglich der Gründung einer Gewerkschaft zu unterbinden. Von systematischen Demütigungen von den Managern ist ebenfalls die Rede (mehr hier).

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