Neue Software unterstützt Verbraucher beim Stromsparen

Rekordpreise bei Strom und Gas belasten die Verbraucher. Eine neue Software soll intelligenten Umgang mit erneuerbaren Energien ermöglichen – und Geld sparen.

Die Preise für Strom, Gas und Heizöl steigen ständig und erreichen in Deutschland immer wieder neue Höchststände. Viele Verbraucher reagieren damit, im Winter weniger zu heizen, weniger Wasser zu verbrauchen und die große Mehrheit schränkt sich beim Kochen ein, wie eine Umfrage der Dekra belegt.

Eine neue Software-Plattform unterstützt Mieter und Wohnungseigentümer sowie Gewerbe- und Industrieunternehmen beim intelligenten Umgang mit Energie. Die Open Gateway Energy Management Alliance (OGEMA) ist eine freies, auf Java basierendes Rahmenprogramm für Energiemanagement. Es verbindet Endverbraucher und Energieerzeuger mit den Leitstellen der Netzbetreiber und Energieversorger.

Das Projekt OGEMA wird vom Bundesministerium für Umwelt (BMU) mit fünf Millionen Euro gefördert. „Mit unserem System kann der Kunde künftig variable Strompreise beobachten und seinen Verbrauch an das Energieangebot anpassen“, sagte David Nestle, Leiter der Abteilung ‚Energiemanagement‘ an den Fraunhofer-Instituten für Windenergie und Engergiesystemtechnik (IWES). Mit der Energiewende  werde die Vergleichbarkeit immer wichtiger.

Die OGEMA-Software empfängt variable Stromtarife und berechnet automatisch, wann und zu welchem Tarif die angeschlossenen Geräte bestenfalls betrieben werden sollten, um am meisten Geld zu sparen. Zu kostengünstigen Tageszeiten, in denen beispielsweise ein Überangebot an Windenergie besteht, können Nutzer bevorzugt Wasch- und Spülmaschine laufen lassen. Das gleiche gilt für Klimaanlagen, Wärmepumpen oder Solaranlagen.

Verbraucher und Erzeuger von Solarstrom können mit verschiedenen Anwendungen steuern, ob der erzeugte Strom selbst verbraucht oder ins Stromnetz eingespeist werden soll. Weitere Anwendungen schalten automatisch die Heizungen ab, wenn Räume nicht genutzt werden. Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen können flexibel gesteuert werden. Eingesparte Energie kann am Markt angeboten werden und für Zusatzerträge bei Unternehmen führen.

Da OGEMA ein frei zugängliches System ist, kann jeder Software-Entwickler eine Benutzeroberfläche für den Endkunden oder Gewerbetreibende produzieren. „Unser Framework lässt sich mit anderen Open-Source-Projekten wie Android vergleichen. Dadurch zeichnet es sich auch aus“, ergänzt Nestle. Denn bisherige Systeme seien rechtlich geschützt und kostenpflichtig.

Die erste Version wird bereits zum Download angeboten. Die Fraunhofer Forscher arbeiten zurzeit an OGEMA 2.0. Ersten Tests zufolge kommt die neue Technologie gut an. Bei 500 Haushalten in Mannheim konnten die Verbraucher wahlweise per Smartphone, PC, Tablet oder Laptop auf den Webserver mit den Daten zugreifen. Die Energielösung erhielt bei einer anschließenden Befragung durchweg positive Bewertungen.

Kommentare

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  1. Matthias Dietrich sagt:

    Nachdem wir uns durch Atomausstieg von der technischen Entwicklung und dadurch kurzfristig von unserem Wohlstand verabschiedet haben, sollen wir nun auch noch „um Mitternacht im Winter einheizen“ und um drei Uhr am Morgen fernsehen. Und überdies mittels eingebauter Chips der Diktatur erlauben ,uns jederzeit von jeglicher Energiezufuhr ,aus welchem Grund auch immer, abzukoppeln zu können.
    Wann wacht der Bürger,zumindest der nicht bildungsferne,endlich auf und verweigert sich,auch nötigenfalls auf der Srraße.Die Bürger der Ex-DDR könnten uns hier ein Vorbild sein.

  2. Klaus Plöger sagt:

    Wird dies jetzte ine NWO Platform?

  3. argus germanicus sagt:

    Was früher eine Selbstverständlichkeit war – bezahlbare jederzeit verfügbare Energie, wird heute zum verkomplizierten Hightech-Spektakel, wie so vieles, worüber man sich früher keine Gedanken machen mußte!

    Heutzutage wird den Menschen durch diverse Überbürokratisierungen, Übertechnisierungen und einen unaufhörlich anwachsenden Tarif-Dschungel das wertvollste gestohlen, was sie überhaupt besitzen: LEBENSZEIT !!!

  4. Jo sagt:

    müsste es nicht ehr heissen

    die Kosten für Steuern und Abgaben auf Strom steigen ständig?

    der Strom an sich ist nicht viel teurer geworden

  5. Die Honigbiene sagt:

    Aha, Unterstützung mit 5 Mio. Euro Fördergeldern – wo kommt denn das Geld her. Unser Staat ist doch hoch verschuldet.

    5 Millionen Euro, damit hätte man den Verbraucher bestimmt glücklich machen können, durch direkte Bezuschussung und / oder in dem die Strompreise einfach gesenkt würden.

    Wieder Mal Geld denen in den A…… schieben, welche Energie rauben und dann noch am Kunden verdienen wollen, alles im Sinne „Gutes zu tun“.

    Fazit: Es wird Geld rausgeschmissen – die Verbraucher zahlen für ein unnützes Produkt, das durch kluges sinnvolles Einsetzen elektrischer Geräte, überflüssig ist.

    An kostengünstigen Zeiten des Tages die Waschmaschine laufen lassen? Was ist denn das für ein Blödsinn! Hallo, haben wir Frauen nicht anderes zu tun als den kostengünstigen Zeitpunkt des Tages im Auge zu behalten um dann die Waschmaschine an zu stellen? Und dann noch diese neumodernen Dauerwaschgeräte, welche angeblich Strom sparen wenn sie stundenlang laufen und uns empfohlen wird bei 30° waschen.

    Nein, bei 30°/40° wird keine Unterwäsche richtig sauber und so sieht sie dann auch aus – schmuddelig (Erkenntnis meiner hauswirtschaftlichen Arbeit bei fremden Leuten). – 95° Kochwäsche sei Energieverschwendung heißt es. Doch bei niedrigen Temperaturen versiffen die Geräte mitsamt der Abflüsse. Aber die Industrie bietet Maschinenreiniger an, dafür mit 95° einen Waschgang bei leerer Maschine durchlaufen lassen. – Und das nennt sich sparsames Wirtschaften?

    Hauswirtschaftlichen Unterricht wird nur noch müde belächelt und seit Jahren auf Unterricht an den Schulen verzichtet. Es bestünde wohl die Gefahr, das bei sachgemäßem Unterricht wieder aufgeklärte Menschlein zu Tage kommen könnten.

  6. Torsten sagt:

    So ein anwendungsunfreundlicher Schwachsimm wird auch noch mit meinem Steuergeld gefördert. Und was soll die Omi im Altbau machen. euch Verantwortlichen Spinnern gehört das Handwerk gelegt!!! Spar da, wo es Sinn macht->bei den Politikern und Ökoutopisten! Pfui!!!